König-Ludwig-Weg (5) – durch die wildromantische Ammerleite

Unterwegs auf dem König-Ludwig-Weg von Hohenpeißenberg über Rottenbuch nach Wildsteig

14,4 von eigentlich 18,2 km gewandert, am 23. Mai 2018

Gps-Track bei Komoot

 

Endlich Sommerferien in Nordrhein-Westfalen!  Also auch für mich, denn vielleicht habt ihr es schon geahnt, dass ich Lehrerin bin. Die letzten Wochen waren mit viel Arbeit gefüllt und meine weiteren Berichte vom König-Ludwig-Weg mussten warten. Doch nun geht es endlich weiter!

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Ich hatte in einer schönen Ferienwohnung in Hohenpeißenberg übernachtet. Morgens stand das Frühstück schon um 7 h im Kühlschrank im angrenzenden Schuppen bereit. Beim Bezahlen durfte ich selbst wählen, wie viel ich für das Frühstück und mein Lunchpaket zahlen wollte. Sehr nett! Ich kam noch kurz mit dem Gastgeber ins Gespräch, weil er extra für mich das Gästebuch holte. Er berichtete mir, dass nicht viele Gastgeber im Ort ihr Domizil für nur eine Nacht hergeben und dass ich bei meiner Reservierung im Januar die erste Buchung für diese Ferienwohnung überhaupt gewesen war. Da hab ich aber Glück gehabt, sie gefunden zu haben! Das Glück war mir auf dieser Wanderung sowieso hold!

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von dort kam ich her

Heute ging ich wieder mit beschwingten Schritten in den Tag. Die längere Pause, die ich durch die kürzere Etappe des Vortags genossen hatte, hat meine lädierten Knochen im rechten Fuß zwar nicht wundergeheilt, aber gut getan und ich konnte die Schmerzen aushalten. Dennoch hatte ich mir die Option herausgesucht, ggf. die letzten 5 Kilometer ab Rottenbuch mit dem Bus zu fahren.

Die Sonnenstrahlen brachen sich nach und nach durch die Bewölkung Bahn. Es sollte wieder ein schöner und sonniger Tag werden! Von meinem Domizil aus, so hatte ich die Karte studiert, müsste ich Richtung Bahnhof laufen. Der König-Ludwig-Weg verläuft von dort erst einmal nach Westen Richtung Peiting, was für viele Wanderer der Übernachtungsort ist und dann erst hinunter an die Ammer zum Waldhaus Schnalz. Wieder viel über Asphalt, so sagte man mir.

Und so folgte ich dem Rat meines Gastgebers und wählte einen direkten Weg hinab zur Ammer. Zwischenzeitlich war ich verunsichert, ob ich noch richtig sei, denn der Weg im Wald war sehr zugewuchert und an einer Stelle überquerte er direkt die Bahngleise, ohne dass Continue reading „König-Ludwig-Weg (5) – durch die wildromantische Ammerleite“

König-Ludwig-Weg (4) – „Schwaden von Lindenblüten und sonnigem Heu“

Unterwegs auf dem König-Ludwig-Weg von Wessobrunn bis Hohenpeißenberg, Etappe 4 14, 5 km, gewandert am 22. Mai 2018 Gpx-Track bei Komoot Ich sitze hier an meinem Schreibtisch und süppel‘ genüsslich ein König Ludwig Helles. Ja richtig, seit meiner Wanderung durch Bayern bin ich Fan diese Bieres! Nun will ich mich mal an meine vierte Etappe […]

Unterwegs auf dem König-Ludwig-Weg von Wessobrunn bis Hohenpeißenberg

14, 5 km, Etappe 4

gewandert am Dienstag, dem 22. Mai 2018

Gpx-Track bei Komoot

 

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch und süppel‘ genüsslich ein König Ludwig Helles. Ja richtig, seit meiner Wanderung durch Bayern bin ich Fan diese Bieres!

