Ich darf „für die Seele“ wandern!

Wanderungen für die Seele. Wunderschöne Wanderbücher mit Wohlfühlwegen aus dem Droste Verlag

Schon in das erste Buch mit „Wohlfühlwegen“ aus dem Droste Verlag, dass ich im März 2016 gekauft hatte, war ich ganz verliebt. Karl-Georg Müller, bekannt als „der Schlenderer“, hatte 20 wunderschöne Wege in der Eifel gefunden und sehr anschaulich beschrieben. Man möchte beim Lesen am liebsten sofort loswandern!

Als der Schlenderer in seinem Blog letzten Herbst erwähnte, dass es einen zweiten Band über den Rheingau und Taunus geben wird, wusste ich sofort, was ich mir fürs Frühjahr auf meine Wunschliste setzen werde. Da steht das Buch zurzeit noch, denn zunächst wanderten zwei andere, frisch gedruckte Bände dieser Reihe in meinen Einkaufskorb:

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Und auch hier finde ich das Konzept wunderbar umgesetzt. Ich habe viele neue Inspirationen für Wanderungen bekommen. Doch müssen die erst einmal warten. Ebenso die Erkundigung meines neuen Bonnpfads. Warum?

Mein neues Projekt

Ich darf nämlich auch so ein Buch schreiben! Zusammen mit der sehr erfahrenen Wanderbuchautorin Ingrid Retterath (Blog Fernwehkinder) schreibe ich den Band „Wanderungen für die Seele. Wohlfühlwege an Rhein, Ahr und Erft.“

Heute habe ich den Vertrag unterschrieben, jetzt ist alles abgemachte Sache und ich darf euch endlich verraten, warum ich meine aktuellen Touren hier zurzeit nicht veröffentlichen kann (siehe letzter Beitrag). Ich bastele fleißig an den schönsten Routen, die noch nicht jeder kennt, brüte über Karten, erstelle online Tracks und laufe manch einen Weg zweimal, weil sich eine Wegstrecke beim ersten Erwandern als ungeeignet erweist oder eine Aussicht bei schönerem Wetter bzw. anderer Vegetation zu einem späteren Zeitpunkt nochmal abgelichtet werden möchte. Mitwanderer bestätigten mir bereits die „Tauglichkeit“ meiner Wanderrouten.

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Mir macht das alles unheimlich viel Spaß. Da ich mit meiner „normalen Arbeit“ (sprich: Broterwerb) jedes Jahr zwischen Himmelfahrt und Sommerferien besonders viel zu tun und daher meistens keine Zeit zum wandern habe, muss ich mal schauen, wie ich alles unter einen Hut bekommen werde. Im Moment überwiegen die schönen Erlebnisse! Und positiver Stress ist doch auch schöner Stress, oder 🙂 ?

Neben dem Wandern erkunde ich natürlich auch Einkehrmöglichkeiten. Schließlich muss ich ja prüfen, was ich empfehlen kann 🙂 . Und so lernte ich schon nette kleine Cafés mit leckerem Kuchenangebot kennen, durfte auf einem Ziegenhof den frischen Käse kosten oder den würzigen „Beethovenbrand“, einen Edelbrand aus Apfelwein aus der Brennerei Brauweiler in Meckenheim.

 

 

Seid gespannt auf das Buch. Aber etwas Geduld müsst ihr noch mitbringen, denn ich vermute, dass es erst im Frühsommer 2019 herauskommen wird.

Was steht sonst noch an?

Der König-Ludwig-Weg  –  auf den Spuren des Märchenkönigs

Meine für dieses Jahr geplanten Wanderreisen nach Bayern und zum Saar-Hunsrück-Steig werde ich natürlich trotzdem machen. Besonders aufgeregt bin ich bezüglich meines kommenden Abenteuers: die 117 km lange Wanderung auf dem König-Ludwig-Weg.

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Das erste Mal werde ich eine Woche lang unterwegs sein, d.h. mit meinem gesamten Gepäck wandern. Das ist ein Novum für mich, was mich entsprechend aufgeregt sein lässt, wenn ich daran denke. Ich wünsche mir so sehr, dass meine Füße und Gelenke das mitmachen!

Der König-Ludwig-Weg startet in Berg am Starnberger See und geht bis Füssen im Allgäu, einmal durch den Pfaffenwinkel. Kloster Andechs, Kloster Wessobrunn und die Wieskirche werden auf meinem Weg sein, am Start die Votivkapelle Ludwigs an der Stelle, an der er tot im Starnberger See aufgefunden wurde sowie die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau am Ende der Wanderung.

Der Weg durch das bezaubernde Alpenvorland soll eigentlich nicht schwer sein. Insgesamt sind nur 1650 hm zu bewältigen, doch gilt er als mittelschwer, weil die im Buch beschriebenen Etappen teils 27 km lang sind. Da ich noch nie mit schwerem Gepäck gewandert bin, will ich mich nicht übernehmen und habe mir die 110 km in 8 Etappen aufgeteilt, wobei ich am An- und Abreisetag nur recht kurze Wege haben werde.

Ich wäre viel lieber ohne Gepäck gewandert und hätte sehr gerne den Gepäckservice eines Reiseveranstalters in Anspruch genommen, aber die allermeisten Reiseveranstalter bieten so eine Wanderreise nicht für nur eine Person an. Eine echte Marktlücke!

