Rheinsteig (15) – ich überwinde meine Grenze

Unterwegs auf dem Rheinsteig zwischen Filsen und Kestert

ca 15 km, gewandert am 17. März 2016, offizielle 12. Etappe (zweiter Teil) & 13. Etappe, meine persönliche Etappe 15

gpx-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/romantischer-rhein/rheinsteig-12.-etappe-teil-b-und-13.-etappe-von-filsen-nach-kestert/113558024/

Mal was anderes: In einem Wanderblog las ich folgenden Satz einer Wanderin, die vor einem Wegweiserschild stand: „Ich wollte gerade aus wandern.“

Ich finde die Doppeldeutigkeit dieses Schreibfehlers total nett, da die Dame sich zufälligerweise auch nahe der deutschen Grenze befand. Wollte sie nun die Richtung beibehalten und  geradeaus wandern oder wurde es ihr in Deutschland zu blöd und sie wollte tatsächlich gerade auswandern?

Ich bin immer wieder fasziniert, wie man mit unserer Sprache spielen kann und durch kleine Nuancen Stimmungen erzeugen, aber auch den Sinn völlig verändern kann. Kennt ihr ähnliche Sätze? Schreibt sie mir doch mal in die Kommentare, bitte!

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Im Jahr 2016 ging mein Rheinsteigabenteuer natürlich weiter, aber nur langsam. Ich kam nicht so oft dazu, mein Ziel weiter zu verfolgen. Zunächst „holte“ ich die bis jetzt ausgelassenen Rheinsteigkilometer rund um meine Heimat „nach“. (Siehe Blogbeitrag: „Rheinsteig (6, 14, 16 & 20) – Nachsitzen“)

Sobald die Tage länger wurden, konnte ich auch wieder mehr Kilometer einplanen, aber auch die weiteren Anfahrten mussten zeitlich nun mit einbezogen werden. Während der Planungen schreckten mich aber leider auch Beschreibungen in meinem Wanderführer über steile, rutschige Passagen ab, für die man unbedingt Schwindelfreiheit und Trittsicherheit brauche. Von einem Klettersteig bei St. Goarshausen las ich und konnte auch auf (Online-)Karten erst nicht erkennen, ob man den gehen muss oder umgehen darf! Da lief mein Kopfkino auf Hochtouren! Ich suchte nach YouTube-Videos, die mir sichtbare Hinweise geben würden. Erst die Erfahrung vor Ort gab mir nach und nach die Sicherheit, dass „nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde“ und dass ich diese „besonderen Wegbeschreibungen“ in Zukunft etwas ignorieren konnte. Es war nämlich alles gar nicht schlimm!

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in Filsen

Im März war es dann endlich so weit: Ein toller Tag, kein einziges Wölkchen trübte den tiefblauen Himmel. Rheinstieg, ich komme! „Rheinsteig (15) – ich überwinde meine Grenze“ weiterlesen

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Mystisch – schöner Rheinsteig (13)

Unterwegs auf dem Rheinsteig von Braubach nach Osterspai

11, 8 km, Teil der offiziellen 12. Etappe, meine persönliche Etappe 13

gewandert am 28. Dezember 2015

gpx-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/romantischer-rhein/rheinsteig-12.-etappe-teil-a-von-braubach-bis-osterspai/113544510/

Nach den Weihnachtsfeierlichkeiten im Jahr 2015 sollte es noch eine letzte Rheinsteigwanderung im alten Jahr sein. Bei uns in Bonn war strahlender Sonnenschein und ein mildes Klima angesagt, ein wunderbarer Winterwandertag! Ab ins Auto und nach Braubach!

Doch je näher ich der Koblenzer Bucht und schließlich Braubach kam, desto dichter wurde der Nebel oder Dunst. Als ich ausstieg, stand ich in einer feuchtkalten grauen Einheitssuppe. Och nö!! So haben wir nicht gewettet! Bei hoher Luftfeuchtigkeit laufe ich doch immer so langsam…..! Soll ich überhaupt losgehen? Brr, ist das kalt! Ich wollte doch so schöne Ausblicke genießen heute!

Zwei Autos neben mir schnürte sich gerade ein junges Wanderpärchen die Stiefel. Was die können, kann ich auch! Genug gezögert und gejammert!

Genau wie das Wanderpärchen führte mich mein erster Weg in die örtliche Touristeninformation. Ich bekam dort gleich drei Stempel für meinen Wanderpass. Danach traf ich wieder mal eine für mich sehr typische Entscheidung: auf dem Burgberg mit der Marksburg, die sich stolz über Braubach erhebt, bin ich schon zweimal gewesen. Heute war absolut kein Ausblick zu erwarten und am Ende ginge es sowieso den Berg wieder hinab. Also, warum unnötig hoch kraxeln, wenn ich auch außen um den Berg herumgehen kann? Gedacht – getan! Der Weg war zwar nicht schön, aber einfach zu gehen. Erst bei der Bartholomäuskapelle traf ich wieder auf den Rheinsteig und dort auch wieder auf das Wanderpärchen, das den „richtigen“ Weg gegangen war.

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