Zum ersten Mal Moselsteig

Unterwegs an der Mosel zwischen Pommern und Kobern-Gondorf

Moselsteig – Etappen 19, 20 und 22

gewandert April (Ostern) 2017

„Sollen wir nicht mal an die Mosel fahren?“ – so lautete einst die Frage meiner Freundin Doris, mit der ich meistens meine Urlaube verbringe. Drei Tage über Ostern hatten wir gemeinsam Zeit. Gedacht, gesagt, getan. Wir fanden ein gutes Arrangement in Treis-Karden an der unteren Mosel und mieteten uns dort ein. Anreisetag war der Karfreitag. Wir fuhren bei strahlend blauem Himmel zum Schlosshotel Petry nach Karden (denn Treis ist auf der anderen Moselseite), durften morgens um 10 h bereits im Hotel einchecken und machten eine halbe Stunde später direkt vom Hotel aus die ersten Schritte auf dem Moselsteig, denn die Etappe 20 startete direkt im Ort.

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Treis-Karden

An diesem Tag führte uns der wunderschöne Weg an der Hangkante oberhalb der Mosel entlang zu wunderbaren Aussichtspunkten….

 

 

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… durch Buxbaumwälder…

 

 

… an Kreuzwegen vorbei bis aufs Moselplateau…

 

 

und wieder hinunter zur Burg Eltz.

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Von dort nahmen wir entlang des Elzbaches den Zuweg nach Moselkern, wo wir mit dem Zug zurück nach Karden fuhren. Es war ein sonniger und warmer Tag Continue reading „Zum ersten Mal Moselsteig“

Rheinsteig (25) – der Geruch ehrwürdiger Mauern

Unterwegs auf dem Rheinsteig von Oestrich-Gottesthal nach Kiedrich

11,5 km, zweiter Teil der offiziellen 19. Etappe, meine persönliche Etappe 25

gewandert am 12. April 2017

Gps-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/taunus/rheinsteig-19.-etappe-teil-b-von-oestrich-winkel-nach-kiedrich/113977222/

Ich hatte eine insgesamt etwas unruhige Vollmondnacht in der Pension Kühns Mühle in Oestrich- Gottesthal verbracht. Mein Rücken beschwerte sich heftig. Dennoch hatte ich große Lust, weiterzugehen. Fröhlichen Mutes ging ich um 7:30 h zum Frühstück. Ich war dort ganz allein. Höflich fragte ich nach einem Lunchpaket für den Tag und durfte mir für einen sehr kleinen Aufpreis ein belegtes Brötchen und ein hartgekochtes Ei mitnehmen.

Nun ging es los. Kaum aus dem Haus, stand ich schon auf meinem Wanderweg, der mich eine kleine Anhöhe hinaufführte, von der ich einen sehr schönen Weitblick ins Rheintal hatte.

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Blick zurück zur Pension

Da ich in der Pension keinen Stempel bekommen hatte und das Hotel Neugebauer, welches in der Nähe von Johannisberg direkt am Rheinsteig liegt und auch einen haben soll, noch Winterpause hatte, überlegte ich mir im Laufe des Wandertages wie ich daran kommen könnte. Lest bis zu Ende, da löse ich auf :-). 7 km bis Kloster Eberbach stand auf dem Wegweiserschild. Das ist doch nicht viel. Also los!

Auf der Anhöhe hinter der Pension erreichte ich eine Schutzhütte und sah eine weitere alleine wandernde Frau den Hügel hinauf kommen: Da war also noch jemand früh unterwegs, denn sie muss in einem der Orte vor meiner im Niemandsland gelegenen Pension gestartet sein. Für mich kam es ja nicht so häufig vor, schon am früheren Vormittag, d.h. ohne vorherige Anfahrt, unterwegs zu sein. Aber es gefiel mir.

