Als es begann…

 

Heute vor einem Jahr ist mein Blog geboren!

 

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Letztes Jahr im Juli kam ich von einem wunderschönen Wanderkurzurlaub auf dem Saar-Hunsrück-Steig zurück und hatte das starke Bedürfnis, allen davon zu berichten und Fotos zu zeigen, wie sehr es mir auf meiner bzw. unserer Wanderung gefallen hat, denn meine Freundin Doris war auch dabei. Damals nahmen wir uns vor, den Saar-Hunsrück-Steig nun in jedem Sommer Stück für Stück zu erobern.

Ich lese schon länger diverse Blogs über Wanderungen. Und so reifte der Gedanke: Warum also nicht selber schreiben? Und was soll ich sagen, es macht mir sehr großen Spaß. Ich sitze an einem Bericht zwischen 2 und 4 Stunden, je nach Länge der Wanderung und allgemeiner Inspiration. Für mich aufwändig ist es, die Fotos auszuwählen und zu komprimieren. Und dann finde ich immer wieder etwas, was ich noch umschreiben möchte, so dass es tatsächlich mehrere Stunden dauert, bis ein neuer Artikel veröffentlicht wird. Deshalb kommen die auch oft so spät in der Nacht heraus 🙂

Eure bisher durchweg positiven Rückmeldungen tun mir sehr gut und ich freue mich, wenn euch die Beiträge gefallen. Die neue Datenschutzverordnung forderte mich sehr und ließ mich etwas daran zweifeln, ob ich all dem gerecht werden und den Blog* weiterführen kann. Ich hoffe sehr, dass man privaten Blogs diesbezüglich keine weiteren Steine in den Weg legt.

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Lust auf Statistiken?

In den letzten 12 Monaten habe ich 74 Beiträge veröffentlicht. Das ist statistisch gesehen mehr als einer pro Woche. Das kam mir gar nicht so vor 🙂

Mein Blog hatte 2073 Besucher und 7075 Gesamtaufrufe. 74 Abonnenten folgen mir bis heute. Es gab 635 „Likes“ und 233 Kommentare.

Es lesen meine Texte Menschen in Deutschland (über 6200 Klicks), in der Schweiz und in Österreich, gefolgt von Lesern aus den USA und Kanada. (Wer das wohl ist? Ich kenne da niemanden). Insgesamt aus 39 Ländern gab es Klicks zu meinem Blog, u.a. aus Japan, Brasilien, Kenia, China, Serbien und Aserbaidschan. Allerdings frage ich mich, welches Land genau mit „Europäische Union“ gemeint ist?

In 2017 war neben der Startseite mit dem jeweils aktuellsten Bericht der Beitrag „Keine Höhenangst am Oelsbergsteig“ der am häufigsten aufgerufene, in 2018 war es die Seite „Wandern ist für mich…“, gefolgt von meinem Beitrag zum „Mystery Blogger Award“.

Obwohl ich nicht bei Facebook und erst seit Kurzem bei Instagram vertreten bin, kann man meinen Blog finden, auch wenn man solch verschriebene Suchbegriffe wie „rhei steig mit weinhaüschen“ eingibt 🙂 .

Elke Bitzer war meine allererste Abonnentin und war auch diejenige, die mich ermutigt hatte, einen eigenen Blog zu starten. Sie hilft mir als erfahrene Bloggerin stets weiter, wenn ich Fragen habe. Liebe Elke, ganz lieben Dank dafür!

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Anfangs habe ich über die aktuellen Wanderungen geschrieben und dann – als ich den Rheinsteig vollendet habe, auch über länger zurückliegende Etappen – der Vollständigkeit halber. Es gibt noch einige Wandererfahrungen der letzten zwei Jahre, z.B. vom SeeGang (von dem die Bilder in diesem Beitrag stammen), die ich gerne hier im Blog aufnehmen würde. Zurzeit werden sie aber von den aktuellen Wanderbeschreibungen „verdrängt“, was ja auch schön ist.

Demnächst machen Doris und ich wieder den Saar-Hunsrück-Steig unsicher, dieses Mal vom Beginn des Steigs an, in Perl.

Ich danke allen Lesern für ihr Interesse, ihre Treue und die virtuelle Begleitung meiner Wanderungen. Ich freue mich sehr über Kommentare und Likes, denn sie geben mir die Rückmeldung, ob das, was ich veröffentliche, überhaupt Resonanz findet. Also, tut euch keinen Zwang an 🙂

Das erste Jahr als Bloggerin liegt hinter mir. Schauen wir mal, wie es weiter geht!

Alles Liebe

Aurora

 

*Blog

Substantiv, Neutrum, oder Substantiv, maskulin – englisch blog, gekürzt aus: weblog, Weblog (Quelle: http://www.duden.de)

Ich habe mich für die Formulierung mit der männlichen Form entschieden: der Blog

König-Ludwig-Weg (6) – am Ende nur Kirchen

Unterwegs auf dem König- Ludwig-Weg von Wildsteig nach Halblech-Berghof

Etappe 6,  Donnerstag, dem 24. Mai 2018

4 km gewandert von eigentlich 19,3 km lang, den Rest mit dem Bus gefahren

Gpx-Track bei Komoot von der gesamten Etappe 6, zum Nachwandern.
Hier liste ich noch die beiden letzten Etappen der Vollständigkeit halber auf, wie meine Wanderung ursprünglich geplant war: Etappe 7: Halblech-Hohenschwangau & Etappe 8: Hohenschwangau-Füssen

An diesem Morgen gab mir der erste Schritt aus dem Bett die Gewissheit: Es war eindeutig, ich musste meine Fernwanderung abbrechen. Mein erster „Thruhike“ endete so kläglich… Ich konnte mit den Fußschmerzen nicht weiterlaufen, nicht die heutige Etappe, die mit 19,3 km die längste des Weges gewesen wäre.

