Allgäuer Herbst (4)

Unterwegs am Hopfensee, auf dem Buchenberg bei Buching und in Dinkelsbühl

5. bis 7. Tag unseres Allgäu-Urlaubs

Runde um den Hopfensee: 7 km Wanderung, 20 Höhenmeter

Wanderung über den Buchenberg: 5,2 km, 300 Höhenmeter

gpx-tracks von Komoot: Hopfensee und Buchenberg

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Wenn Doris und ich Wanderurlaub machen und nicht gerade einen Weitwanderweg mit aufeinander folgenden Etappen unter die Füße nehmen, dann stehen unsere Wanderrouten vorher nicht fest. Es ist ein allabendliches Ritual, unsere Wanderbücher zum Abendessen mitzunehmen und nach dem Essen bei Wein oder Weißbier die Route für den nächsten Tag zu planen. In die Planung fließen die persönliche Verfassung und vor allem die Wetterlage ein. „Allgäuer Herbst (4)“ weiterlesen

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Allgäuer Herbst (3)

Unterwegs im Tannheimer Tal (Tirol) vom Neunerköpfle zur Gappenfeldalpe und zurück

Ca. 9 Kilometer langer Panoramaweg, 200 Höhenmeter, gpx-track

gewandert am Mittwoch, den 17. Oktober 2018

Fünfter Tag im Allgäu

In mehreren Wanderführern finden wir eine kleine, empfehlenswerte Panoramatour von der Bergstation (1789 m) der Neunerköpflebahn zur Sulzspitze. Doch wo ist nur das Neunerköpfle? Die 1881 m hohe Kuppel oberhalb der Bergstation mit dem markanten Kreuz darauf heißt laut Karte Vogelhörnle. Dieses Mysterium der zwei verschiedenen Namen mussten wir erst einmal enträtseln, als wir nach Tannheim (A) fuhren. In unserem Buch stand „Nehmen Sie die Vogelhörnlebahn…“, aber vor Ort gab es nur eine einzige Bahn, die „Vogelhorn-Neunerköpfle-Gondelbahn!

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Blick auf Tannheim im Tannheimer Tal

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Panoramaweg

Der kleine kugelige Gipfel des Vogelhörnle erhob sich direkt über der Bergstation.

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Zunächst steigen wir aber nicht hinauf, sondern „Allgäuer Herbst (3)“ weiterlesen

Allgäuer Herbst (2)

Kleine Königsrunde zur Wieskirche und Relaxing auf dem Tegelberg

Montag, den 15. Oktober 2018 – zur Wieskirche

10,6 km, 100 Höhenmeter

gpx-Track bei Komoot

Draußen ist der Garten überzuckert. Über Nacht hat es leicht geschneit. Ich war das Wochenende über im hübschen Ingelheim am Rhein. Hatte mich zum dortigen Instawalk Rheinland Pfalz angemeldet und Freitag/Samstag dazu genutzt, den Kleinen Mainzer Höhenweg zu wandern. Ui, von welchen Wanderungen ich alles noch berichten möchte – aber hänge immer noch im Oktober fest! Dennoch sind die Berichte von den sommerlichen Wetterlagen rückblickend schöne und wärmende Erinnerungen.

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Allgäu

Am dritten Tag unseres Herbsturlaubs im Allgäu sollte es bewusst eine kleine Runde sein. Im Rother Wanderführer „Allgäu 2“ fanden wir eine passende Runde zur Wieskirche, die ich zwar im Rahmen meiner König-Ludwig-Weg-Wanderung im Mai dieses Jahres schon besucht hatte, Doris bisher aber noch nicht. Außerdem war ich ja nicht zu Fuß dorthin gewandert. Bei diesem magischen Sommerwetter machte es also umso mehr Spaß.

 

Ausgangspunkt war eine kleine Kirche auf dem namentlichen Kreuzberg, südlich von Steingaden, nahe des Biberschwöller Sees. Mit unserem Navi landeten wir direkt auf dem Hügel vor der Kirchentür und weil wir an dem schmalen Wirtschaftssträßchen keine andere Möglichkeit zum Parken sahen, ohne die Durchfahrt anderer Autos oder gar Landmaschinen zu behindern, ließen wir das Auto neben der Kirche stehen. Die Kirche war leider geschlossen, doch bekamen wir sofort netten Besuch von einem unheimlich süßen, mauntzenden und verschmusten Kätzchen.

 

Allein die Aussicht von hier oben war schon märchenhaft. „Allgäuer Herbst (2)“ weiterlesen

Allgäuer Herbst (1)

Unterwegs in den Ammergauer Alpen, im Tannheimer Tal und rund um Füssen

Wanderurlaub Herbst 2018 (13. – 20. Okotber 2018)

Als ich im Mai dieses Jahres den König-Ludwig-Weg wegen massiver Fußschmerzen nicht zu Ende laufen konnte und das letzte Stück mit dem Bus fuhr, schrieb ich noch in meinen Blogbericht: „Halblech – ich komme wieder!“. In Halblech-Berghof hatte ich zuletzt im Hotel Alpenblick (Werbung durch Verlinkung!) genächtigt.

