Natursteig Sieg, Etappe 14 (erster Abschnitt)

Unterwegs auf dem Natursteig Sieg zwischen Kirchen und der Freusburg, erster Teil der 14. Etappe (unsere 18.)

Rundtour mit Start am Bahnhof Kirchen.

12,6 Kilometer als Rundweg, ↑↓ 300 Höhenmeter, gpx-Track bei Komoot

Gewandert mit Doris am 17. April 2019, dem Tag meiner Bucherscheingung ❤

Am zweiten Tag unserer 2tägigen Natursteig Sieg-Wanderung sollte es auf die vorerst letzte Etappe des Fernwanderwegs gehen. Die ganze Etappe bis Mudersbach war mir mit ihren 19,3 km eindeutig zu weit, denn meine Füße „meckern“ meistens am nächsten Tag, wenn ich mal mehr als 10 km gewandert bin. Also hatte ich die Route nur bis kurz hinter der Freusburg geplant. Von dort sollte ein waldreicher Zuweg zum Bahnhof „Freusburg Siedlung“ folgen. Wir wären auf 12,4 km gekommen. Doch es kam anders.

Der Aufstieg vom Startpunkt Bahnhof Kirchen auf dem Zuweg Richtung Ottoturm ging schon einmal kräftig in die Beine. Lange ging es an er vielbefahrenen Hauptstraße entlang und durch das nicht sehr attraktive Städtchen, bis wir endlich eine Art Vorortpark erreichten und unter sein grünes Blätterdach abtauchen konnten.

Nicht schön, aber realistisch: der Zuweg durch Kirchen
Nicht schön, aber realistisch: der Zuweg durch Kirchen

Erst nach 2,2 Kilometern und fast 200 Höhenmetern hatten wir an einem Wegweiser endlich wieder den Natursteig Sieg erreicht – und damit auch den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung.

Hier saß wohl lange keiner mehr
Hier saß wohl lange keiner mehr

Nach rechts ging es zum Ottoturm, einem Aussichtsturm, den wir von der Etappe 13 schon kannten, geradeaus ging es für uns weiter. Auf gemütlichem Waldweg erreichten wir, nun wieder bergab schreitend, den Ort Katzenbach. Da! Die Freusburg zeigte sich bereits am Horizont!

Natursteig Sieg, Ausblick auf Katzenbach
Natursteig Sieg, Ausblick auf Katzenbach
Natursteig Sieg, Blick nach Freusburg
Natursteig Sieg, Blick nach Freusburg
Natursteig Sieg, Blick zur gelbleuchtenden Freusburg
Natursteig Sieg, Blick zur gelbleuchtenden Freusburg

In Katzenbach überquerten wir für nur wenige Schritte Asphalt:

Ein wirklich hübscher Wiesenweg führte anschließend um den Ort herum. Durch eine Wiesenlandschaft am Hang erreichten wir wieder einen breiteren Wanderweg.

Wir liefen schon die ganze Zeit parallel mit dem Druidensteig, nun kam noch der Europäische Fernwanderweg E1 hinzu. An einem Wegweiser zeigte sich wieder, was wir auch schon auf der gestrigen Etappe bemerkt hatten: Auf dem Druidensteig scheinen die Kilometerzähler anders zu messen 🙂 Zur Freusburg waren es 200 m weniger und zurück zum Ottoturm sogar 300 m Unterschied bei gleichem Weg. Kurios.

Wegweiser mit unterschiedlichen Angaben: Druidensteig und Natursteig Sieg
Wegweiser mit unterschiedlichen Angaben: Druidensteig und Natursteig Sieg

Auch die verschiedenen Symbole sind zu beachten: Läuft man den Druidensteig, findet man in Freusburg eine Bus- und Bahnverbindung sowie eine Jugendherberge. Auf dem Natursteig wird lediglich die Aussicht und eine Übernachtungsmöglichkeit angegeben.

Weiter ging es bis zu einem netten Picknickplatz, von dem aus ein Abstecher zu einem Panoramablick über Kirchen und die Freusburger Mühle führte.

