Alle Jahre wieder: Ostern auf dem Moselsteig – Etappe 2

Unterwegs auf dem Moselsteig zwischen Palzem und Nittel, Etappe 2

16,7 Kilometer, ↑400 Höhenmeter ↓410 Höhenmeter

gpx-Track (mit kleinen Abweichungen vom Weg bei Köllig)

gewandert am 21. April 2019

Am Ostersonntag dieses Jahres nahmen Doris und ich uns die 2. Etappe des Moselsteigs vor. Morgens um 9:00 h lag der rheinlandpfälzische Weinort Nittel, wo wir übernachtet hatten, noch im heiligen Tiefschlaf. Oder soll ich sagen im Rausch-Ausschlaf? Schließlich war am Vortag großes Weinfest gewesen. 🙂

Mit der Bahn fuhren wir „zurück“ nach Palzem und nahmen wie gestern den Zuweg bis zu der kleinen Kapelle in den Weinbergen. Noch war die Luft frisch und kühl, aber es sollte wieder ein sonniger, recht warmer Tag werden.

Weinbergskapelle Palzem (C) Doris S.
Weinbergskapelle Palzem (C) Doris S.

Die Weinberge verließen wir recht schnell wieder. Bei einer weiteren Kapelle (heute kamen noch viele!) tauchten wir in den schattigen Wald ein. Eine Gruppe vermutlich luxemburgischer Rennradler in türkisblauen Trikots machte hier auch gerade eine blitzschnelle Pinkelpause. Ein fröhliches „Bonjour“ hin und her und weiter ging’s für beide Seiten.

Es dauerte nicht lange und wir verließen das schattige Waldstück auch schon wieder.

_DSC3510Wir erreichten an der Helfantermühle, die uns nicht sonderlich ins Auge stach, die Bundesstraße 419 und mussten ein ganz kurzes Stück direkt hinter der Leitplanke durch eine enge Kurve laufen, bis wir wieder in einen Wirtschaftsweg einschlagen durften. Der erste kleine Anstieg stand uns bevor, den wir aber gerne nahmen – bei so schöner Aussicht auf den stattlichen Baum?! „Alle Jahre wieder: Ostern auf dem Moselsteig – Etappe 2“ weiterlesen

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Alle Jahre wieder: Ostern auf dem Moselsteig – Etappe 1

Unterwegs auf dem Moselsteig zwischen Perl und Palzem

ca. 24 km (11,7 & 12,3 km), gewandert am 19. & 20. April 2019

gpx-Track Teil 1 und Teil 2

 

Tradition?!

Einmal ist keinmal, zweimal ist eine Wiederholung, aber dreimal ist schon Tradition! Oder? Als Doris und ich 2017 ein Osterwochenende an der Mosel gebucht hatten, liefen wir auch anderthalb Etappen des Moselsteigs bei Treis-Karden. Der Weg gefiel uns so gut, dass wir Ostern 2018 nach Cochem fuhren und wieder einige Etappen flussaufwärts liefen. So lernten wir die halbe Etappe 17 sowie die Etappen 18 – 20 kennen. Doch für 2019 stand fest: jetzt wollen wir den Moselsteig an seinem Anfang beginnen und alle Etappen schön der Reihe nach laufen. Wieder boten sich die vier freien Tage von Karfreitag bis Ostermontag dafür an.

Frühling am Moselsteig
Frühling am Moselsteig

Wir mieteten im sehr zentral gelegenen Hotel Perler Hof, welches ich wärmstens empfehlen kann, ein Zimmer (Werbung :-9 ). Ich hatte mit dem Hotel einen Transfer vereinbart. Aus Gründen der Einfachheit sollten wir nach Ankunft im Hotel nach Tettingen gefahren werden, von wo aus wir den ersten Teil der Etappe in Gegenrichtung zurück zum Hotel laufen wollten. Der Vorteil für das Hotel lag darin, dass wir unsere Ankunftszeit in Perl gut planen konnten, anders, als wenn wir uns nach der Wanderung irgendwann in Tettingen hätten abholen lassen mussten. Tettingen liegt ungefähr auf der Hälfte dieser zweitlängsten Etappe des Moselsteigs. ÖPNV war am Feiertag nicht vorhanden. Am nächsten Morgen erhielten wir wieder einen Transfer nach Tettingen und liefen von dort in „richtiger Richtung“ bis Palzem, von wo wir mit dem Zug nach Perl zurückfuhren, um das Auto zu holen.

