Waldmythenweg – Bergischer Streifzug 23

Unterwegs auf dem Bergischen Streifzug Nr. 23

12,8 km
gelaufen am 03. Oktober 2017
gpx-Track unter: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/bergisches-land/waldmythenweg-waldbroel–mit-hunden/106576675/

Das Wetter ist uns an diesem Tag der Deutschen Einheit nicht besonders hold. Kalt und überwiegend regnerisch präsentiert sich das Bergische Wanderland, in dem es 24 Premium – Themenwege gibt, von denen Doris und ich heute einen erwandern wollten: den Waldmythenweg bei Waldbröl.

„Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter ist eine Welt voller Märchen und Wunder.“  (Theodor Heuss)

„Dieser Streifzug geht den faszinierenden Mythen des Waldes auf den Grund. Dabei gibt es auf den insgesamt elf Infotafeln am Wegesrand geheimnisvolle Wesen zu entdecken, von denen die Menschen seit Jahrtausenden annehmen, dass sie im Wald zu hause sind: Kobolde, Zwerge, Feen, Elfen, Riesen oder auch der böse Wolf.“ (Auszug http://www.bergisches-wanderland.de)

Die Fahrt durchs Bergische zum Startpunkt an der Vierbuchermühle gestaltete sich noch recht schön, aber kaum sind wir ausgestiegen und haben unsere Wanderstiefel geschnürt, geht ein heftiger Regenschauer hernieder. Wir stellen uns erst einmal bei den Angelhütten am nahgelegenen Teich unter und warten ab.

Am Dach des Unterstands entdecke ich interessante Insekten, bestimmt 10 Stück. Was sind das für Tiere?

Libellen im Larvenstadium? Ich weiß, dass Libellen zuerst als Larve, sogenannte „Jungfer“, einige Zeit unter Wasser leben. Bei Wikipedia lese ich, dass sie zum Schlüpfen, also zur Häutung und Entwicklung zur Libelle im letzten Stadium an Land gehen. Ich finde dort auch ein kleines Filmchen, was diesen Vorgang einer männlichen Libelle zeigt, deren Vorgängerstadium sehr den Tieren hier auf den Bildern ähnelt. Aber wann schlüpfen diese wohl? Ich habe solche Tiere zuvor noch nicht gesehen. Wer es weiß, ob es sich hier tatsächlich um Libellen handelt oder etwas anderes, schreibt es mir bitte in die Kommentare!!

Nachdem der Regen ein kleines bisschen nachgelassen hat, spannen wir unsere Schirme auf uns laufen los. Der Weg verläuft ein kurzes Stück parallel mit dem Bergischen Panoramasteig, einem 244 km langen Rundweg. Ich möchte diesen Weg gerne auch einmal laufen, jedoch sind die einzelnen Etappen nicht so leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, was eine durchgehende Wanderung mit Übernachtungen bedeuten würde. Da ich nicht weit weg wohne, fände ich das unnötig. Mal sehen, wie ich es mache…

DSCN5581

Die informativ und schön gestalteten Tafeln am Wegesrand informieren sowohl über die Entstehung und das Bekanntwerden des Ortes Waldbröl als auch über mythologische Figuren des Waldes wie Zwerge, Elfen & Feen oder Einhörner. Es gibt nicht nur etwas für die Augen zu lesen und zu schauen, sondern auch etwas zu hören, besonders geeignet für Kinder. Dafür muss man aber zuerst lange an einer Kurbel drehen, um den Strom in Gang zu setzen.

Die Bäume beginnen sich schon deutlich gelb zu färben. Schön, wenn dann auch mal ein Sonnenstrahl darauf fällt.

Doch es überwiegen die noch nassen Aussichten:

Wir passieren das Tal des Hufener Baches mit einer Ziegen- und Schafherde und erklimmen einen kleinen Hügel. Da bricht endlich mal die Sonne durch die Wolken und lässt Teile des Himmels blau erstrahlen.

Wir passieren den Ort „Hausen“. Eigentlich führt der Weg daran vorbei, aber wir sind auf der Suche nach einem Dorfplatz mit Hütte oder einem Bushaltestellenhäuschen, um im Trockenen Picknick machen zu können und laufen daher bewusst durchs Dorf. Leider Fehlanzeige.

Hinter dem hübschen kleinen Örtchen erklimmen wir die Höhen über einen – was erwartet man anderes – nassen Wiesenweg. Die freundliche Einladung von zwei Anwohnern zu einem Mittagsbierchen lehnen wir dankend ab. Am Waldrand der Anhöhe „Auf der Huth“ finden wir eine annähernd trockene Bank unter schützenden Bäumen für unseren Imbiss. Eine schöne Aussicht bietet sich uns über die Hügel des Bergischen Landes.

Doch es dauert nicht lange und wir müssen die Schirme über uns und unserem Essen aufspannen. Der Spott oder auch das Mitleid der vorbeikommenden Wanderer ist uns sicher. So schnell kann sich die Aussicht wandeln:

Weiter geht es wieder durch den Wald, vorbei an dem Gelände von „Panarbora“, dem Umweltbildungsstandort, der eine Jugendherberge mit Erlebnischarakter (wohnen in Baumhäusern etc.) und einen Baumwipfelpfad beherbergt (mehr Infos unter http://www.panarbora.de). Man streift allerdings nur den Baumwipfelpfad. Um hinauf zu gelangen, müsste man einen nicht ausgeschilderten Abstecher zum Eingang von Panarbora machen oder nach der Wanderung dort vorbeifahren.

Zwei fast perfekt runde „Hexenringe“ aus mir unbekannten Pilzen finde ich im Moos:

„In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte.“  (Franz Kafka)

Der Weg tritt wieder aus dem Wald hinaus. Über mittlerweile teils sonnige Wiesen verläuft der Weg am Ort Helten vorbei und dahinter hinauf auf die Höhen, von wo aus man einen sehr schönen Blick hat.

Ein lohnender Abschluss einer schönen Wanderung, die sich bei schönerem Wetter bestimmt um so mehr lohnt.

Spruch an einer der Stationen:

Pflanz‘ einen Baum, mein Freund, und lass dich mahnen:

Pflanz‘ einen Wald, wenn du irgend kannst! 

Frag nicht, wer einst in seinem Schatten tanzt,

und denke nur, es haben deine Ahnen,

die dich nicht kannten, auch für dich gepflanzt.

 

Ausflug nach Panarbora:

3 Antworten auf „Waldmythenweg – Bergischer Streifzug 23

  1. Hallo Aurora,
    stell dir mal vor die Politik würde das Wetter machen 😂
    Sonnenschein ist mir natürlich auch lieber, für mich zählt hauptsächlich das ich in die Natur komme. LG Nina

    Gefällt mir

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