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Panoramablick

Der gerade Weg führte nun direkt auf die Freusburger Mühle zu. Dabei hatten wir die auf dem Berg thronende Burg stets im Blick.

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E1: Immer die Freusburg im Blick

Das Häuserensemble der Freusburger Mühle gefiel mir gut. Gab es hier nicht vielleicht ein Café? Leider nicht.

Oder wenigstens eine schöne Sitzmöglichkeit, wo wir unser mitgebrachtes Mittagessen verspeisen konnten? Vor einem Haus „Die Feuerstelle“ stand ein Stehtisch und eine Sitzgruppe und ein Schild mutete an, als sei hier ein (noch geschlossenes) Café. Wir setzten uns einfach und merkten erst später, dass es sich eigentlich um einen Laden für eine Ofenausstellung handelte und wir während der Mittagspause des Geschäfts an einem Privattisch Platz genommen hatten. Von hier aus sage ich deshalb nachträglich „einen herzlichen Dank für die Gastfreundschaft“!

Weitere örtliche Wanderwege begegneten uns hier: Der Druidenstein-Wanderweg, der Ottoturm-Wanderweg und der Mühlen-Wanderweg.  Darüber müsste ich mal mehr herausfinden. Die Wege wären vielleicht etwas für den Westerwald-Wanderführer?

Erst ging es über den Mühlengraben und dann über die Sieg. Auf der alten Brücke aus Stein standen zwei hübsche Bronzefiguren, ein Sähmann und eine Schnitterin. Beide gingen ihrer Arbeit ganz meditativ, mit fast geschlossenen Augen, nach.

Ein kurzes Stück mussten wir an der Siegtalstraße (mit Fußweg) entlang gehen, bis wir im Ort Freusburg zur Burg aufsteigen konnten. An der Landstraße gab es eine Bushaltestelle und wenn wir die Pläne richtig gelesen haben, fuhr an diesem Tag in ca. einer Stunde ein Bus erst zur Freusburg hinauf und dann zurück nach Kirchen. Damit könnten wir später ja nach Kirchen zurückfahren, überlegten wir laut. Es sei denn, die rheinlandpfälzischen Schüler haben Mittwoch vor Gründonnerstag auch Osterferien!?

Der Aufstieg zur Burg war für mich ganz schön beschwerlich. Damit die Wanderer nicht die Straße nehmen mussten, führte der Natursteig Sieg über Fußwege und Pfade, die – natürlich! – steiler als die Fahrstraße waren. Froh, aber total durchgeschwitzt kamen wir (oder zumindest ich) an der Burg an, in der schon seit langer Zeit eine Jugendherberge beheimatet ist. Fröhlich spielte eine Gruppe Kinder Verstecken und Jagen (Räuber und Gendarm?), eine andere Gruppe Jugendlicher versammelte sich um einen Lautsprecher, aus dem Schlager schallten und eine dritte, gemischte Gruppe, probte im Burghof irgendeine Szene in englischer Sprache.

Die Freusburg im Blick - der Natursteig Sieg biegt hier ab
Die Freusburg im Blick – der Natursteig Sieg biegt hier ab
Durch das noch zarte Grün der Bäume konnte man die Burg gut erkennen
Durch das noch zarte Grün der Bäume konnte man die Burg gut erkennen
Doris und ich auf der Suche nach Kaffee
Doris und ich auf der Suche nach Kaffee

Nach kurzer Besichtigung der Außenanlagen und des Eingangsbereichs, in dem wir statt des sonst an rheinlandpfälzischen Jugendherbergen üblichen Bistros mit sehr leckerem Kaffee nur einen Kaffeeautomaten fanden, verabschiedeten wir uns wieder und entschieden, dem Natursteig Sieg für heute nicht noch weiter zu folgen, sondern den direkten Weg zum Bf „Freusburg Siedlung“ einzuschlagen, um nach Kirchen zurückzufahren, wo das Auto stand.

Beim Abstieg passierten wir eine weitere Bushaltestelle, an der laut Fahrplan plötzlich kein Bus mehr vorbeizufahren schien. Merkwürdig. Doch wo ging der direkte Weg her? Besagter Bahnhof liegt nämlich ein Stück außerhalb der Siedlung flussaufwärts an der Sieg, also in entgegengesetzter Richtung von Kirchen.