Damit es leichter vorstellbar ist, beschreibe ich die gesamte Etappe nur in eine Richtung, also von Perl nach Palzem.

Ehemaliger Barockgarten des Palais von Nell
Ehemaliger Barockgarten des Palais von Nell, von der Gemeinde Perl 1983 erworben

Wiedersehen macht Freude: Am Dreiländereck

Der Moselsteig beginnt offiziell am Aussichtspunkt Dreiländereck am Hammelberg, oberhalb von Perl. Dorthin führt ein ca. 1 km langer Zuweg vom Bahnhof durch den Ort, vorbei am Barockgarten des Palais von Nell.

Palais von Nell, 1733
Palais von Nell, 1733
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Begegnung mit dem Saar-Hunsrück-Steig, (c)Doris S.

Perl am Dreiländereck hat eine Besonderheit: es ist der einzige Ort im Saarland, der Moselwein anbaut und ihn so nennen darf. Denn schon kurz vor Palzem betritt man rheinlandpfälzischen Boden.

Am Dreiländereck waren Doris und ich schon im letzten Sommer, „Alle Jahre wieder: Ostern auf dem Moselsteig – Etappe 1“ weiterlesen

Natursteig Sieg, Etappe 14 (erster Abschnitt)

Unterwegs auf dem Natursteig Sieg zwischen Kirchen und der Freusburg, erster Teil der 14. Etappe (unsere 18.)

Rundtour mit Start am Bahnhof Kirchen.

12,6 Kilometer als Rundweg, ↑↓ 300 Höhenmeter, gpx-Track bei Komoot

Gewandert mit Doris am 17. April 2019, dem Tag meiner Bucherscheingung ❤

Am zweiten Tag unserer 2tägigen Natursteig Sieg-Wanderung sollte es auf die vorerst letzte Etappe des Fernwanderwegs gehen. Die ganze Etappe bis Mudersbach war mir mit ihren 19,3 km eindeutig zu weit, denn meine Füße „meckern“ meistens am nächsten Tag, wenn ich mal mehr als 10 km gewandert bin. Also hatte ich die Route nur bis kurz hinter der Freusburg geplant. Von dort sollte ein waldreicher Zuweg zum Bahnhof „Freusburg Siedlung“ folgen. Wir wären auf 12,4 km gekommen. Doch es kam anders.

Der Aufstieg vom Startpunkt Bahnhof Kirchen auf dem Zuweg Richtung Ottoturm ging schon einmal kräftig in die Beine. Lange ging es an er vielbefahrenen Hauptstraße entlang und durch das nicht sehr attraktive Städtchen, bis wir endlich eine Art Vorortpark erreichten und unter sein grünes Blätterdach abtauchen konnten.

Nicht schön, aber realistisch: der Zuweg durch Kirchen
Nicht schön, aber realistisch: der Zuweg durch Kirchen

Erst nach 2,2 Kilometern und fast 200 Höhenmetern hatten wir an einem Wegweiser endlich wieder den Natursteig Sieg erreicht – und damit auch den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung.

Hier saß wohl lange keiner mehr
Hier saß wohl lange keiner mehr

„Natursteig Sieg, Etappe 14 (erster Abschnitt)“ weiterlesen

Wie ich Wanderautorin wurde

Mein Weg zum eigenen Wanderbuch

Nun, wenn ich ganz am Anfang beginne, stand am Anfang meine Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung, da mich mein Beruf als Lehrerin seit einigen Jahren nicht mehr so zufrieden machte und ich oft frustriert war.

