Natursteig Sieg – Etappe 10, Rund um Wissen (Teil 1)

Unterwegs auf der 10. Etappe vom Natursteig Sieg von Wissen nach Wissen

25,1 Kilometer, 528 Höhenmeter

Gpx-Daten

gewandert am 10. & 26. Oktober 2018

Soviel zu den Originaldaten. Für Doris und mich stand diese Etappe schon lange an. Wir hatten bereits zwei der kommenden Etappen in Angriff genommen. Die hier war uns aber in Gänze zu lang und so planten wir, sie in der Mitte im Ort Birken-Honigsessen zu teilen. Lustiger Name für einen Ort, oder?

Der Bus, der von Wissen dorthin fährt, verkehrt aber nur Werktags – so meine Information. Dadurch schoben wir die Wanderung immer wieder auf, denn unter der Woche sind wir nur in gemeinsamen Urlauben unterwegs und da geht es meist woanders hin.

Man muss erklären, dass die 9. Etappe zuvor irgendwo im Nichts nördlich des Weilers Holschbach endet und der Zuweg zum Bahnhof Wissen ganze 4,4 Kilometer ausmacht. Dieser Zuweg und auch ein 1,1 km langer Zuweg am Ende der Wanderung machen die Etappe 10 so lang, denn eigentlich wäre sie „nur“ 19,8 km lang.

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Kirche in Birken

1.Teil, 13,6 km, mein gpx-Track bei Komoot

In diesem Oktober war es dann aber endlich soweit. Da ich morgens noch zwei Stunden Unterricht hatte, machten wir uns gegen 11 h auf die einstündige Anfahrt nach Wissen und parkten das Auto am Stadion. Hier fanden wir leicht einen Parkplatz und standen quasi schon auf dem Zuweg. Aufgrund der seltenen Busfahrzeiten entschieden wir uns aber, den ersten Teil der Etappe in umgekehrter Richtung zu laufen und sind daher von der Bushaltestelle „Brück Höfe“ an der Morsbacher Straße mit dem Bus nach Birken gefahren. Andersherum, also zuerst zu wandern und dann den Bus zu nehmen, war uns zeitlich zu unberechenbar.

 

 

Der Bus hielt an der auffälligen Kirche von Birken, die wir uns als erstes anschauten. Interessant fand ich die Reste eines ehemals stattlichen Baumes, der von beiden Seiten aus dem Mauerwerk des Torbogens herausschaute. Dieser Bauteil der Kirche wirkte alt. Das heißt, man hatte damals den Baum nicht fällen wollen und um ihn herum gemauert? Und mittlerweile musste er aber gefällt werden. Kurios.

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Der Baum war einmal ummauert gewesen

Von innen sprach uns die Kirche nicht besonders an, das mag aber auch an der Dunkelheit gelegen haben. Ich persönlich finde es interessant, wenn alte Bauteile mit modernen geschickt und ansprechend vereint werden. Hier konnten wir nicht erkennen, ob das so war und die kleinen runden, an romanische Kirchen erinnernden Fenster modern oder alt waren. Zumindest gab es mal eine alte Kapelle, worauf der Name des Platzes hinwies.

Neben der Kirche gab es auch die „Gaststätte zur alten Kapelle“, die sich sicherlich als nette Einkehr anböte, wenn man die Wanderung von Wissen aus startet und hier „Bergfest“ hat. Sie öffnete erst nachmittags. Wir liefen ja aber gerade erst los und hatten unser Vesper im Rucksack.

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Endlich wieder Natursteig Sieg. Doris freut sich.

Das Wetter war einfach herrlich: einer dieser Sommertage im Oktober 2018. Es ging am Friedhof vorbei und auf eine Anhöhe zu. Nun war es aufgrund unserer späten Startzeit schon Mittag und der Hunger meldete sich. Da kam uns das Hinweisschild zu einem 600m entfernten Aussichtspunkt auf dem Hügel gerade recht. Auf einer Bank am Waldrand mit wunderschöner Sicht übers Land verspeisten wir unser Mittagessen. Der Aufstieg lohnt sich auch nur für die Aussicht!