Nun werde ich mich mal an meine vierte Etappe erinnern: Ich will den Fokus nicht zu sehr darauf richten, aber ….. – sie begann mit heftigen Schmerzen. Bereits um 4:30 h erwachte ich das erste Mal und fühlte diesen stechenden Schmerz auf dem Fußgewölbe meines rechten Fußes. Da reichte schon die Berührung der Bettdecke. Aua! Den Schmerz kannte ich. Den hatte ich zuletzt nach einer langen Wanderung und da konnte ich am nächsten Morgen nicht mehr auftreten und erst gegen Mittag wieder normal gehen. Musste ich etwa jetzt schon aufgeben?? Nach nur drei Tagen? Ich beschloss erst einmal weiter zu schlafen, sofern das Vogelkonzert und der langsam wieder einsetzende, enorm laute Autoverkehr vor dem offenen Fenster es zuließen. Es ging, ich schlief wieder ein.

Nach dem Aufstehen schlurfte ich, den rechten Fuß nachziehend, ins Bad. Dann zog ich eine feste Kompressionssocke an, die den Schmerz gleichmäßig auf den ganzen Fuß verteilte (klingt komisch, ist aber so)  und ging um 7:30 h zum Frühstück. Catherine, die Australierin, mit der ich am vorigen Abend essen gegangen war, kam erst in den Frühstücksraum, als ich schon fertig war. Wir verabschiedeten uns, denn ich wusste, dass sie den Weg über Paterzell nehmen und bis Rottenbuch laufen wollte, ich aber die Alternativstrecke über St. Leonhard im Forst und nur bis Hohenpeißenberg. Wir werden uns wohl nicht wieder treffen.

In den Wanderschuh gezwängt, fühlte sich mein Fuß schon etwas besser an. Ich war erstaunt, dass ich den Schmerz wirklich „wegtreten“ konnte, indem ich mutig losmarschierte. Mein Rucksack kam mir mittlerweile gar nicht mehr schwer vor und fühlte sich sehr vertraut auf meinem Rücken an. Sicherheitshalber ließ ich mir aber vom Hotelwirt noch die Nummer eines Taxisunternehmens geben.

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Um 8:20 h ging es los. Ein letzter Abstecher führte mich unter die riesigen Linden vor dem Hotel, wo der große Findling mit dem eingemeißelten Wessobrunner Gebet in althochdeutscher Sprache steht.

Weiter ging es an der Hauptstraße entlang durch Wessobrunn, vorbei an der Bäckerei, wo ich mir ein Lunchpaket besorgte und kurz danach an einem Bauernhof in den Wald, wo sich der König-Ludwig-Weg vom Jakobsweg trennte.

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Hier folgte ich der in meinem Buch ausgewiesenen Alternativstrecke, also dem Jakobsweg. Dieser Weg war etwas kürzer und da ein Berganstieg am Ende meiner Etappe anstand, hatte ich diese im Vorfeld bewusst kürzer geplant.

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Im Wald ging es per Brücke über eine Klamm und dahinter steil den Berg hinauf.

Puh, es war am frühen Morgen schon recht warm. Als ich gerade mein Fleece verstaute, kam eine junge Jakobswanderin des Weges, die ich bereits in der Bäckerei gesehen hatte. Continue reading „König-Ludwig-Weg (4) – „Schwaden von Lindenblüten und sonnigem Heu““

König-Ludwig-Weg (3) – auf nach Wessobrunn!

Unterwegs auf dem König-Ludwig-Weg von Andechs nach Wessobrunn

19 km, Etappe 3

gewandert am Pfingstmontag, dem 21. Mai 2018

Gps-Track auf Komoot (rechne minus 6,8 km Schifffahrt über den Ammersee)

Als ich an diesem Morgen aufwachte und aus dem Fenster schaute, leuchtete mir ein tiefblauer, wolkenloser Himmel entgegen. Geniales Wetter!

In großer Vorfreude auf den bevorstehenden Wandertag packte ich meinen Rucksack schon etwas schneller als noch am vorigen Tag. Pünktlich um 7 Uhr brachte mir Frau Gerhardt das bestellte Frühstück, welches ich auf der Terrasse sitzend einnahm. Hach, war das schön! Da ich schon wusste, dass ich am Abend in Wessobrunn kein Restaurant vorfinden werde, packte ich mir die übriggebliebenen Brötchen als Proviant ein. Das einzige Hotel in Wessobrunn, in dem ich mein Zimmer gebucht hatte, renovierte nämlich gerade das Restaurant.