In meiner ungemütlichen Unterkunft toppte das Frühstück noch meinen bisherigen, nicht so positiven Eindruck – um es mal freundlich auszudrücken. Als ich in den ersten Stock herunter kam und bei der Vermieterin klopfte, bekam ich auf meine zaghafte Frage nach dem Frühstück die Auskunft, ich solle einfach ins Erdgeschoss herunter gehen, da stünde schon alles für mich bereit. Es war dunkel im Flur unten, kein Licht zeigte mir den Weg, welche der 5 Türen zum Frühstücksraum führt. Ich probierte einfach jede. Peinlich. Die letzte war es dann. Es war nur für mich angerichtet, aber es wirkte, als habe schon jemand anderes davon gegessen, denn im Brotkorb befand sich neben zwei recht trockenen hellen Brötchen noch ein etwa 8 cm langes Reststück einer Laugenbrezel. Die Butter fehlte. Der Deckel des Marmeladenglases war so verklebt, dass ich ihn nicht auf bekam. Im offenen Bücherregal an der Wand stapelten sich wie im ganzen Haus neben Zeitschriften allerlei Krimskrams und ehemalige Deko, zwischendrin aber auch weitere Marmeladen- und Honiggläser, eine offene Kakaopackung und diverse Gewürzensembles. An der Wand hing ein Foto von früher, das zeigte, wie die Hausherrin gerade mit einem Tablett das Frühstück auftrug. Das Regal auf dem Foto sah damals schon genauso kruschtig aus… Bei mir ist es auch nicht super ordentlich – jedem das Seine! Aber ich vermiete meine Zimmer auch nicht. Ich finde, das ist der Unterschied. Der Gast soll sich doch wohl fühlen, oder?

Irgendwann kam die Hausherrin und ich fragte nach Butter. Ach ja, die war ja noch im Gefrierschrank, weil die sonst keiner esse. Müsse ich halt etwas kratzen. Das stellte sich als Unmöglichkeit heraus, weswegen ich mein Brötchen trocken aß und schon nach 10 Minuten machte, dass ich hier vom Acker kam.

Ich lief zur Bushaltestelle. Da ich das Hotelzimmer im nächsten Ort nicht mehr kostenlos stornieren konnte, wollte ich mir noch einen ruhigen Urlaubstag gönnen und erst einen Tag später nach Hause fahren. Die berühmte Wieskirche lag heute auf dem Weg.

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Glücklicherweise gab es gleich morgens einen direkten Bus dorthin und zwei Stunden später der Anschluss nach Buching. So konnte ich mich in Ruhe umschauen. Continue reading „König-Ludwig-Weg (6) – am Ende nur Kirchen“

König-Ludwig-Weg (5) – durch die wildromantische Ammerleite

Unterwegs auf dem König-Ludwig-Weg von Hohenpeißenberg über Rottenbuch nach Wildsteig

14,4 von eigentlich 18,2 km gewandert, am Mittwoch, dem 23. Mai 2018

Gps-Track bei Komoot

 

Endlich Sommerferien in Nordrhein-Westfalen!  Also auch für mich, denn vielleicht habt ihr es schon geahnt, dass ich Lehrerin bin. Die letzten Wochen waren mit viel Arbeit gefüllt und meine weiteren Berichte vom König-Ludwig-Weg mussten warten. Doch nun geht es endlich weiter!

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Ich hatte in einer schönen Ferienwohnung in Hohenpeißenberg übernachtet. Morgens stand das Frühstück schon um 7 h im Kühlschrank im angrenzenden Schuppen bereit. Beim Bezahlen durfte ich selbst wählen, wie viel ich für das Frühstück und mein Lunchpaket zahlen wollte. Sehr nett! Ich kam noch kurz mit dem Gastgeber ins Gespräch, weil er extra für mich das Gästebuch holte. Er berichtete mir, dass nicht viele Gastgeber im Ort ihr Domizil für nur eine Nacht hergeben und dass ich bei meiner Reservierung im Januar die erste Buchung für diese Ferienwohnung überhaupt gewesen war. Da hab ich aber Glück gehabt, sie gefunden zu haben! Das Glück war mir auf dieser Wanderung sowieso hold!

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von dort kam ich her

Heute ging ich wieder mit beschwingten Schritten in den Tag. Die längere Pause, die ich durch die kürzere Etappe des Vortags genossen hatte, hat meine lädierten Knochen im rechten Fuß zwar nicht wundergeheilt, aber gut getan und ich konnte die Schmerzen aushalten. Dennoch hatte ich mir die Option herausgesucht, ggf. die letzten 5 Kilometer ab Rottenbuch mit dem Bus zu fahren.

Die Sonnenstrahlen brachen sich nach und nach durch die Bewölkung Bahn. Es sollte wieder ein schöner und sonniger Tag werden! Von meinem Domizil aus, so hatte ich die Karte studiert, müsste ich Richtung Bahnhof laufen. Der König-Ludwig-Weg verläuft von dort erst einmal nach Westen Richtung Peiting, was für viele Wanderer der Übernachtungsort ist und dann erst hinunter an die Ammer zum Waldhaus Schnalz. Wieder viel über Asphalt, so sagte man mir.

Und so folgte ich dem Rat meines Gastgebers und wählte einen direkten Weg hinab zur Ammer. Zwischenzeitlich war ich verunsichert, ob ich noch richtig sei, denn der Weg im Wald war sehr zugewuchert und an einer Stelle überquerte er direkt die Bahngleise, ohne dass Continue reading „König-Ludwig-Weg (5) – durch die wildromantische Ammerleite“