In ein paar Wochen geht es los. Freut euch auf meine Berichte vom K-L-W. Dieses Mal werde ich chronologisch berichten 🙂

Tag 1: Anreise mit Zug & Bus, Wanderung von Berg nach Starnberg (oder umgekehrt, je nach Busfahrplan)

Tag 2: von Starnberg nach Andechs

Tag 3: von Andechs nach Wessobrunn (mit Schifffahrt über den Ammersee)

Tag 4: von Wessobrunn nach Hohenpeißenberg

Tag 5: von Hohenpeißenberg nach Wildsteig

Tag 6: von Wildsteig nach Halblech-Berghof

Tag 7: von Halblech-Berghof nach Hohenschwangau

Tag 8: von Hohenschwangau nach Füssen, Heimfahrt mit dem Zug

Wünscht mir trockenes Wetter, eine gute Kondition und ein tolle Sicht auf meine geliebten Berge!

21 Antworten auf „Ich darf „für die Seele“ wandern!

  1. Karl-Georgs Bücher sind super schön geschrieben und die Wanderungen sind Geheimtipps. Ich habe das neue Buch „Rheingau und Taunus“ schon hier bei mir liegen… ich durfte ihn bei einer Wanderung begleiten und bin „im Bilde“ 😉 Liebe Grüße!

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    1. Ja, da kann ich dir nur beipflichten.
      Ich finde jetzt ‚meine Gegend‘ nicht ganz so „wanderig“ wie beispielsweise die Eifel, Ingrid und ich werden uns aber bemühen, euch die schönsten Ecken rauszusuchen.

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  2. Liebe Aurora,

    ich wünsche Dir viel Spaß beim wandern, fotografieren und schreiben. Ich bin unendlich dankbar, dass diesen Job Menschen übernehmen, die dafür eine Leidenschaft entwickeln können. So stirbt diese wunderschöne Bücherreihe nicht aus. „Wandern für die Seele“ gehören zu meinen absoluten Favoriten in der Wander-Bücherecke.

    Liebe Grüße und viel Spaß bei Deinen Unternehmungen
    Elke

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  3. Toll! Sowohl das Buch als auch dein nächstes Wanderprojekt in Bayern. Da sind wir ja mal gespannt! Wir persönlich haben uns an das Wandern mit Gepäck voll gewöhnt. Man muss halt konsequent auf das Gewicht achten. 🙂

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  4. Das ist ja eine großartige Neuigkeit – herzlichen Glückwunsch! Zwar wird viel Arbeit auf dich zukommen, aber ich bin mir sicher, dass du viel Freude beim Wandern und Schreiben haben wirst. Vielleicht kannst du ja ab und zu ein Update zum aktuellen Stand deines Buchprojekts posten?
    Viele Grüße, David

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  5. Super! Es freut mich, dass die wirklich tolle Reihe so wunderbar fortgesetzt wird. Ich wünsche Dir sehr viel Freude beim Wandern (die wirst Du, unabhängig vom Buch, sicher sowieso haben) und später beim Schreiben. 🙂 … und im nächsten Jahr wandert dann Dein (oder richtiger: euer) Buch auf meinen Lesetisch. 😉

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    1. Lieber Georg, welch „hoher Besuch“ in meinem Blog! 🤗
      Ich freue mich riesig über deinen Kommentar und werde mich jetzt noch mehr anstrengen. Gestern wanderte eine Tour direkt in die Tonne. Zu langweilig. Es war trotzdem schön für mich, dort zu wandern. Und erst die Einkehr nachher ….. mmh!
      Aber da kann ich dich direkt mal um Rat fragen: eine kurze, aber anstrengende Wanderung mit alpinem Charakter, also Kraxelei, an der Ahr – gehört die ins Kozept? Für meine Seele wäre sie was, weil abenteuerlich, aber entspannend wäre was anderes. Bin gespannt, was du dazu sagst.

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      1. Warum nicht? Wenn’s der Seele guttut … Entspannung kann ja gut nach einer Spannung kommen, vielleicht sogar umso intensiver. Du hast 20 Touren, mit denen Du eine breite Palette an „Seelenwanderungen“ abdecken kannst. In mein neues Buch habe ich eine 26 Kilometer lange Wanderung aufgenommen, die für viele Genusswanderer auch jenseits des Entspannenden sein wird. Aber die Strecke im nördlichen Taunus mit einem Schlenker zur Lahn gab es her, diese schöne, wenn auch lange Runde daraus zu flechten.

        Vielleicht kannst Du zum anstrengenden Teil für diejenigen, die sich nicht so abmühen wollen oder können, eine Umgehung einbauen? Bei der genannten Tour war dies möglich, die Rückfahrt mit der Bahn (und damit die Verkürzung der Gesamtstrecke) ist ohne große Schwierigkeiten machbar.

        Die Ahr bietet sich natürlich auch für Kraxeleien an. Hätte ich das Verlagsangebot angenommen und im nächsten Jahr ein Moselbuch geschrieben, wäre sicher auch die eine oder andere Kraxelei hinzugekommen. Und wie gesagt, Du hast 20 Touren, die ja auch im Anspruch ruhig unterschiedlich sein können. Und eine Herausforderung kann auch immer schön und gut für die Seele sein. 🙂

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  6. Was bin ich stolz auf dich! Das ist ja ein mega Projekt, das dir da – zurecht – in den Schoß gefallen ist. Wie freue ich mich für dich!
    Viel Freude damit – und natürlich auch auf deinem ersten Mal mit Gepäck. Ich halte es da mit LECW – wandern ohne fühlt sich für mich komisch an.
    War letztens einen Tag auf dem Heidschnuckenweg mit Tagesrucksack und hatte das Gefühl, zu betrügen, so schnell, wie ich unterwegs war 😊😊

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