Viel zu schauen auf dem Moselsteig – Etappe 17, 2. Teil

Unterwegs auf dem Moselsteig von Senhals nach Beilstein.

Ca 10 km

gewandert am 2. April 2018

Am letzten Tag unseres Osterurlaubs liefen Doris und ich einen Teil der 17. Etappe. Diversen „Wehwechen“ unserer Füße geschuldet, sollte es bewusst keine lange Etappe sein. Außerdem stand an diesem Tag noch die Heimreise an.

Geplant war mit dem Auto nach Beilstein zu fahren, überzusetzen und mit der uns schon bekannten Buslinie weiter bis Senhals zu fahren, um dort die Etappe zu starten, denn der Bus auf der rechten Moselseite fuhr am Feiertag zu selten. Doch nachdem wir gefrühstückt und das Auto gepackt hatten, war noch so viel Zeit bis zur Abfahrt des Busses übrig, dass wir entschieden, direkt bis Senhals durchzufahren.

Und so starteten wir unsere letzte Wanderung für 2018 an der Moselbrücke zwischen Senhals und Senheim. Zumindest ist für dieses Jahr keine weitere Wanderung auf dem Moselsteig geplant. Aber man weiß ja nie….

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von Doris

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Der Doppelort Senheim-Senhals war früher schon in römischen und mittelalterlichen Zeiten ein bedeutender Ort. Hier gab es wegen einer Insel eine günstige Stelle, um auf Handels- und Pilgerwegen von Maintz bzw. Bad Kreuznach in Richtung Eifel und Flandern die Mosel zu überqueren.

In Senheim erklommen wir die Weinberge, blickten auf das in morgendlicher Ruhe liegende Senhals hinab und liefen dann auf einem sehr gemütlichen Höhenweg oberhalb der Weinberge bis Mesenich. Dort verlief der Moselsteig parallel zu einem Kulturweg, auf dem viele Steintafeln mit Sprüchen, Skulpturen sowie Büsten ortsansässiger Winzer installiert waren.

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Wir ließen uns Zeit, denn es gab viel zu sehen und zu entdecken. Interessant waren vor allem die Aktivstationen, bei denen man entweder Glücksrad für Sinnsprüche spielen oder sich im Gewichtheben üben konnte.

Den mittleren Stein konnte ich noch heben, doch beim großen ganz rechts musste ich passen. Bei der nächsten Station sollte man sein eigenes Gewicht mit Steinen aufwiegen, da aber andere Leute beide Waagschalen schon mit Steinen vollgepackt hatten, hatten wir keine Lust dazu.

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Imposant war aber der „Mesenicher Steinreichskopp“:

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Es gab viel zu Schauen auf diesem Weg. Durch Mesenich selber führte der Moselsteig nicht, doch jenseits des Örtchens ging es wieder durch die Weinberge auf Moselniveau hinab nach Briedern.

Hinter der Keller Geister GmbH wurde der Weg wieder idyllischer und wand sich steil eine kleine Anhöhe hinauf. Auf einer Bank in der Sonne machten wir ein kurzes Päuschen. Schön hier!

Dann ging es durch die Briederner Schweiz an der Hangkante der Moselschleife entlang. Wieder ein wunderschöner Weg, vor dem aber wieder mit Schildern gewarnt wird: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gefragt. Weg nur für geübte Wanderer!

Ganz ehrlich: Hier ist die Vorsicht meiner Meinung nach etwas übertrieben! Der Weg führte die ganze Zeit durch den Wald und nur an zwei ganz kleinen Stellen musste man sich etwas konzentrieren. Der Weg war einfach nur toll!! (Es gab allerdings auch einen Alternativweg über den Berg)

Langsam schraubte sich der hübsche Weg hinauf auf die Höhe, wo wir an einem alten jüdischen Friedhof vorbei auf eine einzeln stehende Kapelle zu liefen.

Hier machten wir dann unsere Mittagspause, bevor wir nach Beilstein abstiegen. Die hoch über dem Ort thronende Burg Metternich lag direkt unter uns.

In Beilstein besuchten wir zuerst die große Klosterkirche, vor deren Tür ein Café mit einer tollen Aussicht punktet und im Anschluss das hübsche verwinkelte Örtchen. Eine Kaffeepause mit leckeren Waffeln durfte natürlich auch nicht fehlen!

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Zum Schluss ging es mit der Fähre wieder über die Mosel und mit dem öffentlichen Bus zurück nach Senhals, wo das Auto stand.

 

Im Anschluss besuchten wir aber noch die Römergräber oberhalb von Nehren, die etwas abseits vom Moselsteig liegen.

Hier geht es dann nächstes Jahr wieder weiter. Freu mich drauf!

 

(Ich danke Doris für die Überlassung ihrer Fotos)

4 Antworten auf „Viel zu schauen auf dem Moselsteig – Etappe 17, 2. Teil

  1. Offenbar wird Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert, sobald irgendwo „Schweiz“ draufsteht. Ihr habt’s jedenfalls geschafft. 🙂 Dabei haben wir in der Schweiz so viele schöne Wanderungen, die überhaupt nicht anspruchsvoll sind.

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