Mit den Dingen im Blick, was ich zu diesem Zeitpunkt wirklich gerne machte, nämlich reisen und wandern und mich mit der Natur, den Pflanzen und Tieren zu beschäftigen, richtete ich meinen Fokus auf mögliche neue, berufliche Aufgaben in diesem Bereich. Doch kann man als Wanderführerin sein tägliches Brot verdienen? Oder als Premiumwanderwege-Zertifizierer? Oder sollte es irgendeine Tätigkeit im Tourismusbereich sein? Wer erfindet eigentlich neue Premiumwege?

Im Großen und Ganzen war ich mit meinen Überlegungen und dem Fühler-Ausstrecken nicht so erfolgreich wie gewünscht. Viele meiner geliebten Beschäftigungen gehörten doch eher in den Hobbybereich. Hinzu kam, dass neu auftretende Fußprobleme mir einen Strich durch die Rechnung machten und ich mir nicht mehr vorstellen konnte, für andere als Wanderführerin voran zu gehen. Und so blieb ich zunächst bei meinem Beruf, nahm mir aber vor, die Work-Life-Balance stets im Blick zu behalten.

Wie ich nun dazu kam, ein Wanderbuch zu schreiben:

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Buchflyer: Retterath/Pribert – Wanderungen für die Seele, ISBN 978-3770020638

„Wie ich Wanderautorin wurde“ weiterlesen

Natursteig Sieg, Etappe 12

Unterwegs mit Doris auf dem Natursteig Sieg zwischen Betzdorf – Scheuerfeld und -Alsdorf (unsere Etappe 16)

15,4 km (inkl. Zuwege in Scheuerfeld und Alsdorf) ↑ 340 Hm  ↓ 330 Hm

gpx-Track unserer Wanderung bei Komoot (mit kleiner Wegänderung in Molzhain)

Gewandert am 16. April 2019

Doris und ich laufen den Natursteig Sieg in Etappen ….. seit 2011! Unser längstes und immer noch unvollendetes Projekt stockte in letzter Zeit ziemlich. Die Anfahrt war stets sehr weit und die Beschreibung der Etappen lockte weniger als andere schöne Routen. Da aber noch in diesem Jahr endlich weitere Etappen eröffnet werden sollen, die dann bis zur Siegquelle führen, wurde es Zeit, dass wir uns die beiden noch ausstehenden bisher markierten Etappen 12 und 14 bis Mudersbach unter die Stiefel nahmen. Bis Mudersbach sind wir nicht gekommen, soviel sei schon einmal vorweg genommen 🙂

Etappe 13 sind wir vor einem Jahr schon gelaufen. Die Wegführung und das Highlight, der Druidenstein, klangen interessanter, weswegen wir sie vorgezogen haben. Aus ähnlichen Gründen hatten wir auch die Etappe 11 lange vor Etappe 8-10 erwandert. Nun, bei diesem Fernwanderweg spielt Chronologie für uns keine Rolle mehr. Mit einer Übernachtung vor Ort (wir fanden nur etwas Passendes in Wissen) haben wir bei schönstem Wetter aussichtsreiche Wege und neue Gegenden kennengelernt. Es hat sich gelohnt!

Ist das die Sieg?

Das Auto stellten wir am Bahnhof Alsdorf ab und fuhren mit der Daadener Bahn nach Betzdorf. Hier mussten wir umsteigen und hatten einen längeren Aufenthalt, bis wir nach Scheuerfeld weiterfahren konnten. Fast eine Stunde ist für die Fahrt dieser zwei Stationen drauf gegangen! Also, dann mal endlich los! Zunächst ging es über einen Zuweg am Rand des Dorfes hinter Gewerbegebäuden direkt an der Sieg entlang.

Der Fluss kam mir hier so klein und schmächtig vor, dass ich kurz überlegen musste, ob es sich überhaupt um die Sieg oder doch einen ihrer Zuflüsse handelte. „Natursteig Sieg, Etappe 12“ weiterlesen

Poncho-Premiere :-) – Bergischer Panoramasteig (2) im Regen

Unterwegs auf dem Bergischen Panoramasteig zwischen Holstein’s Mühle (Nümbrecht) und P&R Drabender Höhe (Wiehl-Forst, an der A4, AS Bielstein)

15,4 Kilometer, ↑ 300 Höhenmeter  ↓ 250 Höhenmeter, ca. 4:15 Std.