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Rheinsteig (24) – Weinberge, Schlösser und Klöster

Unterwegs auf dem Rheinsteig von Rüdesheim bis Oestrich-Gottesthal (Pension Kühns Mühle)

14,5 km mit Zuweg, offiziell zweiter Teil der 18. und Beginn der 19. Etappe, meine persönliche Etappe 24

gewandert am 11. April 2017

GPS-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/taunus/rheinsteig-18.-etappe-teil-b-19.-etappe-teil-a-von-ruedesheim-ebental-nac/113944561/

„Im Menschen sind Feuer, Luft, Wasser und Erde, und aus ihnen besteht er. Vom Feuer hat er die Wärme, von der Luft den Atem, vom Wasser das Blut und von der Erde den Körper. Dem Feuer verdankt er das Sehen, der Luft das Hören, dem Wasser die Bewegung und der Erde seinen Gang.“

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

Frühjahrsurlaub! Hinaus auf den Rheinsteig! Diese und die nächste Etappe habe ich wieder mit einer Übernachtung verbunden. So lohnte sich die weite Anfahrt von Bonn umso mehr. Die Bus- und Bahnfahrt nach Rüdesheim gestaltete sich bis Assmannshausen, eine Station vor meinem Ziel, auch reibungslos. Doch in Rüdesheim war ein LKW in die Oberleitung gefahren und hatte sie mitgerissen, so dass der Zug in Assmannshausen erst einmal stehen blieb und wartete, bis dann ein Schienenersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt wurde. Der Bus fuhr uns über Berge und Dörfer und ich fragte mich echt, wo der hin wolle. Erst in Rüdesheim am Bahnhof verstand ich, warum er diesen Umweg genommen hatte, denn die Schranken am einzigen Bahnübergang zwischen Rheinuferstraße und Stadt waren heruntergelassen und von einem speziellen Schienenfahrzeug aus waren Handwerker damit beschäftigt, die letzten Reparaturen an der Oberleitung vorzunehmen. Der Bus hätte gar nicht am Rhein entlang fahren können. Also, hätte er schon, aber wir Fahrgäste wären hier nicht über die Gleise nach Rüdesheim gekommen. Somit war ich dem Busfahrer sehr dankbar für diesen Umweg, der mir auch interessante Einblicke ins Hinterland bescherte.

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in Rüdesheim

Mit 30 minütiger Verspätung kam ich in Rüdesheim an. Wie gut, dass ich es nicht eilig hatte und schon bei der Anfahrt eine zusätzliche Pufferzeit einberechnet hatte.  Das einzige, das ich in Rüdesheim noch zu erledigen hatte, war die Jagd nach dem Rheinsteigstempel (siehe vorigen Bericht) und dieses Mal erhielt ich ihn problemlos. An der Bäckerei Laquai nebenan setzte ich mich draußen in die Sonne und frühstückte erst einmal ausgiebig. Auch das hatte ich vorher so geplant. Da ich heute mein Übernachtungsgepäck mit mir herumtrug, wog mein nicht allzu großer Rucksack ordentlich und drückte mir ungewohnt auf die Lendenwirbelsäule.

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Gestärkt machte ich mich auf den Zuweg zum Rheinsteig, wo ich ihn das letzte Mal verlassen hatte. Die Abtei Sankt Hildegard grüßte mich wieder vom Berg oben. Bei Ebental erreichte ich meinen Wanderweg. Er verlief am Stegbach entlang und erreichte schon nach kurzer Zeit das ehemalige Kloster Nothgottes, heute ein Hofgut.

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Rheinsteig (23) – Willkommen im Rheingau

Unterwegs auf dem Rheinsteig von Assmannshausen bis hinter Rüdesheim (Ebental)

14,3 km (inkl. Zu-, Um- und Abwege), letztes Stück und Anfang der offiziellen 17. und 18. Etappe, meine persönliche Etappe 23

gewandert am 06. Januar 2017

Gps-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/taunus/rheinsteig-teile-der-17.-18.-etappe-zwischen-assmannshausen-und-ruedeshei/113919862/ (korrigiert, ohne „Verlaufer“)

Mein Rheinsteigprojekt hat es ins Jahr 2017 geschafft!

Geschafft? Oder soll ich sagen, es hat sich bis ins Jahr 2017 hingezogen? Ich sehe das nicht so eng. Schließlich bin ich voll berufstätig und habe nicht jedes Wochenende Zeit, um Wandern zu gehen. Und ich habe mir meine Etappen oft für die schöneren Wetterlagen aufgespart :-).