Ich verließ um 7:45 h das hübsche Appartement (www.urlaub-in-andechs.de) und machte mich wieder auf die Socken. Vor der heutigen 19 km langen Strecke hatte ich etwas Respekt, weil ich bisher noch nie eine längere Tour als 18 km gelaufen bin, schon gar nicht mit schwerem Rucksack. Mir fehlten schlicht Erfahrungswerte. Andere König-Ludwig-Weg-Wanderer, die ihr Gepäck transportieren ließen, sind die letzte Etappe von Starnberg weiter bis Herrsching gelaufen oder haben sogar nach Dießen übergesetzt. Dieser Abschnitt zum Ammersee stand mir nun bevor.

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Am Rand von Andechs-Erling

Ich hatte mir im Vorfeld meine Etappen selbst eingeteilt und dabei geplant, nicht mehr als 20 km/Tag zu laufen. Für die Tage mit Berganstiegen waren die Etappen deutlich kürzer angesetzt. Im Zug auf der Hinfahrt war ich mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die sich mir am liebsten gleich zur Wanderung angeschlossen hätte. Sie fragte nach meinen Etappenlängen und als ich meinte, es wären im Schnitt 16,5 km pro Tag, nickte sie zustimmend: „Da Sie keinen Pausentag eingeplant haben, ist das die richtige Länge“. Ups, an einen Pausentag hatte ich überhaupt nicht gedacht!

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König-Ludwig-Weg (2) – durch Wald und Feld zum heiligen Berg

Unterwegs auf dem König-Ludwig-Weg von Starnberg (Percha) nach Andechs

18 km, Etappe 2,

gewandert am Pfingstsonntag, dem 20. Mai 2018

Gps-Track bei Komoot

Die Nacht im Gasthof „Zum Brückenwirt“ war kurz. Und laut. Zunächst hatte ich Mühe, vor 24 h einzuschlafen, weil mein Zimmer über der Wirtsstube und gegenüber der Treppe lag und ich jeden Menschen hören konnte, der entweder vom Gastraum aus zur Toilette ging, das Gasthaus verließ und vor der Tür redete oder die Treppe hinauf kam. Der Betrieb im Gastraum ging bis 23:30 h, aber auch das Aufräumen und Aufstuhlen bis 0:30 h war gut zu hören, außerdem der nicht unerhebliche Autoverkehr auf der Straße. Um 4:00 h war ich das erste Mal wieder wach, denn die Feuerwehr fuhr mit eingeschaltetem Martinshorn am Hotel vorbei und war in den nächsten zwei Stunden noch mehrmals zu hören. Um 6:20 h klingelte mein Wecker. Und ich war entsprechend müde.

Der Himmel war vom gestrigen Gewitter immer noch wolkenverhangen aus. In den Pfützen auf dem Gehweg sah man, dass es noch regnete. Frühstück gab es schon ab 6:30 h, was ich toll fand und so war ich um 6:50 h vor Ort, die erste und einzige. Nicht besonders hungrig aß ich ein Brötchen und packte mir etwas fürs Mittagessen ein (was vorher abgesprochen war 🙂 ).

Die morgendliche Routine mit dem Packen des Rucksacks gestaltete sich beim ersten Mal noch etwas umständlich, ging dann aber Tag für Tag leichter und schneller vonstatten. Auf dem Stuhl stehend sieht mein Rucksack gar nicht so groß aus, oder? Aber mit 35+10 l ist er der größte, den ich habe und für meine Zwergengröße auch durchaus angemessen. Ich habe nur eine Wechselgarnitur, Ersatzschuhe und Regenschutz mit, aber mit gefüllter Trinkblase wiegt das gute Stück fast 12 kg.

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Um 8 Uhr verließ ich das Hotel und lief zunächst den mir schon bekannten Weg am Starnberger See entlang zum Bahnhof. An der Nepomukbrücke, die heute für meinen ungestörten Übertritt heruntergelassen war, beobachtete ein Vater mit seinem jugendlichen Sohn das Treiben der Fische im Wasser, für deren Fang er hoffnungsvoll eine Angel in selbiges ausgeworfen hatte. Friedlich ruhte der See, ein Schwanenpaar machte mit seinen neun Küken einen Sonntagsausflug.