Gewandert (in umgekehrter Richtung) am 27. April 2019

Gpx-Track vorwärts und rückwärts (letzteres sind wir gelaufen)

Gut gerüstet
Gut gerüstet

Wie ich hier so am Tisch vor meinem Laptop sitze und mich an diese Wanderung erinnere, fließt draußen genauso der Regen vom Himmel wie damals! Es war eine Premiere für meine Wandergruppe bei solch einem Wetter unterwegs zu sein, denn bisher hatten wir zwar immer feste Termine vereinbart, diese aber bei schlechtem Wetter ausfallen lassen. Dieses Mal nahmen wir uns vor, die Etappe zu laufen, egal was da vom Himmel falle. Für meinen roten Regenponcho von Pro-x, den ich bestimmt schon seit 4 Jahre besitze, war es auch die erste Bewährungsprobe. Fazit: es war ein guter Kauf! Ich blieb trocken und hatte kein klammes Gefühl darunter. Zunächst hatte ich meine Windjacke noch an, konnte sie aber später ausziehen und bei 14° C nur mit Shirt und Fleece unter dem Poncho laufen.

Am Bergischen Panoramasteig
Am Bergischen Panoramasteig

Der Immerkopf stand zum Schluss dieser, für unsere Verhältnisse langen Etappe, an. Da wir unsicher waren, ob unsere Kräfte dann noch halten würden und auch wegen des Wetters und der netten Einkehr in Holstein’s Mühle, drehten wir den Spieß, …. äh, die Laufrichtung einfach um. Weniger Höhenmeter hinauf und am Ende können wir müde ins Restaurant fallen 🙂

schöner Waldweg auf dem Bergischen Panoramasteig
schöner Waldweg auf dem Bergischen Panoramasteig

Bewährt hatte sich die Anfahrt mit zwei Autos. Kathi und ich holten Jutta an der Mühle ab und fuhren gemeinsam weiter zum Start am Pendlerparkplatz Drabenderhöhe. Dort gestaltete sich der Einstieg in den Wanderweg etwas schwierig. Einerseits, weil mein Handy, auf dem der Track schlummerte, ganz nass wurde, je länger ich darauf schaut und andererseits, weil wir uns erst orientieren und feststellen mussten, dass der Trampelpfad hinter dem Parkplatz tatsächlich einen direkten Zugang zum Bergischen Panoramasteig hat! Aber dann ging es endlich los. Wie Zwerge stapften wir heute mit unseren Capes durch nasse Wiesen und Wälder. „Poncho-Premiere 🙂 – Bergischer Panoramasteig (2) im Regen“ weiterlesen

Der Bergische Panoramasteig

Eine Übersicht

Gemäß meiner bisherigen Tradition stelle ich jeden Fernwanderweg, den ich mir unter die Füße nehme, hier erst einmal vor. So auch den Bergischen Panoramasteig, den ich mit meiner kleinen Wandergruppe zusammen erwandern möchte. Ende März sind wir gestartet.

Beim zertifizierten Bergischen Panoramasteig handelt es sich um einen Rundweg im Bergischen Land (Nordrheinwestfalen).

Die Runde ist 244 Kilometer lang. Er führt durch eine sowohl dörfliche und von Landwirtschaft geprägte als auch bewaldete Mittelgebirgslandschaft, über aussichtsreiche Höhen und an Talsperren entlang.

Start des Rundwegs: Engelskirchen-Ründeroth.

Der Wegebetreiber, das Bergische Wanderland (Link), teilt den Fernweg in 12 Etappen zwischen 16,1 und 24,6 Km ein. Am Anfang einer jeden Etappe befindet sich ein Etappenstein mit einem Zitat.

