Saar-Hunsrück-Steig (1b) – Hitze! Schatten, wo bist du?

Unterwegs auf dem Saar-Hunsrück-Steig vom Parkplatz Rabüscheck nach Hellendorf

9,9 km, davon 8,9 km auf dem SHS, 1. Etappe

Link zur Seite des SHS mit den Etappen

gewandert am 30.07.2018

Gestern sind wir den ersten Teil der Etappe im Rahmen einer Traumschleife gelaufen, heute wollen wir die 1. Etappe beenden. Unser Hotel, Haus Sonnenhof, in dem wir genächtigt haben, steht in Hellendorf unserem heutigen Ziel, weswegen wir mit dem Bus zum Startpunkt fahren. Leider fährt der erst um 9:50 h, so dass wir doch in die Hitze geraten werden. Kurz vor der Abfahrt spricht uns ein Einheimischer an und erkundigt sich, wo wir wandern. Ja, der Weg sei ganz okay, die 2. Etappe sei aber viel schöner. Und überhaupt, sei es doch viel zu heiß zum wandern! Das mussten wir uns im Laufe des Urlaubs mehrmals anhören. Tja, aber wenn der Urlaub nun mal gebucht ist…?

Der Bus kommt pünktlich. Am Rabüscheck, wo wir gestern schon mal geparkt hatten, erreichen Doris und ich schon nach zweihundert Metern wieder den Steig, der hier auch noch parallel mit dem Moselsteig verläuft. Kurz darauf überqueren beide Steige die Landstraße und wir gewahren ein Schild, welches sich fürsorglich um die Moselsteig-Wanderer sorgt:

DSC00815

Ja, und was ist mit uns, den Saar-Hunsrück-Steig-Wanderern? Hallo?? Um die wäre es doch auch schade, wenn sie unter die Räder kämen! Nein, Spaß beiseite. Warum können sich zwei Projektbüros von Wanderwegen nicht einfach zusammentun und ein gemeinsames Schild entwerfen?

Der erste Teil des Weges geht glücklicherweise noch durch schattigen Wald, dessen Kühle auch die Tiere suchen.

Der Saar-Hunsrück-Steig unterscheidet sich übrigens noch in einem weiteren Detail von anderen Weitwanderwegen: Es gibt Kilometerangaben am Wegesrand!

DSC00821

Kurz hinter diesem Zeichen unterqueren wir die Autobahn A 8 und trennen uns vom Moselsteig. Mehrere Windräder tauchen auf.

DSC00823DSCN6057DSC00829

Ab jetzt heißt es „Sonne pur“, denn es geht schattenlos über freie Felder. Natürlich haben wir teilweise eine weite Sicht (wenn wir die Augen gegen die grelle Sonne abschirmen), aber eben auch die sengende Hitze um uns herum. Der Schatten des Windrads war uns sehr willkommen für eine kurze Trinkpause.

DSC00831
Wer hier rastet, kann den schönen Mais bestaunen.

Der Weg ist schön, auch wenn es heiß ist! In der Nähe von Borg erreichen wir Streuobstwiesen und saftige Felder.

DSC00839DSC00855

Endlich erreichen wir am Rande von Borg einen schönen Rastplatz an einem Wegkreuz. Hier machen wir Pause. Der erste Saar-Hunsrück-Steig-Wanderer, an seinem großen Rucksack zu erkennen, läuft an uns vorbei.

Wir folgen ihm bald danach Richtung Römischer Villa Borg. Uns lockt ein Kaffee in der dortigen Taverne. Aber wir überlegen noch, ob wir extra Eintritt zahlen müssen, nur um den Kaffee zu trinken? Denn die Villa hatten wir schon einmal in einem früheren Urlaub besichtigt.

Uns umfängt bald wieder ein schattiger Wald, der uns um eine große Weide herumleitet.

Neben dem Weg sollte eigentlich ein Bächlein plätschern, aber der Graben ist restlos ausgetrocknet, sogar der Weg zeigt deutliche Risse. Die Trittsteine, die uns über das Nass leiten würden, werden nicht gebraucht.

Nahe der Villa sehen wir ein uns neues Schild: ein TRAUMSCHLEIFCHEN! Aha, gibt es also nicht nur Traumpfädchen, sondern nun auch -schleifchen. Schon vor drei Jahren hatten wir an der Saarschleife ausgeschilderte Premium-Spazierwege gesehen. Jetzt greift der Trend zu den kürzeren, bestens ausgeschilderten Routen überall um sich.  🙂 🙂

DSCN6078

Und dann taucht plötzlich die rekonstruierte römische Villa Borg aus den Bäumen auf:

DSCN6084

 

DSC00894

DSCN6085DSCN6089

Tja, ihr fragt euch sicher, warum das da so leer ist? Richtig! Es ist Montag und das Museum und damit natürlich auch die Taverne haben geschlossen! Och nö! Keinen Kaffee…

Nun sind es aber auch nicht mehr so viele Kilometer bis Hellendorf. Eine schattige Bank wäre jetzt toll, denn wir würden gern unser eingepacktes Mittagessen verspeisen, bevor wir wieder im Hotel sind.

Endlich, nach zwei Kilometern kommt eine Bank, gegenüber einer völlig schattenlosen Rinderweide. Die Tiere standen, als wir kamen, alle eng in einer Reihe. Die Jungtiere zwischen den Großen, als wenn sie sich damit irgendwie gegenseitig Schatten spenden könnten. Es gibt zwar einen Wassertank – aber der steht auf der leeren Nachbarweide hinterm Zaun! Ich fasse es nicht. Die armen Viecher!

Nach der Pause erreichen wir an der nächsten Kreuzung den Abzweig nach Hellendorf und sind am frühen Nachmittag wieder am Hotel.

DSC00916

Die Badesachen gepackt und ab ins Freibad nach Mettlach! Das Hotel beherbergt uns noch eine weitere Nacht.

Fortsetzung hier lang.

Zurück zum ersten Tag?

 

  • Ich danke Doris für die Überlassung ihrer Fotos.

Eine Antwort auf „Saar-Hunsrück-Steig (1b) – Hitze! Schatten, wo bist du?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.