 

An der Brücke traf ich auf meinen Fernwanderweg und sah auf dem Schild: Ganze 4,2 km hatte ich gestern schon bestritten. Da ging mir durch den Kopf: „Heute ist Pfingstsonntag. An einem Pfingstsonntag ist König Ludwig mysteriös ums Leben gekommen. Nun wandele ich auf seinen Spuren.“

„Wenn im Abendrot die Schönheit der Berge verblasst, ist es kein Sterben, sondern Ruhe vor einem neuen Anfang.“ (gesehen als Kreuzinschrift in Starnberg)

Durch den parkähnlich angelegten Uferbereich, vorbei an hübschen Bootshäusern und Pavillons, dann zur Restaurantmeile am Kai führte mich mein Weg, bis ich zur Unterführung am S-Bahnhof kam.

 

An einem Kiosk erstand ich die ersten Postkarten und lernte, was es heißt, den Rucksack ab und wieder aufzusetzen. Persönlicher Beschluss: Nur noch, wenn es irgend notwendig ist. Der weitere Weg erschloss sich mir von hier an nicht. Die Kioskbesitzerin wies mir noch die Richtung („…da hinten, den Berg Richtung Söcking hinauf!“), doch schon an der nächsten Straßenkreuzung war ich wieder ratlos. Continue reading „König-Ludwig-Weg (2) – durch Wald und Feld zum heiligen Berg“

König-Ludwig-Weg (1) – es beginnt sanft

Auf dem König-Ludwig-Weg, Etappe 1 von Starnberg bis Berg

7,3 km vom S-Bahnhof Starnberg zum Hotel und von dort nach Berg.

Gps-Track bei Komoot, gewandert am Pfingstsamstag, 19.5.2018

Es ist unheimlich laut hier. Stimmengewirr und lautes Lachen. Es ist 19 h und ich sitze in der rappelvollen Wirtsstube „Zum Brückenwirt“ in Starnberg und versuche, zwischen all den Humpen schwingenden Herren nicht allzu sehr aufzufallen. Reden die Bayern eigentlich lauter als Bewohner anderer Bundesländer oder kommt mir das nur so vor? Ich bestelle mir auch eine Maß. Belohnungsbier. Der erste Tag ist geschafft.

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Rückblende: Es war Pfingstsamstag, der Wecker klingelte um 6:45 h, mein Traum, einen Fernwanderweg von Anfang bis Ende in einem Stück zu gehen, begann. Der Rucksack stand seit gestern gepackt bereit und die Zuversicht, dass sich sein Gewicht irgendwann nicht mehr so schwer anfühlen wird, groß. Um 7:20 h verließ ich die Wohnung.

Schon auf den ersten Metern keimte der Gedanke auf, dass ich wohl doch die falschen Wanderschuhe ausgewählt habe. Ich hatte mir nämlich vor einem Dreivierteljahr neue Wanderstiefel von Meindl gekauft, denn bei meinen alten Stiefeln von Lowa war die Sohle so weit abgelaufen, dass der Belag darunter schon angegriffen war. Doch mit diesen Meindl-Tretern war ich leider nicht richtig zufrieden. Obwohl sie leicht sind, eine schicke Farbe haben und ein tolles Profil, das viel Halt gibt, hätte ich gerne an den Zehen mehr Bewegungsfreiheit gehabt und an meinen Knöcheln drückte oft die Seite der innenliegenden Zunge, wenn ich sie fest schnürte. Also suchte ich schon seit ein paar Wochen nach einer Alternative, die mich nicht in Unkosten werfen sollte. In den äußerst leichten Grisport-Stiefeln fühlte ich mich auf Anhieb wohl und erwarb sie. Doch nach dem Einlaufen drückte mir der Knick, der beim Laufen entsteht, auf den Zehenansatz des großen Onkels. Noch mal beim Schumacher weiten lassen. Ja, jetzt passten sie. Ich wählte die neuen Stiefel für die Wanderung aus.

Doch die ersten Schritte vor der Haustür ließen mich an dieser Entscheidung wieder zweifeln. Dass ich aber schon an Tag 2 die Schuhe so weich gelaufen hatte, dass dieses Problem verschwinden wird, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

An der Bushaltestelle schoss mir der zweite Schrecken in die Glieder. „Wo ist eigentlich mein Handy???“ Ich konnte mich nicht erinnern, es heute morgen eingepackt zu haben! Panik! In solchen Momenten rasen die Gedanken: Wieder nach Hause rennen? Dann verpasse ich den Bus und womöglich sogar meinen Zug! Ohne Handy bin ich ggf. aufgeschmissen, wenn ich umknicke in der Wildnis und nicht mehr laufen kann! Hilfe!!! – GANZ RUHIG. Nachdenken. Wo könnte dieses in der heutigen Zeit oft als lebenswichtig angesehene Gerät denn sein? Ach ja, ich hatte es schon gestern Abend in die extra dafür vorgesehene Handy-Innentasche meiner Jacke getan. Eine Tasche, die ich sonst nie benutze. Ich tastete – und große Erleichterung machte sich breit.

