Poncho-Premiere :-) – Bergischer Panoramasteig (2) im Regen

Unterwegs auf dem Bergischen Panoramasteig zwischen Holstein’s Mühle (Nümbrecht) und P&R Drabender Höhe (Wiehl-Forst, an der A4, AS Bielstein)

15,4 Kilometer, ↑ 300 Höhenmeter  ↓ 250 Höhenmeter, ca. 4:15 Std.

Gewandert (in umgekehrter Richtung) am 27. April 2019

Gpx-Track vorwärts und rückwärts (letzteres sind wir gelaufen)

Gut gerüstet
Gut gerüstet

Wie ich hier so am Tisch vor meinem Laptop sitze und mich an diese Wanderung erinnere, fließt draußen genauso der Regen vom Himmel wie damals! Es war eine Premiere für meine Wandergruppe bei solch einem Wetter unterwegs zu sein, denn bisher hatten wir zwar immer feste Termine vereinbart, diese aber bei schlechtem Wetter ausfallen lassen. Dieses Mal nahmen wir uns vor, die Etappe zu laufen, egal was da vom Himmel falle. Für meinen roten Regenponcho von Pro-x, den ich bestimmt schon seit 4 Jahre besitze, war es auch die erste Bewährungsprobe. Fazit: es war ein guter Kauf! Ich blieb trocken und hatte kein klammes Gefühl darunter. Zunächst hatte ich meine Windjacke noch an, konnte sie aber später ausziehen und bei 14° C nur mit Shirt und Fleece unter dem Poncho laufen.

Am Bergischen Panoramasteig
Am Bergischen Panoramasteig

Der Immerkopf stand zum Schluss dieser, für unsere Verhältnisse langen Etappe, an. Da wir unsicher waren, ob unsere Kräfte dann noch halten würden und auch wegen des Wetters und der netten Einkehr in Holstein’s Mühle, drehten wir den Spieß, …. äh, die Laufrichtung einfach um. Weniger Höhenmeter hinauf und am Ende können wir müde ins Restaurant fallen 🙂

schöner Waldweg auf dem Bergischen Panoramasteig
schöner Waldweg auf dem Bergischen Panoramasteig

Bewährt hatte sich die Anfahrt mit zwei Autos. Kathi und ich holten Jutta an der Mühle ab und fuhren gemeinsam weiter zum Start am Pendlerparkplatz Drabenderhöhe. Dort gestaltete sich der Einstieg in den Wanderweg etwas schwierig. Einerseits, weil mein Handy, auf dem der Track schlummerte, ganz nass wurde, je länger ich darauf schaut und andererseits, weil wir uns erst orientieren und feststellen mussten, dass der Trampelpfad hinter dem Parkplatz tatsächlich einen direkten Zugang zum Bergischen Panoramasteig hat! Aber dann ging es endlich los. Wie Zwerge stapften wir heute mit unseren Capes durch nasse Wiesen und Wälder.

Los geht’s

Der Immerkopf war schnell erklommen. Obenauf standen merkwürdige Gebäude – Relikte der ehemals militärischen Nutzung der 364 m hohen Bergkuppe.

Auf dem Immerkopf
Auf dem Immerkopf

Dahinter ging es ein wenig am Waldrand entlang und durch grüne Wiesen ins Tal hinab. Hier hätte sich bei schönem Wetter eine schönere Sicht über die Hügellandschaft bei Immen und Niederhof geboten. Die Fotos lassen es nur etwas erahnen. Naja, es kann eben nicht immer nur schönes Wetter sein.

Blick vom Immerkopf talwärts
Blick vom Immerkopf talwärts
Blick auf Immen und Bielstein
Blick auf Immen
Schöne Wiesen unterhalb des Immerkopfs
Blick vom Immerkopf talwärts

Von hinten überholte uns eine zügig voranschreitende etwa 10köpfige Herren-Wandergruppe. Sicherlich waren die am Morgen in Ründeroth, dem offiziellen Start dieser Etappe gestartet und hatten nun schon die Hohe Warte und den Immerkopf überquert.

Kathi S. auf dem Bergischen Panoramasteig
Der Regen ließ kurz einmal nach

Der Weg senkte sich mehr und mehr hinab ins Tal und wir erreichten die Uelpetalstraße und die ersten Häuser von Wiehl-Bielstein, Ortsteil Damte. Wir hatten Hunger und Kaffeedurst und wären am liebsten irgendwo eingekehrt. Aber dann wären wir heute bestimmt nicht mehr weitergelaufen. Kurz diskutierten wir, die nasse Wanderung hier abzubrechen und irgendwie mit einem Bus zu unserem Auto zurückzufahren – falls hier Busse fahren!? Doch entschieden wir uns dann doch fürs Weiterwandern, was auch gut war, denn die schöneren Abschnitte kamen noch.