Etappenstein, Bergischer Panoramasteig
Etappenstein auf dem Bergischen Panoramasteig

Die Markierung ist ein schwarzes Oval-/Kreis-Symbol auf gelbem Grund. Die Zuwege sind schwarz/blau. In regelmäßigen Abständen stehen Wegweiser mit Kilometerangaben und Symbolen zur vorhandenen Infrastruktur. „Der Bergische Panoramasteig“ weiterlesen

Molenplas – eine kleine Runde in den Niederlanden

Unterwegs auf dem Premiumweg „Molenplas“ aus der Reihe der Wasser.Wander.Welt

5,3 Kilometer (bei Hochwasser 7,6 Km), keine nennenswerten Höhenmeter, max. 2 h

gewandert am 12. April 2019 mit meiner Mutter

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Am Niederrhein und in den angrenzenden Niederlanden gibt es neun wunderschöne, teils grenzüberschreitende Premiumwege.

Partner

Karte Molenplas, Quelle: http://wa-wa-we.de/de/touren/molenplas/karte.html

Das Wetter lud an diesem Freitag vor den Osterferien nicht gerade zum Wandern ein, doch wollten meine Mutter und ich sehr gerne ein paar Schritte laufen. Von den Premiumwegen am Niederrhein habe ich schon sechs kennengelernt und bin restlos begeistert. So fuhren wir über die Grenze in die Niederlanden, überquerten den Juliana-Kanal und parkten auf dem großen Parkplatz der zur Brasserie Hompesche Molen in Ohé en Laak gehört (Adresse fürs Navi: Molendijk 6, NL 6107 AA Stevensweert).

Hier fanden wir Informationsschilder zum Wanderweg und zur Umgebung, leider nur „Molenplas – eine kleine Runde in den Niederlanden“ weiterlesen

In der wildromantischen Baybachklamm

  • Unterwegs auf der Traumschleife Baybachklamm, 2011 als der 3. schönste deutsche Rundwanderweg gekürt
  • 10,5 Kilometer, 413 Höhenmeter, 93 von 100 Erlebnispunkten
  • gewandert am 02. März 2019
  • Einen gpx-Track findet man bei Outdooractive oder auf der Homepage der Saar-Hunsrück-Touristik zu den 111 Traumschleifen. Der Weg ist durchgehend beschildert, eine Karte oder ein Track sind zum wandern nicht notwendig.
  • Start: 56290 Steffenshof in der Verbandsgemeinde Kastellaun
  • Einkehr: Schmausemühle Baybachtal (hatte Anfang März Betriebsferien)

Doris und ich befanden uns auf der Rückfahrt unseres Kurzurlaubs aus der Pfalz. Und wie es so unsere Gewohnheit ist, haben wir auch für diesen Tag eine schöne Wanderung herausgesucht. Die Traumschleifen im Saarland und Hunsrück gehören zu unseren Lieblingswegen, da sie ausnahmslos über interessante und meist pfadige Wege führen und perfekt ausgeschildert sind. Die Traumschleife Baybachklamm bildet unter den Traumschleifen ein richtiges Highlight, allein das Punkteranking der Erlebnispunkte, die das Deutsche Wanderinstitut vergibt, sagt schon viel aus – so unsere bisherige Erfahrung. Die Traumschleife Baybachklamm hat unter den 111 zertifizierten Traumschleifen die dritthöchste Punktzahl erreicht.

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In der warmen Jahreszeit bei schönem Wetter ist die Baybachklamm ein Publikums-… äh Wanderermagnet. Mir wurde schon schon erzählt, welche Völkerscharen dort wandern gehen. Nun sind die Traumpfade von Bonn aus nicht mal so eben zu erreichen, weswegen es sich idealerweise anbot, einen dieser Wege für unseren Heimfahrtstag auszuwählen.