Kurzerhand fragte ich einen Anwohner. Der Befragte meinte, der Weg zu diesem Bahnhof wäre genauso weit wie der nach Kirchen und da es sich beim Bahnhof „Freusburg Siedlung“ nur um einen Bedarfshalt handele und er nicht wisse, ob der Zug überhaupt dort halten würde, empfahl er uns, besser gleich nach Kirchen zu laufen.

So kam es, dass wir aus unserer Streckenwanderung eine Rundwanderung gemacht haben.

Für die nächste Etappe muss ich aber unbedingt in Erfahrung bringen, ob es nicht doch irgendeine Buslinie gibt, die die vorhandenen Haltestellen in der Nähe der Freusburg anfährt. Wenn nicht, plädiere ich für ein Taxi 🙂 Wann wir die Strecke bis Mudersbach laufen und ob das noch sein wird, bevor die folgenden Etappen eröffnet werden, wissen wir noch nicht.

Etwas Persönliches:

Ihr seht, dass ich mit meinen Blogberichten ganz schön hinterher hänge. Ich hoffe, das stört euch nicht. Einerseits möchte ich von allen Etappen meiner Weitwanderwege berichten, andererseits finde ich es fast frustrierend, im Juni die etwas tristen Fotos von der im April noch nicht so grünen Landschaft zu veröffentlichen. Das macht bestimmt keine große Lust, die Strecke nachzuwandern. Andererseits möchte ich mir auch keinen Druck machen und schreibe hier nur etwas, wenn ich Freude daran und Zeit dafür habe.

Die nächsten Berichte handeln von unserer sehr sonnigen Osterwanderung auf dem Moselsteig. Da war die Natur schon viel grüner, versprochen! 🙂 Und wer meine Berichte vom Saar-Hunsrück-Steig aus dem Sommer 2018 verfolgt hat, wird vielleicht die ein oder andere Ansicht wiedererkennen!

Poncho-Premiere :-) – Bergischer Panoramasteig (2) im Regen

Unterwegs auf dem Bergischen Panoramasteig zwischen Holstein’s Mühle (Nümbrecht) und P&R Drabender Höhe (Wiehl-Forst, an der A4, AS Bielstein)

15,4 Kilometer, ↑ 300 Höhenmeter  ↓ 250 Höhenmeter, ca. 4:15 Std.

Gewandert (in umgekehrter Richtung) am 27. April 2019

Gpx-Track vorwärts und rückwärts (letzteres sind wir gelaufen)

Gut gerüstet
Gut gerüstet

Wie ich hier so am Tisch vor meinem Laptop sitze und mich an diese Wanderung erinnere, fließt draußen genauso der Regen vom Himmel wie damals! Es war eine Premiere für meine Wandergruppe bei solch einem Wetter unterwegs zu sein, denn bisher hatten wir zwar immer feste Termine vereinbart, diese aber bei schlechtem Wetter ausfallen lassen. Dieses Mal nahmen wir uns vor, die Etappe zu laufen, egal was da vom Himmel falle. Für meinen roten Regenponcho von Pro-x, den ich bestimmt schon seit 4 Jahre besitze, war es auch die erste Bewährungsprobe. Fazit: es war ein guter Kauf! Ich blieb trocken und hatte kein klammes Gefühl darunter. Zunächst hatte ich meine Windjacke noch an, konnte sie aber später ausziehen und bei 14° C nur mit Shirt und Fleece unter dem Poncho laufen.

