Fotoparade 2 – 2018

Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2018

Echinacea

Michael vom Blog Erkunde die Welt hat am 1. Dezember 2018 zur Fotoparade eingeladen.  An solch einer Parade habe ich bisher noch nie teilgenommen, aber es reizte mich. Deshalb habe ich mich gerne in meine digitalen Ordner vertieft und hunderte von Fotos gesichtet, ob sich welche zum Mitmachen lohnen. Ich bin eine reine Hobbyknipserin.

Michael gibt sieben festgelegte Kategorien vor, die die Fotos erfüllen sollen:

  • Abstrakt
  • Aussicht
  • Krasse Sache
  • Landschaft
  • Rot
  • Tierisch
  • Schönstes Foto

Ich dürfte aber auch eigene Kategorien erfinden oder eine der vorgegebenen weglassen, wenn sie mir nicht zusagt, solange es sechs Fotos plus das schönste Foto bleiben.

Das hatte ich erst falsch verstanden – nämlich ich müsste eine der Kategorien weglassen, wenn ich eine eigene nenne. Aber auf Wunsch zweier treuer LeserInnen füge ich nachträglich noch meine eigene Kategorie Makro“ hinzu.

„Abstrakt“

Für diese Kategorie hatte ich sofort ein Bild vor Augen, das im November auf dem AhrSteig bei Bad Neuenahr-Ahrweiler entstanden ist. Der ein oder andere hat es vielleicht schon auf meinem Instagram-Account gesehen, als ich die Frage stellte, was das Foto wohl darstelle. Keiner ist draufgekommen.

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Es zeigt den Ausschnitt eines mit Raureif überzogenen, ordentlich gefalteten Netzes, das im Weinberg zwischen den Reben lag. Die Weinstöcke waren abgeerntet und kahl. Das Netz, das allzu gierige Vögel (oder Wanderer) am Naschen hindern sollte, wurde nun nicht mehr benötigt.

„Aussicht“

Oh, Aussichten hatte ich in den letzten Monaten viele – auch wunderschöne! Aber nicht immer gaben die Fotos nachher das erhabene Gefühl wieder, was man beim Blick ins Tal von einem Berg aus empfunden hatte. Manch ein Foto zeigte in ehrlicher Weise, wie diesig der Horizont war oder dass der üppige Wald nach dem trockenen Sommer doch etwas eintönig hellgrün aussah. Doch gab es ein Foto, das ich aus fototechnischen Gründen zwar nicht top finde, was aber genau das zeigt, was man vor Ort sieht. Die Saarschleife bei Mettlach:

Aussicht1

Ich habe etwa sechs Fotos vom dortigen Aussichtspunkt an der Cloef gemacht, als ich im Juli auf dem Saar-Hunsrück-Steig unterwegs war. Dieses hier gefiel mir am besten, weil sich die vorüberziehenden Wolken mit ihren Schatten in der Landschaft zeigen und trotz vielem Grün verschiedene Farbnuancen zu sehen sind.

„Krasse Sache“

So goldgelb wie die Überschrift leuchtete am 24. November der volle Mond. Sehr erdnah stand er ganz tief über’m Horizont und war riesig anzusehen. Ich hatte gerade den AhrSteig beendet und war in meinem Auto auf dem Rückweg zurück nach Bonn, da sah ich ihn – und war sofort hin und weg. Krass, dieser Anblick!

Krasse Sache2

Nun hat man normalerweise keine Möglichkeit, ein Foto zu schießen, wenn man gerade auf einer Schnellstraße unterwegs ist. Ich fuhr also ab und suchte nach einer möglichst guten Stelle für ein Foto, bevor der Mond höher und höher stieg und seine Größe eingebüßte. Doch geriet ich nur in das städtische Gebiet von Remagen, wo mir die hellen Straßenlaternen einen Strich durch die Rechnung machten. Ich fuhr also weiter heim.

Doch Glück muss Frau haben! In Oberwinter, oberhalb des Yachthafens direkt am Rhein, gab es eine Parkbucht am Straßenrand, an der ich problemlos halten und ein Geländer, auf dem ich außerdem meine Kamera abstellen konnte. Und so entstand dieses Bild vom Mond, der über dem Siebengebirge aufgeht und sich im Rhein spiegelt. Seht ihr den einzelnen Stern oben links im Bild?

„Landschaft“

Für diese Kategorie fiel es mir schwer, ein Foto auszuwählen. Die Betonung liegt auf „ein“. Ich habe viele Landschaftsfotos, einige gefallen mir auch richtig gut. Aber letztlich konnte ich mich nur sehr schwer entscheiden. Ich schwankte zwischen dem blau leuchtenden Foto vom Plansee (Titelbild meines letzten Beitrags), einem herbstlich leuchtenden Baum vor dunklen Fichten (beide bei den aussortierten Fotos zu finden) und dem hier:

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Es ist auch auf dem AhrSteig bei Mayschoß, unterhalb der Saffenburg entstanden. Genau genommen, stand ich dabei nicht auf dem AhrSteig, sondern auf einem Zuweg dorthin. Aber warum habe ich mich letztlich für dieses Foto entschieden? Es war eine sehr emotionale Entscheidung, denn erstens liebe ich die herrlichen Farben, die der Herbst hervorbringt, zweitens war meine mehrtägige Wanderung auf dem AhrSteig Anfang November ein wunderschönes Erlebnis, von dem ich jetzt noch seelisch zehren kann. Genau dieses Potpourri der Gefühle spiegelt sich für mich in diesem Bild wider.

