Saar-Hunsrück-Steig (1) via Panoramaweg Perl

Traumschleife Panoramaweg Perl

9 km (davon 5,3 km auf der 1. Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs)

Link zur Seite des Saar-Hunsrück-Steigs mit den Etappen und Traumschleifen (Rundwanderwege)

gewandert am 29.07.2018 mit Doris

In diesem Sommer fuhren Doris und ich wieder für ein paar Tage nach Südosten, um auf dem Saar-Hunsrück-Steig weitere Etappen zu wandern. In 2,5 Std. waren wir da. Und ich muss jetzt schon sagen: dieser Steig bleibt der bisher schönste, den ich je gewandert bin! Klar, der Rheinsteig war auch mega toll und für mich auch eine emotional sehr bedeutsame Erfahrung, aber der besonders hohe Pfadanteil des Saar-Hunsrück-Steigs (kurz SHS) toppt einfach alles! Die Landschaft zwischen Mosel und Saar, die wir auf den ersten Etappen erleben durften, ist sehr abwechslungsreich: bewaldete Hügel, Felder so weit das Auge reicht, Flusstäler mit steilen Weinlagen, Bäche über die kleine Brücken und Stege führen, Seen, Moore und Felsen. Hier wird einem alles geboten!

Wir reisen Sonntag an und weil es so heiß ist, starten wir auch schon um 6:30 h in Bonn, um in den Vormittagsstunden die erste Runde gehen zu können. Um den Transfer, der bei einer Streckenwanderung anfällt, zu vermeiden, haben wir uns die Traumschleife „Panoramaweg Perl“ ausgesucht. Viele der 111 Traumschleifen verlaufen teilweise auf dem SHS, so dass man diesen auch über diese Rundwege gut kennenlernen kann. Die Wahl für die kurze Traumschleife hatte aber noch eine andere Bewandtnis, denn wer meinen Blog verfolgt hat, weiß, dass ich in letzter Zeit keine langen Strecken laufen konnte. Daher haben wir die 17,4 km lange 1. Etappe von Perl Bf nach Hellendorf auf zwei Tage aufgeteilt. Heute, am Anreisetag laufen wir die 9 km lange Traumschleife, die über 5,3 km parallel mit dem SHS läuft, morgen den zweiten Teil der Etappe 1.

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Das Stück vom Bahnhof durch Perl bis zum Dreiländereck schenken wir uns. Es geht eh nur über Straßen durch den Ort. Eine kurze Stippvisite am Startpunkt gibt es allerdings doch noch.

Dann parken wir das Auto am schattigen Parkplatz Rabüscheck, einem der zwei Startpunkte des Panoramawegs. Es geht vorbei an den ehemaligen Grenzerhäuschen, immer im Wald am Rand von Oberperl entlang. Im Wald ist die Hitze gut zu ertragen. Als wir kurz die Bebauung von Oberperl streifen, entdecken wir ein Kneippbecken und beschließen, dies nach der Wanderung noch einmal aufzusuchen.

Schöne Blicke eröffnen sich ins Moseltal.

Plötzlich stehen wir vor einem Schilderbaum und sehen, was wir schon einmal geahnt hatten, als wir auf dem Moselsteig unterwegs waren: Auch der Moselsteig startet in Perl und läuft tatsächlich anfangs mit dem SHS parallel. Wir werden also noch mal wiederkommen, wenn wir den Moselsteig zu Ende laufen 🙂

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Im Wald begegnen uns immer wieder kleine Vierkantsteine mit Zahlen darauf. Es müssen Grenzsteine sein, denn das Schild, das uns an einem Sträßchen auffällt, zeigt, dass die Grenze zu Frankreich nah ist. Auf einem dieser Grenzsteine ist deutlich D und F für die beiden Länder und eine Grenzlinie eingraviert. Hier machen wir Faxen und stellen uns zum Spaß oben drauf, so dass wir mit einem Bein in Deutschland und mit dem anderen in Frankreich stehen.

Danach tauchen wir wieder unters Blätterdach und laufen in mehreren Kehren den Hang erst hinab und dann wieder hinauf zur Rasthütte am Hammelsberg. Ich mache viele Fotos und Doris ist mir immer ein gutes Stück voraus.

Auch hier sind die Ausblicke wunderschön. Naja, bei einem Weg mit diesem Namen erwartet man das auch!

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Blick hinab nach Frankreich

Immer wieder gab es leckere Beeren zum Naschen am Wegesrand:

Und dann war es so weit: Wir standen am Aussichtspunkt Dreiländereck. Der Dreiländerpunkt selbst ist mitten in der Mosel, aber hier an der künstlerisch gestalteten Dreiecksstele befindet man sich auf der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich und schaut auf Schengen in Luxemburg hinab.

Und wie es aussieht, ist das auch der Startpunkt des Moselsteigs.

Nun gingen wir tatsächlich ein Stück durch Frankreich. Das haben wir natürlich nicht gemerkt, erst nachher auf der Karte registriert. In sengender Sonnenglut ging es durch das Naturschutzgebiet Hammelsberg, einem ziemlich ausgetrockneten Wiesenhang entlang einer Felsabbruchkante. Mir gingen die Bilder von Buschbränden durch den Kopf.

Ich lenkte mich ab, indem ich die Blumen und Falter am Wegesrand fotografierte. Der Schwalbenschwanz wollte einfach nicht stillsitzen 🙂 . Dort wachsende Orchideen fand ich aber nicht. Oder ich erkenne sie nicht?

Und dann ging es plötzlich senkrecht den Berg hoch (Wortlaut aus dem Buch Traumschleifenland Band 1 von Günter Schmitt), doch lockten oben Bänke im Schatten mit herrlicher Aussicht.

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Der restliche Weg verlief wieder durch schattigen Wald. Ein kleiner Barfußpfad war hier angelegt und Sprüche auf Baumscheiben installiert (zum Vergrößern Foto anklicken).  Erst kurz vor der Ankunft am Parkplatz Rabüscheck trennte sich die Traumschleife wieder vom Saar-Hunsrück-Steig. Hier würden wir morgen weitermachen.

Das späte Mittagspicknick und der Besuch des Kneippbeckens in Oberperl gestalteten sich noch ganz nett. Das Wasserbecken war zwar nicht sehr voll und das Wasser lauwarm, aber dafür trafen wir saarländische Eheleute, die ganz begeistert darüber waren, dass wir ihre Heimat so schön fanden. Der mitteilsame Herr gab uns viele Tipps, was wir im Saarland alles besichtigen oder wo wir in der Gegend baden und einkehren könnten. Denn Essen ist wichtig im Saarland: „Hauptsach gudd gess“!

Wir aber suchten unser schönes Hotel Landhaus Sonnenhof in Hellendorf auf, machten uns frisch und speisten gemütlich zu Abend.

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