So langsam kommt das Ende des Fernwanderweges in Sicht. Von Assmannshausen bis Wiesbaden sind es nur noch etwa 67 km. Da der Rhein bei Bingen einen Knick macht, kommt es mir tatsächlich so vor, als würde ich wie um eine Wegbiegung laufen und sich mir dahinter ein ganz neues Panorama eröffnen: der Rheingau heißt mich willkommen.

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in Assmannshausen

Es ist ein sehr sonniger, aber bitterkalter Januartag. Die Vorhersage spricht von -6° bis -12° C. Nach meiner schönen Erfahrung vom 1. November auf dem Rheinsteig sehne ich mich sehr nach einer Fortsetzung und so nehme die lange Anfahrt nach Assmannshausen – dieses Mal mit dem Zug – gerne in Kauf.

Bei Dunkelheit, morgens um 7 Uhr, verlasse ich mit dem Rucksack auf dem Rücken meine Wohnung. Ein Bus, ein IC und eine Regionalbahn bringen mich ans 110 km entfernte Ziel. Es ist so wunderschön aus dem Zugfenster den gesamten bereits gelaufenen Weg nachzuverfolgen. Ich schaue raus und murmele leise die Namen der Orte und Burgen, die an mir vorbeiziehen und die mir noch im Gedächtnis sind. Mit Umsteigen bin ich insgesamt zweieinhalb Stunden unterwegs. Daher habe ich im Vorfeld – auch wegen des kurzen Tages im Winter – keine allzu lange Etappe geplant. Ich kann entweder bis Rüdesheim oder nach Geisenheim laufen und von dort mit dem Zug zurückfahren. Die Fahrkarte habe ich entsprechend gebucht. So ein Kurztrip am Wochenende ist doch jedes Mal wie ein Urlaub!

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Neanderlandsteig, Etappe 1

Teil A: Unterwegs zwischen Haan-Gruiten und Grube 7 (Haus Poock, Haltestelle Abzw. Schöller)

gewandert am 4. März 2017 – 6,7 km

Vom P&R-Parkplatz am Bahnhof Haan-Gruiten laufen Kathi und ich entlang einer Straße und biegen nach wenigen Schritten schon in einen Wiesenweg am Waldrand ab, der ins Düsseltal hinab führt. Sofort umfängt uns die Natur und wir tauchen ab in die Idylle des Tals. Gemächlich mäandriert die Düssel dahin. Riesige Weidenbäume lassen ihre Zweige über das Wasser hängen, kleine Stege führen den Weg ans andere Ufer. Sehr romantisch.

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Der Frühling hat noch nicht Einzug gehalten. Es fehlt das Laub an den Bäumen, um der Szenerie etwas Farbe zu verleihen. Was muss das im Sommer hübsch sein.

Vorbei geht es an einer kleinen Teichanlage mit einem Schuppen, auf dessen Dach zwei Pfaue thronen und weiter am Bauernhof Gut Ehlenbeck.

Nach vielen Kurven und 5 km erreichen wir Dorf Gruiten, welches durch viele schön renovierte Fachwerkhäuser besticht. An einem Haus ist der Vorgarten als Mineraliengarten mit Fundstücken aus der nahe gelegenen Grube 7 bestückt. An manchen Häusern stehen Tafeln, für wen das Haus früher gebaut wurde, z.B. den Offermann (Küster).

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Rheinsteig (5) – auf und ab!

Unterwegs auf dem Rheinsteig von Leutesdorf nach Neuwied-Niederbieber

gewandert am Sonntag, den 27. September 2015, Teil der offiziellen 6. Etappe, meine persönliche Etappe 5

Ca 14,3 km

GPX-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/romantischer-rhein/rheinsteig-teil-a-der-6.-etappe-von-leutesdorf-nach-neuwied-niederbieber/113406348/

Hiermit möchte ich meine Berichte vom Rheinsteig weiter vervollständigen. Die letzte beschriebene Etappe bin ich am 21.8.15 gewandert, meine Sommerferien waren zu Ende, doch es juckte mir in den Füßen, weiterzugehen.