„Rot“

Auch hier gab es das ein oder andere Foto. Viele Herbstfrüchte des Waldes sind rot! Mit einem schelmischen Augenzwinkern habe ich mich aber letztlich für folgendes Foto entschieden:

Rot1

Einige von euch werden es kennen: das wunderschöne, süd-rheinlandpfälzische Städtchen Saarburg präsentiert sich im Sommer durchaus in einem dominanten Rot. Der Leukbach fließt mitten durch die Altstadt und wird gesäumt von üppig blühenden Geranien und den schattenspendenden Sonnenschirmen der Gastronomiebetriebe. Urlaubsfeeling pur! Entstanden im August.

„Tierisch“

Tiere habe ich im letzten Halbjahr einige fotografiert. Am meisten waren es Schmetterlinge, die ich im „Eifalia Schmetterlingsgarten“ in Ahrbrück oder im Lampertstal beobachten konnte. Ich habe ja in diesem Sommer viele Wanderungen für mein Wanderbuch „Wanderungen für die Seele. Rhein, Ahr, Erft“ gemacht. Die Wanderung „Schmetterlingswege“ durch das Lampertstal gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen. Auf dieser Wanderung im Juli entstand dieses Foto:

Tierisch1

Ich hatte mir im Frühsommer dieses Jahres eine neue Systemkamera gekauft. Dieses Foto lässt tatsächlich mein Herz hüpfen, weil ich es so schön finde, wenn etwas fokussiert wird und der Hintergrund unscharf bleibt, so wie hier. Das konnte meine einfache Digitalkamera vorher nicht so gut. Jetzt übe ich fleißig.

Witzig finde ich auch die braunen „Fühler“ am unteren Blütenrand. Das sieht doch so aus, als würde ein weiteres Insekt mit langen Fühlern unter der Blüte hervorschauen, oder?

„Das schönste Foto“

Kann ich diese Kategorie überspringen? Nein? Na, gut. Aber das ist sooooo schweeeer! Ich kann mich nicht entscheiden!

Ich muss ehrlich sein. Ich habe kein „eines Lieblingsfoto“, aber ich habe mich für ein Foto entschieden, dass das letzte Halbjahr für mich wunderbar widerspiegelt.

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Für mich standen die letzten sechs Monate ganz im Zeichen der Sonne, des wunderbaren, warmen Wanderwetters mit blauem Himmel pur. Ich habe 2018 mehr Wanderungen gemacht, als je zuvor und habe im ersten Halbjahr den König-Ludwig-Weg und im zweiten Halbjahr einen weiteren Fernweg, den AhrSteig „bezwungen“. Den musste ich nicht aus gesundheitlichen Gründen früher abbrechen und bin alle Etappen gelaufen, was mich mit einem kleinen Stolz erfüllt.

Und so entstand dieses Foto an einem der letzten „Sommertage“, nämlich am 23. November, auf der letzten Etappe des AhrSteigs. „Bäume“ wäre auch eine tolle Kategorie gewesen. 🙂

„Makro“

Dieses Schwarz-Pappel-Blatt, welches sich im Herbst auf der Rückseite so wunderbar rosa verfärbt, lag auf meinem Wanderweg. Die Luft war feucht, der Himmel bewölkt. Aber die glitzernden Wassertropfen fielen mir sofort ins Auge.

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Tropfenspiel

Fotoparade – das war sie

Nun, wie gefallen euch die Fotos? Regen sie euch an, bei der Fotoparade auch mitzumachen, so wie mich die wunderschönen Fotos von Romy wandert vom Blog Etappen-wandern dazu angeregt haben? Bis zum 31. Januar 2019 habt ihr noch Zeit.

Und das sind meine aussortierten Fotos:

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Plansee in Tirol, Oktober 2018

 

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Nähe Eichenbach im oberen Ahrtal, November 2018

Gerade das letzte Foto spricht mich emotional sehr an. Denn der Wald hinter Eichenbach war ein reiner Fichtenwald: dunkel und einfarbig. Das Wetter trüb. Da komme ich an den Waldrand und vor mir leuchtet plötzlich diese junge Buche in den schönsten Gelbtönen auf, als hätte man das Licht angeknipst. Aber das wäre Inhalt für eine neue Fotoparade zum Thema Herbst 🙂

16 Antworten auf „Fotoparade 2 – 2018

    1. Vielen Dank, für dein Lob und den Tipp. Meine Systemkamera ist für mich noch ungewohnt. Peinlich, aber wahr: ich weiß bis jetzt noch nicht, wie ich manuell die Blende einstellen kann und fotografiere immer mit Automatik. Einige Fotos habe ich auch mit meinem Huawei P 10 mate pro Smartphone gemacht.
      Gruß, Aurora

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    1. Jaaa, geschafft!
      Als ich von der Parade erfuhr, hab ich gleich an dich gedacht und mich gewundert, dass du bisher noch nicht mitgemacht hattest. Schön, dass ich dich inspirieren konnte.
      Schaue mir nachher gern deine Ergebnisse an 😊

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  1. Klasse Fotos! Die herbstlichen Weinreben finde ich besonders schön. Das war einfach ein fantastischer Herbst. Und wenn man dann noch ein so tolles Erlebnis hatte! Auch dein schönstes Foto gefällt mir richtig gut. Ich mag diese Gegenlichtaufnahmen, gerade mit der weiten Landschaft im Hintergrund. Liebe Grüße von Andrea

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