Am Bergischen Panoramasteig
Am Bergischen Panoramasteig

Der Immerkopf stand zum Schluss dieser, für unsere Verhältnisse langen Etappe, an. Da wir unsicher waren, ob unsere Kräfte dann noch halten würden und auch wegen des Wetters und der netten Einkehr in Holstein’s Mühle, drehten wir den Spieß, …. äh, die Laufrichtung einfach um. Weniger Höhenmeter hinauf und am Ende können wir müde ins Restaurant fallen 🙂

schöner Waldweg auf dem Bergischen Panoramasteig
schöner Waldweg auf dem Bergischen Panoramasteig

Bewährt hatte sich die Anfahrt mit zwei Autos. Kathi und ich holten Jutta an der Mühle ab und fuhren gemeinsam weiter zum Start am Pendlerparkplatz Drabenderhöhe. Dort gestaltete sich der Einstieg in den Wanderweg etwas schwierig. Einerseits, weil mein Handy, auf dem der Track schlummerte, ganz nass wurde, je länger ich darauf schaut und andererseits, weil wir uns erst orientieren und feststellen mussten, dass der Trampelpfad hinter dem Parkplatz tatsächlich einen direkten Zugang zum Bergischen Panoramasteig hat! Aber dann ging es endlich los. Wie Zwerge stapften wir heute mit unseren Capes durch nasse Wiesen und Wälder. Continue reading „Poncho-Premiere 🙂 – Bergischer Panoramasteig (2) im Regen“

Der Bergische Panoramasteig

Eine Übersicht

Gemäß meiner bisherigen Tradition stelle ich jeden Fernwanderweg, den ich mir unter die Füße nehme, hier erst einmal vor. So auch den Bergischen Panoramasteig, den ich mit meiner kleinen Wandergruppe zusammen erwandern möchte. Ende März sind wir gestartet.

Beim zertifizierten Bergischen Panoramasteig handelt es sich um einen Rundweg im Bergischen Land (Nordrheinwestfalen).

Die Runde ist 244 Kilometer lang. Er führt durch eine sowohl dörfliche und von Landwirtschaft geprägte als auch bewaldete Mittelgebirgslandschaft, über aussichtsreiche Höhen und an Talsperren entlang.

Start des Rundwegs: Engelskirchen-Ründeroth.

Der Wegebetreiber, das Bergische Wanderland (Link), teilt den Fernweg in 12 Etappen zwischen 16,1 und 24,6 Km ein. Am Anfang einer jeden Etappe befindet sich ein Etappenstein mit einem Zitat.

Etappenstein, Bergischer Panoramasteig
Etappenstein auf dem Bergischen Panoramasteig

Die Markierung ist ein schwarzes Oval-/Kreis-Symbol auf gelbem Grund. Die Zuwege sind schwarz/blau. In regelmäßigen Abständen stehen Wegweiser mit Kilometerangaben und Symbolen zur vorhandenen Infrastruktur. Continue reading „Der Bergische Panoramasteig“

der BONNPFAD gesamt

CIRCUM BONNUM oder der BONNPFAD

Die Umrundung der Stadt Bonn in 5 Etappen

Ein 64,6 km langer Rundwanderweg

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Diesen Weg habe ich Anfang 2018 konzipiert. Es sollte auf möglichst naturnahen Wegen einmal um Bonn herum gehen. Der Bonnpfad ist nicht ausgeschildert, d.h. man benötigt stets den Gpx-Track. Für den Bonnpfad habe ich erst einmal eine sehr „stadtgrenzennahe“ Wegführung gewählt, was bedeutet, dass es nicht nur durch Feld und Wald, sondern auch durch Wohnstraßen oder in der Nähe der Autobahn entlang geht. Auch soll der Name Bonn“pfad“ nicht allein namensgebend für die Wegbeschaffenheit sein. Ich habe mich einfach bei der Geburt der Idee am bestehenden Kölnpfad orientiert. Continue reading „der BONNPFAD gesamt“

Circum Bonnum – Bonnpfad (6)

Unterwegs auf meinem Bonnpfad – der Umrundung des Bonner Stadtgebiets – von Bonn-Medinghoven bis zur Mondorfer Fähre bei Bonn-Graurheindorf

11, 8 Kilometer, ↑ 0 Meter, ↓ 56 Meter

gpx-Track bei Outdooractive

gewandert am 30.12.2018 und 19. Januar 2019

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Fundstücke im Gras. So viele leere Häuser auf einem Fleck? Es wirkte wie der Speiserest von einer menschlichen Tafel.