So, nun kennt ihr meine klitzekleinen Panikattacken, die auftreten, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es geplant habe. Die reichten dann aber auch für den Rest der ganzen Wanderung. Thanks! 🙂

Der Bus kam pünktlich und brachte mich zum Bonner Hbf. Auch mein ICE fuhr pünktlich ein, so dass ich um 8:14 h meinen reservierten Sitzplatz einnehmen konnte. Die Fahrt am Rhein entlang ließ noch einmal schöne Erinnerungen an die Wanderungen auf dem Rheinsteig (siehe frühere Blogbeiträge) aufkeimen.

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Loreley

Doch bald vertiefte ich mich in meine Lektüre „Schritt für Schritt“ von M. Andrack. Mein Ebook-Reader war mein einziger Luxusgegenstand, den ich mitgenommen hatte, um mir die langen Anfahrten und Abende zu versüßen.

 

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Ich darf „für die Seele“ wandern!

Wanderungen für die Seele. Wunderschöne Wanderbücher mit Wohlfühlwegen aus dem Droste Verlag

Schon in das erste Buch mit „Wohlfühlwegen“ aus dem Droste Verlag, dass ich im März 2016 gekauft hatte, war ich ganz verliebt. Karl-Georg Müller, bekannt als „der Schlenderer“, hatte 20 wunderschöne Wege in der Eifel gefunden und sehr anschaulich beschrieben. Man möchte beim Lesen am liebsten sofort loswandern!

Als der Schlenderer in seinem Blog letzten Herbst erwähnte, dass es einen zweiten Band über den Rheingau und Taunus geben wird, wusste ich sofort, was ich mir fürs Frühjahr auf meine Wunschliste setzen werde. Da steht das Buch zurzeit noch, denn zunächst wanderten zwei andere, frisch gedruckte Bände dieser Reihe in meinen Einkaufskorb:

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Und auch hier finde ich das Konzept wunderbar umgesetzt. Ich habe viele neue Inspirationen für Wanderungen bekommen. Doch müssen die erst einmal warten. Ebenso die Erkundigung meines neuen Bonnpfads. Warum?

Mein neues Projekt

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Im Sauerland

Unterwegs im Schmallenberger Land, März 2018

In der Woche vor Ostern war ich mit Monika im Sauerland unterwegs. Sie hatte mir ein Wanderwochenende in ihrer Heimat zu meinem letzten Geburtstag geschenkt. Und so fuhren wir gemeinsam Ende März nach Schmallenberg.

Jetzt, da die Natur schon so schön grün ist und überall Blumen blühen und ganze Wiesen gelb färben, mag ich fast nicht die winterlichen, kahlen und teils verregneten Fotos aus dem März posten, doch waren die gemeinsamen Tage mit Monika im Sauerland so schön, dass die Dokumentation der Wege hier nicht fehlen darf. Besonders der Westfelder Rundweg lohnt sich nämlich auch jetzt in der wärmeren Jahreszeit.

Außerdem kann ich momentan hier nichts von meinen aktuellen Wanderungen berichten. Warum? Das ist noch ein Geheimnis, aber ich hoffe, euch in ein paar Tagen den für mich erfreulichen Grund berichten zu können.

Unsere erste Wanderung war ein Rundweg bei Westfeld, die zweite bei Schanze auf dem Skulpturenweg des Rothaarsteigs und die dritte Tour ging durch die Wisent-Wildnis bei Jagdhaus.

1) Westfeld-Runde mit 9,7 km * gewandert am 27. März 2018

GPS-Daten

Monika fuhr nach Westfeld in der Nähe von Schmallenberg. Dort starteten wir unsere Wanderung an der Kirche im Ort.

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Die Sonne konnte sich an diesem Tag nicht so recht entscheiden, ob sie sich gegen die mächtigen Wolken noch durchsetzen wollte oder nicht, doch blieb es zum Glück weitestgehend trocken für uns. Die Westfeld-Runde entspricht zu großen Teilen dem mit W1 ausgeschilderten Rundweg „Schwedensteig-Heidenstraße“, allerdings ist sie kürzer. Gefunden haben wir diese Wanderung auf der Internetseite zum Sauerländer Höhenflug.