 

Das schöne Uelpebachtal

Teiche im Tal des Uelpebachs
Teiche im Tal des Uelpebachs

Nun begann prompt ein sehr hübscher Waldabschnitt, entlang des Uelpebachs mit seiner Wiesenaue, in der sich mehrere Teiche aneinander reihten. Unter einer dichten Fichte fanden wir außerdem ein trockenes Plätzchen, um im Stehen unser mitgebrachtes Mittagessen zu verspeisen.

Kurz streiften wir die Randbebauung von Damte und stiegen dann am Hang des Burgbergs sanft auf die Höhe hinauf, Richtung Linden. Von der Wallanlage einer Fliehburg, die sich dort oben laut meiner Karte befinden soll, bekamen wir nichts mit. Hatten wir die Kapuzen zu tief ins Gesicht gezogen?

Der „Bierweg“, Bergischer Streifzug 17, begleitete uns nun. In Bielstein befindet sich die Erzquell Brauerei.

Auf der Höhe angekommen, konnten wir wieder etwas weiter schauen. Auf einem wunderschönen, geschwungenen Wiesenweg führte der Bergische Panoramasteig zwischen den Orten Linden und Hengstenberg hindurch.

 

Immer wieder Aussichten

Bergischer Panoramasteig bei Wiehl
Bergischer Panoramasteig bei Wiehl
Hengstenberg
Hengstenberg
Blick bei Faulmert nach Wiehl
Blick bei Faulmert nach Wiehl

Als wir auf der Höhe von Großfischbach waren, hörte der Regen endlich auf. Ein kurzes Stück ging es noch einmal bergauf durch den Wald mit vergeblicher Geocachingsuche, dann erreichten wir die Landstraße Richtung Stockheim und mussten sie queren.

Bei Großfischbach
Bei Großfischbach

 

Die Sache mit dem Zaun

Auf der anderen Straßenseite galt es, zwischen zwei Kuhweiden hindurchzugehen, jedoch waren hier die zwei Weiden mit elektrischen Zäunen verbunden. Wir konnten den unter Strom stehenden Stacheldrahtzaun an dem Plastikgriff aushängen und wollten ihn nach dem Passieren wieder in die dafür vorgesehene Metallschlaufe einhängen. Die Schlaufe bog sich aber zur Seite und bei dem Versuch, beides zusammenzubringen, holte ich mir einen Stromschlag. In Sichtweite hinter uns kam die große Wandergruppe, der wir am Vormittag schon einmal begegnet waren, heran. Die Herren mussten irgendwo eingekehrt sein, da sie doch eigentlich recht zügig unterwegs waren. So ließ ich den zweiten Zaungriff für die Nachhut offen.

Falsch gedacht. Kurz darauf sahen wir nämlich, dass die Wandergruppe noch vor der Landstraße abbog und gar nicht hinter uns herlief, sondern direkt auf Stockheim zu. Pech für den Zaun, hoffentlich nicht für den Bauern?

Hinter Stockheim trafen sich dann wieder unsere Wege.

Sonne im idyllischen Bachtal

Tatsächlich kam kurz vor unserem Ziel dann doch noch etwas die Sone heraus. Wir liefen die letzten 1,5 Kilometer bis Holstein’s Mühle durch ein idyllisches Bachtal.

Zwei verbundene Bäume
Zwei verbundene Bäume
Auf dem Weg zu Holstein's Mühle
Auf dem Weg zu Holstein’s Mühle
die Sonne kam heraus
die Sonne kam heraus
Idyllischer Bach
Idyllischer Bach

 

Geocaching

Wir wollten auch dieses Mal wieder die am Weg gelegenen Geocaches einsammeln, jedoch reichte beim ersten Cache nur der Blick ins sumpfige Gelände abseits des Weges, dass wir den links liegen ließen und den nächsten anvisierten. Wir haben von den 6 Caches keinen einzigen gefunden! Entweder sprangen die Koordinaten wegen der starken Bewölkung und den Bäumen zu sehr, so dass wir an der falschen Stelle gesucht haben (?) oder die Gegebenheiten vor Ort waren so, dass ich keine Lust hatte, mich in der Nähe damit zu beschäftigen, z.B. in einen rutschigen Bachtunnel abzusteigen. Oder wir hatten einfach nur Tomaten auf den Augen. Bei drei Caches haben wir richtig lange gesucht – zu dritt! Das war schon enttäuschend…

–> Fortsetzung folgt

Zurück zu unserer 1. Etappe? Hier entlang

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