Schwarzwaldsommer (3)

Unterwegs am Sankenbachsee mit Wasserfall

6 – 7 Kilometer, gpx-Track

14. August 2018

 

Die Entfernung ist unwichtig.

Nur der erste Schritt ist wichtig.

(Marquise du Deffand)

Dienstag – Tag 3

Ich wollte so  gerne zum Mummelsee und auf die Hornisgrinde wandern, aber nicht bei Nebel, nur bei schönstem Wetter. Doch leider hielt der Dienstag dieses Bilderbuchwetter (noch) nicht für mich bereit. Erst jetzt beim Schreiben fiel mir wieder ein, dass nicht den gesamten Sommer über reiner strahlender Sonnenschein geherrscht hat. Das hatte ich in meiner Erinnerung wirklich ausgeblendet. 🙂

Am heutigen Tag hatte ich um 17 h noch einen Termin für eine Rückenmassage gebucht. Somit fiel meine Wahl auf einen Ort in der Nähe: Baiersbronn. Ich hatte schöne Bilder vom Sankenbachsee gesehen und fuhr dorthin. Natürlich kann man nicht direkt zum See fahren Es gibt entweder einen Parkplatz am Fuß der Sesselbahn zum Stöckerkopf und einen weiteren etwas weiter am Wildgehege. Ich parkte auf dem zweiten Parkplatz und flirtete direkt mit den zutraulichen Wildtieren.

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am Wildgehege

Auch hier gibt es wieder einen sehr schönen perfekt ausgeschilderten Premiumweg, den Genießerpfad Baiersbronner Sankenbachsteig, den ich hier mal verlinke. Er ist ca 13 km lang und ich wollte heute Teile davon wandern. Er begann eigentlich am Parkplatz der Sesselbahn.

Der Einstieg am Wildgehege und der weitere Weg ließen mich unmittelbar in die Natur abtauchen, wie ich es liebe.

 

 

 

 

Nach einem Steg wurde der Weg schmaler und wurzeliger und führte letztlich über den kleinen Sankenbach, den man entweder auf einem Steg überbrücken konnte oder auf großen Steinen in einer Furt.

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Furt am Sankenbach

Danach empfing mich ein typisch schwarzwälder Wurzelpfad – urig und idyllisch zugleich. Das einzig störende waren die vielen Menschen, die diesen Pfad gleichzeitig mit mir entlang wanderten. Ich mag es tatsächlich lieber etwas stiller im Wald. Und ich musste mal dringend hinter die Büsche – aber da waren überall Menschen und nur ganz wenige Büsche, denn neben mir fiel das Gelände steil ab… Ui! Probleme hatte die Frau. 😉

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Der Weg verlief leicht ansteigend oberhalb des Sankenbachs bis zum See. Dort war es so schön, dass ich mich auf einer Bank niederließ und einfach nur die Stimmung genoss. Und endlich war auch die Sonne da! Eine Familie mit kleinen Kindern plantschte im warmen See.

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Sankenbachsee

 

 

Als ich mich wieder aufmachte, wählte ich weiter den Weg des Genießerpfads, lief im Uhrzeigersinn um den See herum und stieg an einer großen Grillhütte den steilen Pfad zum doppelten Sankenbachfall hinauf.

 

 

Der Bachlauf führte nur wenig Wasser. Am oberen Becken gab es einen Schleusenhebel, um das Wasser etwas aufzustauen. Der war leider geöffnet, weshalb das Wasser stetig nach unten tröpfelte. Ein netter Herr schloss gerade den Hebel, um nachfolgenden Gästen einen größeren Wasserschwall zu bescheren.

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Der weitere Weg bis zur Wasserfallhütte hinauf war wunderschön, enthielt aber auch hohe Steinstufen, die den Weg ganz schön anstrengend machten.

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Blick hinab zum See:

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Interessante Gesteinsschichten:

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Oben angekommen, schnaufte ich ganz schön, aber da der weitere Weg leicht bergab auf einer kleinen Teerstraße verlief, machte ich keine Pause und entspannte mich beim Weitergehen.

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Die Felsen, die neben mir am Wegesrand aufragten, waren ganz schön bröckelig und sahen aus, als ob sie jeden Moment auseinanderbrechen würden.

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Kurze Zeit später stieg der Genießerpfad auf schmalem Steig nach rechts weiter den Berg hinauf. Hier musste ich mal wieder die Entscheidung fällen, den Genießerpfad weiterzugehen (ohne seinen genauen Verlauf zu kennen) oder in einem Bogen wieder zum Auto hinabzusteigen? Bei den letzten Wanderungen vermochte ich 6-8 km zu laufen, ohne am nächsten Tag mit so heftigen Schmerzen aufzuwachen, dass gar nicht mehr an Laufen zu denken war. Ich war heute gerade mal 3,3 Kilometer gelaufen, daher ist es mir fast peinlich zuzugeben, dass mein Entscheidung auf die zweite Möglichkeit fiel – im Nachhinein gesehen, war es aber die richtige Entscheidung, denn die Schmerzen begannen wieder beim Abstieg.

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Raibles Brunnen

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Auf dem folgenden Weg war es schlagartig still, ja direkt sehr einsam, denn kein einziger Mensch außer mir ging den eingeschlagenen Weg.

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Die Einsamkeit war hier etwas unheimlich und der Weg auch ziemlich öde. Wenn der Schwarzwald überall so aussehen würde, hätte ich keine Lust drauf. 🙂

 

 

Gestern schon und heute wieder begegneten mir die Wanderzeichen vom Baiersbronner Seensteig. Ich denke, wenn ich wieder mal in den Schwarzwald komme, könnte ich diesen großen Rundweg gehen, denn er scheint auf seinen fünf Etappen alle tollen Plätze dieser Region abzuklappern!

Den Rest des Tages gestaltete ich noch sehr gemütlich mit Kaffeetrinken in Baiersbronn, Schwimmen im Hotelschwimmbad und dem Genießen einer sehr entspannenden Rückenmassage. Auch das Abendessen im Hotel Hohenrodt kann ich nur loben. Einfach lecker!

-> Fortsetzung folgt

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9 Antworten auf „Schwarzwaldsommer (3)

  1. Hallo Aurora,

    wir waren in diesem Jahr auch schon am Sankenbachsee. Wir sind vom Parkplatz Stöckerkopf gewandert. Der See hatte durch die Trockenheit ziemlich wenig Wasser. Den Anstieg zum Wasserfall haben wir uns gespart. Bereits früher hatten wir festgestellt, dass er nicht so imposant ist. Unser Weg führte uns dann auf den Stöckerkopf. Dort oben liegt die Gläsmännlehütte ein schöner Einkehr- und Aussichtspunkt. https://www.glasmaennlehuette.de/ Für den Weg ins Tal kannst du dann auch so eine Art Go-Kart benutzen. 🙂

    Einen schönen Sonntagabend für dich.

    Liebe Grüße
    Harald

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  2. Wir finden auch: Der Schwarzwald kann ganz schön schaurig sein, besonders bei schlechtem Wetter. Wir sind vor Längerem den Westweg gelaufen, daher kennen wir einige von deinen Zielen. Das Ganze ist aber sooo lange her, dass wir über eine Auffrischung dankbar sind. Aber insgesamt: Schön waldig! 🙂

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