Gleich zu Beginn ging es den Berg hinauf, wodurch uns schon bald wunderschöne Fernblicke beschert wurden.

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Im Tal, südlich von Westfeld, zogen noch Langläufer ihre Runden auf den letzten Schneeresten der Loipe.

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Wir hingegen kamen ganz schön ins Schwitzen, denn es ging gehörig den Berg hinauf. Sauerland eben!

Der erste Teil der Tour war geprägt von Weihnachtsbaumschulen: Fichten in allen Größen und in Reih‘ und Glied gepflanzt!

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An den Spitzen waren kleine dünne „Antennen“ mit bunten Klammern angebracht und ich fragte, wofür die wohl seien. Monika wusste es: Continue reading „Im Sauerland“

Viel zu schauen auf dem Moselsteig – Etappe 17, 2. Teil

Unterwegs auf dem Moselsteig von Senhals nach Beilstein.

Ca 10 km

gewandert am 2. April 2018

Am letzten Tag unseres Osterurlaubs liefen Doris und ich einen Teil der 17. Etappe. Diversen „Wehwechen“ unserer Füße geschuldet, sollte es bewusst keine lange Etappe sein. Außerdem stand an diesem Tag noch die Heimreise an.

Geplant war mit dem Auto nach Beilstein zu fahren, überzusetzen und mit der uns schon bekannten Buslinie weiter bis Senhals zu fahren, um dort die Etappe zu starten, denn der Bus auf der rechten Moselseite fuhr am Feiertag zu selten. Doch nachdem wir gefrühstückt und das Auto gepackt hatten, war noch so viel Zeit bis zur Abfahrt des Busses übrig, dass wir entschieden, direkt bis Senhals durchzufahren.

Und so starteten wir unsere letzte Wanderung für 2018 an der Moselbrücke zwischen Senhals und Senheim. Zumindest ist für dieses Jahr keine weitere Wanderung auf dem Moselsteig geplant. Aber man weiß ja nie….

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von Doris

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Der Doppelort Senheim-Senhals war früher schon in römischen und mittelalterlichen Zeiten ein bedeutender Ort. Hier gab es wegen einer Insel eine günstige Stelle, um auf Handels- und Pilgerwegen von Maintz bzw. Bad Kreuznach in Richtung Eifel und Flandern die Mosel zu überqueren.

In Senheim erklommen wir die Weinberge, blickten auf das in morgendlicher Ruhe liegende Senhals hinab und liefen dann auf einem sehr gemütlichen Höhenweg oberhalb der Weinberge bis Mesenich. Dort verlief der Moselsteig parallel zu einem Kulturweg, auf dem viele Steintafeln mit Sprüchen, Skulpturen sowie Büsten ortsansässiger Winzer installiert waren.

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Wir ließen uns Zeit, denn es gab viel zu sehen und zu entdecken. Interessant waren vor allem die Aktivstationen, bei denen man entweder Glücksrad für Sinnsprüche spielen oder sich im Gewichtheben üben konnte.

Den mittleren Stein konnte ich noch heben, doch beim großen ganz rechts Continue reading „Viel zu schauen auf dem Moselsteig – Etappe 17, 2. Teil“

„Gefährlicher“ Moselsteig – Etappe 18

Unterwegs auf dem Moselsteig zwischen Beilstein und Cochem

13,8 km ausgewiesene Etappenlänge. Meine Tageskilometer laut Garmin: 19,8 km

gewandert am 31. 3. 2018

Am zweiten Tag unseres Mosel-Wanderurlaubs am Osterwochenende wanderten Doris und ich die Etappe 18 des Moselsteigs von Beilstein nach Cochem. Da wir in Cochem wohnten, fuhren wir zunächst mit dem Bus, der auf dem Uferweg unterhalb unserer Pension abfuhr, nach Ellenz und setzten dort mit der Fähre nach Beilstein über. Im Internet hatten wir die Information gefunden, dass die Fähre ab Ostern wieder fahre. Heute war der Tag vor Ostern – fuhr sie nun oder fuhr sie nicht? Ein kurzer Anruf bestätigte uns: sie fährt!