Und diese Prophezeiung traf tatsächlich schon bald ein, denn Doris und ich verbrachten unseren gemeinsamen Herbsturlaub in diesem Hotel. Wir haben uns dort rundum wohl gefühlt. Mit Herzlichkeit und großem Engagement führt das Ehepaar Siebert das Hotel. Für uns war es ein idealer Ausgangspunkt, um Wanderungen um Füssen, Reutte (A) oder im Tannheimer Tal (A) zu machen.

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Und das Wetter spielte mehr als mit. Jeden Tag wurden wir mit Sonnenschein und warmen, sommerlichen Temperaturen gesegnet. Meinen Füßen geschuldet planten wir nur kurze Touren, doch möchte ich euch mit meinen Fotos dennoch daran teilhaben lassen. Das Allgäu und die angrenzende Tiroler Bergwelt sind einfach wunderschön!

Am Freitag, den 13. Oktober reisten wir an und waren schon am späten Mittag da, so dass wir noch etwas die Umgebung von Berghof und Bayerniederhofen anschauen konnten.

(c) Doris 1

1. Wanderung – Plansee & Heiterwangersee, 11,3 km, 70 Hm

gpx-Daten bei Komoot

Am nächsten Tag, Samstag, den 14. Oktober, machten wir eine Wanderung, die wir im Rahmen eines früheren Urlaubs schon einmal gemacht haben und die uns emotional noch stark im Gedächtnis geblieben ist: Es ging zum Plansee bei Reutte in Tirol. Bei dieser Wanderung hat man beständig den glitzernden See und die umliegenden Gipfel im Blick. Man läuft auf wurzeligen Pfaden direkt am Ufer des Sees.

Wir kamen aufgrund großen Verkehrsaufkommens erst gegen 11:45 h am Hotel Forelle an, parkten hinter dem angrenzenden Campingplatz (

„Allgäuer Herbst (1)“ weiterlesen

König-Ludwig-Weg (6) – am Ende nur Kirchen

Unterwegs auf dem König- Ludwig-Weg von Wildsteig nach Halblech-Berghof

Etappe 6,  Donnerstag, dem 24. Mai 2018

4 km gewandert von eigentlich 19,3 km lang, den Rest mit dem Bus gefahren

Gpx-Track bei Komoot von der gesamten Etappe 6, zum Nachwandern.
Hier liste ich noch die beiden letzten Etappen der Vollständigkeit halber auf, wie meine Wanderung ursprünglich geplant war: Etappe 7: Halblech-Hohenschwangau & Etappe 8: Hohenschwangau-Füssen

An diesem Morgen gab mir der erste Schritt aus dem Bett die Gewissheit: Es war eindeutig, ich musste meine Fernwanderung abbrechen. Mein erster „Thruhike“ endete so kläglich… Ich konnte mit den Fußschmerzen nicht weiterlaufen, nicht die heutige Etappe, die mit 19,3 km die längste des Weges gewesen wäre.

In meiner ungemütlichen Unterkunft toppte das Frühstück noch meinen bisherigen, nicht so positiven Eindruck – um es mal freundlich auszudrücken. Als ich in den ersten Stock herunter kam und bei der Vermieterin klopfte, bekam ich auf meine zaghafte Frage nach dem Frühstück die Auskunft, ich solle einfach ins Erdgeschoss herunter gehen, da stünde schon alles für mich bereit. Es war dunkel im Flur unten, kein Licht zeigte mir den Weg, welche der 5 Türen zum Frühstücksraum führt. Ich probierte einfach jede. Peinlich. Die letzte war es dann. Es war nur für mich angerichtet, aber es wirkte, als habe schon jemand anderes davon gegessen, denn im Brotkorb befand sich neben zwei recht trockenen hellen Brötchen noch ein etwa 8 cm langes Reststück einer Laugenbrezel. Die Butter fehlte. Der Deckel des Marmeladenglases war so verklebt, dass ich ihn nicht auf bekam. Im offenen Bücherregal an der Wand stapelten sich wie im ganzen Haus neben Zeitschriften allerlei Krimskrams und ehemalige Deko, zwischendrin aber auch weitere Marmeladen- und Honiggläser, eine offene Kakaopackung und diverse Gewürzensembles. An der Wand hing ein Foto von früher, das zeigte, wie die Hausherrin gerade mit einem Tablett das Frühstück auftrug. Das Regal auf dem Foto sah damals schon genauso kruschtig aus… Bei mir ist es auch nicht super ordentlich – jedem das Seine! Aber ich vermiete meine Zimmer auch nicht. Ich finde, das ist der Unterschied. Der Gast soll sich doch wohl fühlen, oder?

Irgendwann kam die Hausherrin und ich fragte nach Butter. Ach ja, die war ja noch im Gefrierschrank, weil die sonst keiner esse. Müsse ich halt etwas kratzen. Das stellte sich als Unmöglichkeit heraus, weswegen ich mein Brötchen trocken aß und schon nach 10 Minuten machte, dass ich hier vom Acker kam.

Ich lief zur Bushaltestelle. Da ich das Hotelzimmer im nächsten Ort nicht mehr kostenlos stornieren konnte, wollte ich mir noch einen ruhigen Urlaubstag gönnen und erst einen Tag später nach Hause fahren. Die berühmte Wieskirche lag heute auf dem Weg.

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Glücklicherweise gab es gleich morgens einen direkten Bus dorthin und zwei Stunden später der Anschluss nach Buching. So konnte ich mich in Ruhe umschauen. „König-Ludwig-Weg (6) – am Ende nur Kirchen“ weiterlesen