An diesem sonnigen Sonntag fuhr ich mit dem Auto nach Neuwied und parkte es im Ortsteil Niederbieber direkt an der Wied („am Steg“). Mit dem Bus fuhr ich nach Neuwied Bf und von dort mit dem Zeug weiter nach Leutesdorf, wo ich zuletzt meine Etappe beendet hatte.

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Traumpfad „Höhlen- und Schluchtensteig Kell“

Drunter und Drüber, hoch und runter auf dem Traumpfad „Höhlen- und Schluchtensteig Kell“ in der Eifel

 12 km, 322 Höhenmeter

gewandert am 31. Oktober 2017

https://www.outdooractive.com/de/wanderung/romantischer-rhein/traumpfad-hoehlen-und-schluchtensteig-kell/1519452/

Weitere Infos zu den Traumpfaden: http://www.Traumpfade.info

49 Panorama

Dank Martin Luther wurde uns ja in diesem Jahr ein weiterer Feiertag geschenkt, den ich sinnvoll genutzt habe, um mit Monika eine Wanderung auf dem Höhlen- und Schluchtensteig Kell zu machen. Gemeint ist nicht das Kell am Saar-Hunsrück-Steig, sondern das kleine Kell bei Andernach.

8 Viadukt (unser Start)

Wir starteten nicht am offiziellen Startpunkt, sondern nahe Bad Tönisstein an der B 412 im Brohltal am Gasthof „Jägerheim“ direkt unter dem Eisenbahn-Viadukt der historischen Brohltalbahn. Von hier aus liefen wir den Traumpfad in empfohlener Wanderrichtung, also gegen den Uhrzeigersinn. Continue reading „Traumpfad „Höhlen- und Schluchtensteig Kell““

Kloster Volkenroda

Volkenroda ist ein kleiner Ort im Kreis Unstrut-Hainich in Thüringen. Uns wurde für unseren Urlaub empfohlen, dieses Kloster anzuschauen und da wir am Anreisetag noch Zeit hatten, fuhren wir hin und wurden nicht enttäuscht. Ich fand das gesamte Klostergelände unheimlich schön.

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Von den alten Klostergebäuden ist nicht mehr alles erhalten, aber die noch erhaltenen Gebäude sind liebevoll restauriert und mit neuen, modernen Gebäude sehr stilvoll verbunden worden. Angrenzende Fachwerkgebäude dienen heute als Seminar- und Übernachtungsräume. Continue reading „Kloster Volkenroda“

Herbstliche Wanderung um die Wartburg

Wanderung auf einem Teil des Lutherwegs und des Rennsteigs

Unterwegs von der Wartburg bei Eisenach zur Sängerwiese, durch die Drachenschlucht zur Hohen Sonne und wieder zurück zur Wartburg

gelaufen am 25. Oktober 2017

12,7 km, ca 330 Hm

GPX-Track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/werra/wartburg-saengerwiese-drachenschlucht-hohe-sonne-rennsteig/113258090/

Lang habt ihr nichts mehr von mir gelesen. Leider forderte mich mein Beruf die letzten Wochen so sehr, dass ich erst heute wieder dazu komme, weiter von meinem diesjährigen Herbsturlaub in Thüringen zu berichten. Wie angekündigt, fehlt noch der Bericht von der Wanderung ab der Wartburg. Voilà:

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Wartburg Eisenach

Da meine Freundin und ich in diesem Urlaub auch die Wartburg besichtigen wollten, lag es nahe, eine passende Wanderung damit zu verbinden. Aus einem Wanderführer und einer Wanderung bei Outdooractive bastelte ich eine Route.

Auf der fast einstündigen Anfahrt von unserem Hotel in Bad Langensalza nach Eisenach fielen zwar ein paar Tropfen vom stahlgrauem Herbsthimmel, doch sollten wir von weiterer Nässe tagsüber verschont bleiben. Continue reading „Herbstliche Wanderung um die Wartburg“