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Die Busse fuhren am Osterwochenende nach dem Werktagsplan, was wir aber erst am Osterdienstag per Aushang an der Haltestelle erfuhren. Hätten wir das gewusst, wären wir schon früher aufgebrochen, denn so gingen wir davon aus, dass unser Bus erst um 11:19 h fuhr. Unser Wanderstart verschob sich dadurch auf den Mittag, was für diese Etappe etwas spät war.

Erst einmal waren wir völlig verzückt von dem hübschen Ort Beilstein. Beide hatten wir schon gehört, dass es sich um ein schönes Örtchen handeln soll und konnten dies nun nur bestätigen.

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In einem kleinen Shop erstanden wir eine Wanderkarte zum Moselsteig, da die Karten im Wanderführer bisher nicht so ganz unseren Erwartungen entsprachen. Wir wären gern noch etwas geblieben, aber wir waren ja zum Wandern hierher gekommen! Continue reading „„Gefährlicher“ Moselsteig – Etappe 18″

Moselsteig – Etappe 19: habe fertig!

Unterwegs auf dem Moselsteig zwischen Pommern, Klotten und Cochem, Etappe 19

mit Zuwegen 14,6 und 11,3 km

gewandert am 30.3. und 1.4.2018

Bei unserem diesjährigen Oster-Kurzurlaub an der Mosel quartierten Doris und ich uns in Cochem-Sehl ein. Im „Haus Erholung“ fanden wir, was der Name versprach. Doch bevor wir am Karfreitag in unser Zimmer eincheckten, wollten wir die Etappe 19 wandern. Im letzten Jahr hatten wir schon ein kleines Stück von Pommern nach Treis-Karden gemacht, es fehlten uns also noch rund 19 km dieser Königsetappe. Beide waren wir vorher krank gewesen und nicht so trainiert, so dass wir ausmachten, in umgekehrter Laufrichtung in Pommern zu starten und zu schauen, wie weit wir kämen. In Klotten gab es nämlich einen Bahnhof und der Moselsteig führte geradewegs daran vorbei. Und so ergab es sich, dass uns am ersten Wandertag der Abschnitt bis Klotten genügte und wir dafür am Ostersonntag die restlichen 6,7 km in Angriff nahmen. Da beide Teile jeweils einen starken Auf- und Abstieg beinhalteten und wir zwischen Hotel und Bahnhof weitere 3,5 km zurücklegten, reichte das für den etwas verregneten Feiertag.

1. Teil Karfreitag

Nun aber zurück zum Karfreitag, der uns freundlich begrüßte, was die Vorfreude auf die bevorstehenden Wandertage noch verstärkte. In Pommern folgten wir dem erstbesten Moselsteig-Wegweiser, verloren dann aber die Spur des Wegs. Ein freundlicher Anwohner wies uns die Richtung, was sich zwar als Fahrstraße Richtung Klotten herausstellte, nicht aber der gewünschte Wanderweg war. Kein Problem, wir sind ja des Lesens einer Wanderkarte mächtig (die wir allerdings erst einen Tag später erstanden haben – hier war es das Wandernavi 🙂 ). Wir folgten nur ein ganz kurzes Stück der kurvenreichen Straße, die sich zwischen Weinbergen den steilen Hang hinaufschob und erreichten eine Kreuzung mit dem Moselsteig. Nun liefen wir beschwingt in leichtem Auf und Ab auf unserem Wanderweg unterhalb der riesigen, weißen Sonnenuhr von Pommern hindurch, linkerhand den Blick auf die Mosel gerichtet.

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Da noch kein Grün an den Bäumen war, suchten meine Augen jede noch so kleine Farbigkeit am Wegesrand: die ersten Schmetterlinge, Buschwindröschen oder leuchtend gelbe Flechten.

Kurz überlegte ich, dass ich dieses Beige-Braun nun wohl immer mit dem Moselsteig in Verbindung bringen werde, wenn wir ihn jedes Jahr um Ostern herum wandern werden. Zum Glück ist das Osterfest nicht fix. Letztes Jahr war die Natur nämlich weiter gewesen, doch die Weinberge werden wohl immer nur braun in Erinnerung bleiben.

Schon bald sollten wir den Blick auf die Mosel für ein längeres Stück vermissen, Continue reading „Moselsteig – Etappe 19: habe fertig!“