Allgäuer Herbst (2)

Kleine Königsrunde zur Wieskirche und Relaxing auf dem Tegelberg

Montag, den 15. Oktober 2018 – zur Wieskirche

10,6 km, 100 Höhenmeter

gpx-Track bei Komoot

Draußen ist der Garten überzuckert. Über Nacht hat es leicht geschneit. Ich war das Wochenende über im hübschen Ingelheim am Rhein. Hatte mich zum dortigen Instawalk Rheinland Pfalz angemeldet und Freitag/Samstag dazu genutzt, den Kleinen Mainzer Höhenweg zu wandern. Ui, von welchen Wanderungen ich alles noch berichten möchte – aber hänge immer noch im Oktober fest! Dennoch sind die Berichte von den sommerlichen Wetterlagen rückblickend schöne und wärmende Erinnerungen.

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Allgäu

Am dritten Tag unseres Herbsturlaubs im Allgäu sollte es bewusst eine kleine Runde sein. Im Rother Wanderführer „Allgäu 2“ fanden wir eine passende Runde zur Wieskirche, die ich zwar im Rahmen meiner König-Ludwig-Weg-Wanderung im Mai dieses Jahres schon besucht hatte, Doris bisher aber noch nicht. Außerdem war ich ja nicht zu Fuß dorthin gewandert. Bei diesem magischen Sommerwetter machte es also umso mehr Spaß.

 

Ausgangspunkt war eine kleine Kirche auf dem namentlichen Kreuzberg, südlich von Steingaden, nahe des Biberschwöller Sees. Mit unserem Navi landeten wir direkt auf dem Hügel vor der Kirchentür und weil wir an dem schmalen Wirtschaftssträßchen keine andere Möglichkeit zum Parken sahen, ohne die Durchfahrt anderer Autos oder gar Landmaschinen zu behindern, ließen wir das Auto neben der Kirche stehen. Die Kirche war leider geschlossen, doch bekamen wir sofort netten Besuch von einem unheimlich süßen, mauntzenden und verschmusten Kätzchen.

 

Allein die Aussicht von hier oben war schon märchenhaft.

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Aber auch die Kirche selbst war ein dankbares Fotomotiv, wie sie da auf ihrem Hügel thronte. An Fuß des Kreuzbergs entlang kamen wir nach Gogel, von wo die mit 8,5 km ausgeschriebene Tour eigentlich beginnen sollte. Den beschriebenen Kruzifix fanden wir nicht, aber ein hilfsbereiter Anwohner zeigte uns den Weg Richtung Fronreitener See.

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in Gogel
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Fronreitener See, (c) Doris S.

Weiter ging es nach Resle. Als wir im Ort nach links abbiegen sollten, stach mir sofort das weiß-blaue Wegzeichen mit dem gekrönten K ins Auge. Der König-Ludwig-Weg hatte mich wieder! Ähnliche Hochgefühle wir vor Monaten, als ich das erste Mal einen mehrtägigen Wanderweg auf eigene Faust gewandert war, kamen wieder hoch. Das war damals eine so schöne Erfahrung für mich! Aber auch der leidigeAsphalt unter den Füßen sollte bis zur Wieskirche wieder mal unser „treuer Begleiter“ bleiben.

Dann kam die Wieskirche in Sicht, wo wir ausgiebig Pause machten.

 

 

Der weitere Wegabschnitt durchs Wiesfilz war besonders hübsch. Über „Brettlwege“ ging’s durch ein Hochmoor und über moosbewachsene Wege durch einen lichtdurchfluteten Fichtenwald zurück nach Gogel.

 

 

Dienstag, den 16. Oktober 2018  – auf dem Tegelberg

Am nächsten Tag wollten wir das Allgäu einmal von oben sehen. So fuhren wir zum nahe gelegenen Tegelberg. Der Aufstieg auf den 1714 m hohen Berg hätte Doris gereizt, mich aber weniger. Vielleicht ein anderes Mal? Wir nahmen die Gondel. Welch eine schöne Aussicht von oben!!!

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Von hier oben kann man normalerweise sehr schön zu den Königsschlössern absteigen, doch waren derzeit die Pöllatschlucht mit der Marienbrücke gesperrt, von wo aus man den schönsten Blick auf Neuschwanstein gehabt hätte. Vielleicht auch das ein anderes Mal…

Herrlich die Allgäuer Seenplatte:

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Am linken Bildschirmrand sieht man hinten den Weißensee, vorne den Schwansee, in der Bildmitte den großen Forggensee, dahinter den Hopfensee und ganz am rechten Bildschirmrand den Bannwaldsee

Wir wollten einen kleinen Gang zum Branderschrofen (1881 m) machen, den man hier mit seinem Kreuz auf dem Gipfel gut erkennt:

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(c) Doris S.
(c) Doris S.

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Sah eigentlich nicht hoch aus, doch war der steinige Weg dorthin für mich eine Herausforderung an mein Gleichgewichtsorgan. Wir passierten zwei Kreuze, die an tödlich verunglückte Menschen erinnerten, was es für mich nicht leichter machte. Trotz Doris‘ Beruhigung („Es verunglücken laut Statistik mehr Männer als Frauen, weil die sich eher überschätzen und risikofreudiger sind“), musste ich bei 1810 m abbrechen. Mein Höhenschwindel, der vor allem auftritt, wenn ich rechts und links keine optischen Haltepunkte, wie Bäume, mehr habe und der Weg steinig und geröllig ist, ließen meine Beine wie Pudding erscheinen. Doris wollte nicht alleine zum Gipfel kraxeln und so beschränkten wir uns auf die kleine sogenannte „Königsrunde“ und liefen in einem Bogen wieder zurück zur Bergstation.

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Dort ließen wir es uns auf der geschützten Terrasse im wärmsten Sonnenschein mit einer leckeren Tasse Cappuccino gut gehen.

 

 

Und zum Abschluss des Tages bummelten wir noch etwas durch Füssen:

 

 

–> Fortsetzung folgt

* Ich danke Doris für das Teilen ihrer Fotos.

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2 Antworten auf „Allgäuer Herbst (2)

  1. Du bist nicht allein…..
    Ich habe so lange hinterher gehangen und kann jetzt langsam aufatmen. Die Zeit rennt und am Jahresende haben wir doch alle gerne den Schreibtisch leer, oder fast leer.
    Im Allgäu war ich noch nie, reizen würde es mich schon. Doch davor stehen eine Reihe andere Regionen….schnief…auch hier rennt die Zeit 😉

    Liebe Grüße und ganz tolle Feiertage wünsche ich Dir (und Doris in Abwesenheit)
    Elke + Spike

    Gefällt 1 Person

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