Von Locarno nach Cannobio/ Italien

Ausflug von Locarno aus nach Cannobio in Italien

Kleine Wanderung um den Ort herum, ca 10 km, gelaufen am 25. August 2017

Gpx-Track unter: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/verbano-cusio-ossola/cannobio-rundweg/112430144

Die Berghänge an der Nordwestseite des Lago Maggiore fallen steil zum Ufer hin ab und dennoch wurde jeder Quadratzentimeter ausgenutzt, dort zu bauen. Die Uferstraße schlängelt sich an senkrechten Felswänden und eng an der Straße stehenden Häusern vorbei. Zum See gibt es oft nur ein Geländer. Wenn ein Reisebus vorbei will, wird es eng. Die 17 km lange Strecke von Locarno nach Cannobio ist stark befahren. Der italienische Ort am See begrüßt uns mit Flair. Sonntags soll es in Cannobio einen tollen Markt geben, wir sind aber an einem Freitag hier, unserem letzten Ferientag im Tessin.

In der Nähe des großen Strandbads können wir den gesamten Tag kostenlos parken. Wir schlendern etwas am Ufer entlang und beobachten die vorbeigleitenden Segelboote und Ausflugsschiffe. Ein Paddelboot mit zwei Insassen geht an Land und ein weißer Käfer, äh… ein Tretboot schaukelt auf dem See. Ich laufe etwas mit bloßen Füßen durchs angenehm laue Wasser.

Unser Weg führt uns an der Uferpromenade des Städtchens entlang nach Süden.

Diese Sitznischen an der Ufermauer gibt es dort überall. Nett, oder?

Die Promenade endet an einem Hostel mit Privatzugang bzw. einem großen Felsen dahinter, so dass wir uns neugierig nach rechts wenden und eine steile Straße hinan steigen. Die endet an der Bundesstraße. Auf der anderen Straßenseite sieht es so aus, als würde man in den Wald kommen. Eine Wandertafel empfiehlt einen Weg entlang des Flusses Cannobio ins Landesinnere bis zu einer Kirche Sant Anna und auf dem gegenüberliegenden Ufer wieder zurück, also quasi einmal um Cannobio herum. Wäre das nicht was für uns? Ein bisschen die Füße vertreten, anstelle nur Besichtigungen wie gestern? Au ja! Gedacht – angetreten. Wir hatten zwar nicht unsere Wanderschuhe an, aber bequeme Trekkingsandalen. Ich zumindest 🙂

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Nein, da wollen wir nicht hoch!
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Blick zurück auf Cannobio

Hübsch windet sich der Weg entlang der äußersten Häuserreihen des Ortes am bewaldeten Berghang entlang, um dann ganz in den Wald einzutauchen. Den Weg müssen wir öfter etwas ahnend suchen, denn die Beschilderung, die gleichzeitig auch für die Radfahrer gilt, ist nur an manchen Stellen eindeutig. Der Weg führt stetig bergauf, teils ist er gepflastert und leicht gestuft (aber trotzdem ein Radweg!), teils sehr urwüchsig über kleine Bachläufe mit Mini-Wasserfällen hinweg. Auch handelt es sich wohl um einen Themenweg zum Wasser, denn an mehreren Stellen gibt es kleine, gläserne Häuschen. Die waren leider alle abgeschlossen und die Erklärungen auf den Tafeln nur in italienisch, aber wir haben vermutet, dass es um eine Quelle, um Wasseraufbereitung und wahrscheinlich um den Treibhauseffekt geht.

Dann kommen wir näher an den Cannobiofluss heran und hören schon von Weitem, dass da ordentlich die Post abgeht. Hier kann man anscheinend in jedem Fluss baden!

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Cannobiofluss

 

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Beliebte Badestelle

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Wir durchqueren einen Campingplatz, weil wir leider den richtigen Abzweig verpassen. Hier machen viele Deutsche Urlaub, so dass wir mit Hilfe einer netten Urlauberin den richtigen Weg zur Kirche Sant Anna erklärt bekommen.

An der Kirche angekommen verengt sich plötzlich das Tal zu einer sehr tief eingeschnittenen Schlucht. Davor befindet sich auch wieder eine belebte Badestelle. Der letzte Treppenaufstieg zur Kirche fordert die letzten Reserven, aber ich schnaufe nicht so sehr, wie die drei Taucher neben mir, die die Stufen hoch steigen und die neben ihrer Leibesfülle auch noch ihre volle Montur tragen müssen. Macht nichts, in der Kirche kann man ja wieder abkühlen :-). Von dem Gotteshaus habe ich keine Fotos gemacht, weil es mich irgendwie nicht ansprach und innen zu dunkel war, aber die beiden Brücken daneben, die die tiefe Schlucht überqueren, finde ich sehr hübsch. Siehst du das kleine gelbe Schlauchboot ganz unten? Sooo tief!

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Dann geht es, immer entlang des Flusses, wieder zurück ins Tal nach Cannobio und an den See. Etwas k.o. kommen wir am Lido an und gönnen uns ein wohlverdientes „Belohnungsbier“. Und wer denkt, die Schweiz sei teuer, dem sei gesagt, dass dieses Bier 5,- € kostete!! Aber seinen Erfrischungsdienst hat es getan.

Letztlich hat sich also diese kleine, als Spaziergang begonnene Tour doch zu einer insgesamt 10 km langen Wanderung entwickelt. Ein gelungener Abschluss unseres Sommerurlaubs im Tessin.

4 Antworten auf „Von Locarno nach Cannobio/ Italien

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