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Herrliche Aussicht

Nun machten wir uns aber endlich richtig auf die Socken. Heute sollte es dreimal hinab ins Tal und dahinter den Hügel wieder hinauf gehen – so der Wanderführer, den wir zwischendurch versuchten, von hinten nach vorne zu lesen, wegen der umgekehrten Wanderrichtung. Die Höhenmeter hielten sich aber mit 190 m Aufstieg und 330 m Abstieg in Grenzen.

Im ersten Talgrund ging es tierisch zu. Weidende Kühe strahlten die typische Landidylle aus. Mehrere Fischteiche reihten sich in Oberbach aneinander. Witzig war das Häuschen mit der Aufschrift „1. Entenhausen“.

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Ein wunderschöner, lichtdurchfluteter Wald umfing uns im Anschluss. Es ging hinauf.

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Nur ein kurzes Stück verlief der Weg über einen breiteren Waldweg, dann stiegen wir wieder ins nächste Bachtal hinab. Nachdem wir an einem einzeln stehenden Gehöft angekommen waren, die zutrauliche Katze gestreichelt und die vier Kühe bedauert hatten, die in etwa 40 cm tiefem, übelriechenden Mist im glücklicherweise offenen Stall standen, merkten wir, dass keine Wanderwegmarkierung mehr zu sehen war. Wir hatten uns verlaufen! Zum Glück mussten wir nur ein kurzes Stück den Weg wieder hinaufgehen, um in einer Kurve unser Zeichen zu entdecken, dass uns vom Wirtschaftsweg ab über eine Wiese leitete. Ja, dieser Abzweig war leicht zu übersehen gewesen. Es ging hinab ins Tal.

Nach Überquerung einer kleinen Kreisstraße, überquerten wir neben einer zeltförmigen Schutzhütte auf einer Holzbrücke ein kleines Bächlein.

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Die herbstlichen Attribute der Natur konnten wir ringsherum deutlich erkennen. Das farbige Laub, verschiedene Beeren an den Hecken, die flauschigen, weißen Samenstände der Waldrebe und dazwischen sattgrünes Gras. Einfach schön!

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Der Wiesenweg lag schon den ganzen Tag im Schatten – er war feucht und glitschig!

Im Tal erreichten wir den Niederstenhof. Wir unterquerten die L 278 und suchten nach der Brücke mal wieder unser Wanderzeichen.

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Rechterhand befand sich eine Metallbrücke über einen Bach, so breit wie ein Lkw-Anhänger, welcher tatsächlich den ganzen Platz auf nämlicher einnahm! Dahinter führte der Natursteig tatsächlich als Trampelpfad weiter. Über diese etwas baufällig wirkende und zugestellte Brücke ging unser Wanderweg? Wir zwängten uns an dem Anhänger vorbei und überquerten dann durch zwei Gatter eine Kuhweide. Diese Wegführung bezweckte, dass dadurch die weitläufigen Wiesen des Hofes und der Wisser Bach umrundet werden konnten. Der Bach mit den ausgewaschenen Ufern verlief mitten durch die Kuhweide.

Nun ging es 100 hm den nächsten Berg hinauf und zuletzt auf einer Straße am Waldwand entlang. Wir erreichten Hof Hagdorn. Da wir allerdings an einem Mittwoch unterwegs waren, hatte die Gastronomie des Erlebnisbauernhofs nicht geöffnet. Dafür bot sich uns  eine schöne Aussicht:

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Durch einen netten Mischwald ging es nun weiter, bis wir in der Nähe von Galgenberg noch einmal weit schauen konnten.

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Von nun an ging es nur noch bergab. Der Zuweg nach Wissen war bald gefunden.

 

 

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Oberhalb des Schwimmbads kamen wir in ein Wäldchen, in dem es auf Serpentinen steil den Hang hinab bis zum Bad, zur Sieg und zum Stadion ging. Den Weg kannten wir schon von der vorigen Etappe. Die Fotos sind von 2017 im April, sie zeigen, dass man die Sieg hier endlich einmal zu Gesicht bekommt. Weil im Oktober die Bäume noch belaubt waren, blieb uns dieser Blick bei dieser Etappe verwehrt.

 

 

So kamen wir nach einer schönen, sonnigen Wanderung wieder am Auto an. Zwei Wochen später folgte der zweite Teil dieser Etappe.

–> Fortsetzung folgt!

 

 

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