Der Himmel war noch grau verhangen, als wir in Steffenshof, einer kleinen Siedlung am Wald in der Nähe von Heyweiler, ankamen. Ideales Wetter, um in der Klamm etwas ungestörter zu sein. Dafür müsst ihr euch jetzt mit Winterbildern begnügen. Am Parkplatz begrüßte uns ein kleines Hüttchen, in dem wir uns bequem die Wanderschuhe anziehen konnten. Daneben befandt sich eine große Schuhputzstation mit Bürsten. Echter Service!

Hütte am Parkplatz Steffenshof (c)Doris S
Hütte am Parkplatz zur Baybachklamm
Hunsrückhöhen bei Heyweiler
Hunsrückhöhen bei Heyweiler

Motiviert stiefelten wir los und wanderten direkt den Berg hinab zum ersten Rinnsal. War das der Baybach? Nein, später stellte sich heraus, dass wir mit unserer Vermutung zu voreilig waren. Beim Zusammenfluss des uns begleitenden Bächleins mit dem Baybach trafen wir auch wieder auf unseren geliebten Saar-Hunsrück-Steig, der uns von hier ab die nächsten 5 km begleitete.

 

Im Baybachtal angekommen (C)Doris S.
Im Baybachtal angekommen

Nun ging die Post ab! „In der wildromantischen Baybachklamm“ weiterlesen

Elwetritscheweg bei Dahn im Pfälzerwald

Unterwegs auf dem „Elwetritscheweg“ in Dahn / Dahner Felsenland

  • ca. 10 Kilometer, 253 Höhenmeter, 2:45 h Wanderzeit
  • gewandert am 28. Februar 2019
  • Gpx-Track (das war die ausgeschilderte Strecke, der wir nachgelaufen sind. Sie weicht etwas von der Wanderung in meinem Buch „Wanderparadies Südwestpfalz“ von U. Poller/ W. Todt ab. Im Buch stehen auch nur 8,5 km)

Variante: Ich würde die Streckenführung aufgrund des hohen Asphaltanteils im letzten Viertel dieser Wanderung folgendermaßen abändern: Am Kurpark oder Friedhof starten und enden, aber statt unterhalb des Rabensteins zu laufen, geht es direkt daran vorbei und anstelle der Passage durch die Stadt habe ich den hübscheren Weg unterhalb des Jungfernsprung-Felsens zurück zum Friedhof gewählt. Dies ist mein empfohlener GPX-Track.

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Startpunkt ist am Parkplatz am Haus des Gastes in Dahn (Weißenburger Str. 17d, die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt vom Kreisverkehr an der B 427 aus), man kann aber auch am Friedhof (Höhenweg) starten. Allerdings ist der erstgenannte Start der schönste, was die Streckenführung angeht.

Diesen Wanderweg kann ich nur jedem empfehlen, der Station in Dahn macht, denn er führt an den schönsten Aussichtsfelsen vorbei. (Die anderen „schönsten Plätze“ haben wir ja gestern schon auf dem Dahner Felsenpfad besucht 🙂 )

Elwetritsche? Elwe…. .  .  was?!

Vor dem Kurhaus in Dahn gibt es eine Skulptur einer Elwetritsche, dem sagenumwobenen pfälzischen Fabelwesen. Es ist so geheimnisvoll und scheu, dass es sich meist vor den Augen der Menschen versteckt. Und dennoch weiß man folgendes über die freundlichen Wesen zu berichten: Der Körper ähnelt dem eines Rauhfußvogels, das Erscheinungsbild kann auch leicht mit einem auf dem Boden liegenden Wurzelstock verwechselt werden. Sie können fliegen, es gibt nämlich sogenannte Einflugschneisen. Und von flachen Felsen aus beobachten sie die Menschen im Tal. Wer genau hinschaut, findet im weichen Sandsteinfelsen noch Spuren von den Eiablagestellen oder Kratzspuren. In dunklen Vollmondnächten soll man die Tritsche mit viel Glück noch zu Gesicht bekommen. Elwetritsche II

Entlang des Elwetritschewegs sind 7 goldene Metalltafeln zu finden, auf denen Hinweise zu den Elwetritschen und ihren Lieblingsorten stehen. „Elwetritscheweg bei Dahn im Pfälzerwald“ weiterlesen