Die Fotos dürfen „menscheln“

Mein erstes Buch entsteht

Draußen stürmt’s ein wenig und es nieselt. Gelbe Blätter fallen, kalt ist der Oktober geworden. Ich finde, das darf er auch, denn das Wetter in diesem Jahr hat uns schon mit viel, viel Sonne verwöhnt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben ein so sonniges und trockenes Jahr erlebt zu haben. Oder nehme ich es nur so wahr, weil ich mittlerweile viel mehr draußen in der Natur unterwegs bin als noch vor 6 Jahren?

Ich muss mich aber an die kühleren Temperaturen erst wieder gewöhnen, genauso wie es in diesem Frühjahr einige Zeit gebraucht hatte, bis ich mich an die andauernde Hitze gewöhnt hatte. Und so nutze ich den heutigen Tag, um nach längerer Pause mal wieder etwas von meinen Erlebnissen in der Natur zu berichten. Da hat sich nämlich ganz schön was angesammelt, genug um den ganzen Winter über Berichte zu posten.

Schreiben

Ich habe in den letzten drei Monaten viel geschrieben, doch das Schreiben hauptsächlich auf das Buch „Wanderungen für die Seele. Wohlfühlwege Rhein, Ahr, Erft“ verlagert, welches nun aber fertig ist und gerade gesetzt wird, d.h. korrigierter Text, Karten und Fotos werden vereint. Danach folgt der Druck. Im Frühjahr soll das Buch aus dem Droste Verlag erscheinen; einen genauen Termin oder eine ISBN-Nummer habe ich noch nicht, aber das Titelbild:

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Wir ihr sehen könnt, ist es nicht mein alleiniges Werk, sondern die gemeinsame Arbeit mit der erfahrenen Wanderbuchautorin Ingrid Retterath. Wir haben uns das Erwandern und Beschreiben der Touren aufgeteilt, so dass jeder für sich gearbeitet hat. Doch bei den Fotos benötigten wir beide personelle Unterstützung, weil es Vorgabe für dieses Buch war, dass die Fotos „menscheln“ durften. Schwierig, wenn man meistens – wie wir beide – jeweils alleine unterwegs ist.

Fotos

Daher habe ich viele Wanderungen mit meiner Wandergruppe oder Freunden zusammen unternommen und deshalb bis heute auch nichts von diesen Wanderungen hier veröffentlicht.

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Das war toll, denn die Freunde waren gleichzeitig mein „Barometer“ und gaben mir direkt Feedback zur ausgewählten Tour. Auch meine erste Beschreibung eines Wanderwegs wurde sofort einem Praxistest unterzogen, indem eine Freundin die Tour mit ihrem Mann nachwanderte.

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So hatte ich meistens genügend Personenfotos. Nur an der Ahr scheiterten alle Versuche, obwohl ich insgesamt dreimal vor Ort war. Die einzigen Personenfotos waren die von mir in einem Lokal. Sie wurden vom Kellner aufgenommen, eigneten sich aber letztlich nicht für das Buch, da das eine zu dunkel ist und das andere zu sehr den Fokus auf das alkoholfreie Weißbier lenkt.

Was will ich eigentlich über den Weg aussagen, wenn auf einem Foto Personen direkt in die Kamera schauen? Besser sind Fotos, auf denen die Menschen von hinten wandernd auf dem Weg gezeigt werden. Aber zu viele Po-Fotos sollten es nun auch wieder nicht sein. Das sind alles Gesichtspunkte, die für mich als spontane „Knipserin“ bisher nicht von Belang waren, für das Buch aber um so mehr. Und so sind nach Sichtung meiner Fotos viele der Personenfotos letztlich doch wieder rausgeflogen, da sie weniger geeignet waren. Ich konnte nur 20 Fotos pro Wanderung einreichen und davon werden nur etwa 5 ins Buch kommen werden. Wenn ich erneut ein solches Projekt angehen sollte, muss ich mich trauen, die Menschen auch mal zu positionieren und nicht nur Schnappschüsse zu machen. Außerdem spielt das Licht eine große Rolle. Wir sind oft um 10 h los gewandert und so entstanden die meisten Fotos in der nicht so günstigen Mittagszeit.

Spaß

Viel Spaß hatten Ingrid und ich als wir uns nach Beendigung der Schreiberei trafen, um noch fehlende Fotos für die Wandertouren zu machen. Dabei wurde auch mal geblödelt.

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Autorenfoto an der Erftmündung, von einer netten Gassigeherin geknipst

Auf einem Barfußpfad:

 

In Grevenbroich vor dem Ettlrad:

 

Wasserspiele in einem Schlosspark:

 

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Spaß im Wasserpark an der Gymnicher Mühle
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Die richtige Position fürs Foto finden am Donatussee
1903 Erholung am Donatussee
Auch der Hund wollte mit aufs Bild

Am Myriameterstein in Zons am Rhein:

Blödeln am Schweinebrunnen:

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Faxen machen: Posen wie das ins Geländer integrierte Männchen.

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(c) I. Retterath

Mal sehen, welche Fotos es ins Buch schaffen. Bin schon sehr gespannt darauf.

 

 

  • Titelfoto (c) Jutta Schöneshöfer

11 Antworten auf „Die Fotos dürfen „menscheln“

      1. Ja ich erinnere mich. Das ist auf jeden Fall eine super Idee von dir. Leider musste ich in der Zwischenzeit meine Homepage / Blog löschen und bis ich alles wieder aufgebaut hatte, hatte ich das wieder vergessen. Ich werde die Strecke auf jeden Fall auch laufen. Köln und Bonn liegen zum Glück nah beieinander.
        LG Nina

        Gefällt 1 Person

  1. Hi Aurora, das Problem mit den Fotos von Menschen kenne ich auch nur zu gut. Bei meinem Blogbeiträgen verzichte ich weitestgehend auf Fotos mit Menschen in der Frontalansicht, aber in einem Wanderführer sollten sie wirklich nicht fehlen. Ich wünsche euch noch viel Spaß und Erfolg mit dem Buch 🙂📕 Liebe Grüße, Dario

    Gefällt 1 Person

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