Bonn-Medinghoven besteht zu einem Teil aus Einfamilien- und Reihenhäusern, der andere Teil ist aber in Bonn auch bekannt für seine wenig attraktive Bebauung mit Hochhäusern und dem oftmals damit verbundenen „sozialen Brennpunkt“. Ich habe länger nach einem geeigneten Weg gesucht, um dieses Wohnviertel zu durchlaufen, denn ein Umwandern wäre nur auf einem sehr weiten Umweg um Alfter und Bornheim herum möglich gewesen, der nicht mehr den Grenzen Bonns folgt. Das ist mir hoffentlich mit dem Alten Römerweg gelungen, auf dem ich zuletzt den Berg hinab gestiegen bin.

Nun folgte bis Lessenich ein Abschnitt, der sehr viel städtischer war, als alles, was ich bisher auf dem Bonnpfad gegangen war. Der Konrad-Adenauer-Damm traf hier an einer großen Straßenkreuzung auf die vielbefahrene B 56. Jenseits der Bundesstraße begann Alfter und verlief eine Eisenbahnlinie. Hier wurde außerdem vor ein paar Jahren ein großes Gewerbegebiet errichtet. Ich lief geradeaus über die Kreuzung und auf eine Brücke hinauf. Nachdem ich die Bahngleise überquert hatte, nahm ich einen Treppenabgang hinunter zu einem Rewe-Parkplatz und lief auf einem Fußweg über den kleinen Hardtbach hinweg und dann an seinem Ufer entlang in den Almaweg.

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Weg entlang des Hardtbachs

Weiter verlief mein Track immer in der Nähe des Hardtbaches durch das ruhige Wohngebiet von Alfter-Oedekoven bis nach Bonn-Lessenich. Dort schaute ich mir kurz die Kapelle an und da ich am ersten Wandertag hier meine in Röttgen begonnene Etappe beendet hatte, fuhr ich nach Hause.

Zum nächsten Wandertermin im Januar war wunderschönes Sonnenwetter und ich lief durch den Dompfaffenweg zum Stadtrand.

Dort gab es zwischen einem recht neuen Wohngebiet und den Meßdorfer Gemüsefeldern einen Erholungs-Grünstreifen vom Grünen C, durch den mich nun mein Wanderweg bis nach Bonn-Meßdorf führte. Interessante Tafeln erläuterten die Besonderheiten dieses geschichtsträchtigen Stadtteils, der seinen Ursprung im Mittelalter hat.

Dort durchquerte ich das Wohngebiet von Meßdorf und lief am Gut Ostler, einem Demeter-Hof, vorbei und folgte weiter dem Hardtbach.

Kapelle Gut Ostler
Kapelle Gut Ostler

Der folgende Weg durchs Tal des Hardtbachs war richtig schön! Continue reading „Circum Bonnum – Bonnpfad (6)“

Circum Bonnum – der Bonnpfad (5)

Unterwegs auf meinem Bonnpfad – der Umrundung des Bonner Stadtgebiets – von Heiderhof bis nach Medinghoven

16,8 Kilometer, ↑ 129 Hm und ↓ 205 Hm

gpx-Track bei Outdooractive (dort als 4. Etappe aufgeführt, weil ich die Einteilung der Etappen noch mal geändert habe)

gewandert am 29. und 30. Dezember 2018

Lange hatte ich keine Gelegenheit mehr, meinen selbst konzipierten Bonnpfad weiter abzulaufen. Bisher gab es den Wegeverlauf ja nur digital, aber erst teilweise bei Outdooractive veröffentlicht. Gelaufen war ich erst 40 der insgesamt 65 Kilometer. Kurz vor dem Jahreswechsel auf 2019 ergab sich dann endlich wieder die Gelegenheit, weiter zu laufen.

Ihr kennt das schon von mir, dass ich mir für wohnortnahe Wege gerne nur kurze Etappen vornehme, weil ich diese wunderbar auch an einem halben oder kurzen (Winter-)Tag laufen kann. Und so bin ich am 29. Dezember nur von Bonn-Heiderhof bis Bonn-Röttgen gelaufen und am nächsten Tag eine weitere Etappe, die aber noch etwas weiter als dieser Bericht und gpx-Track zeigt, ging. Davon mehr im nächsten Bericht.

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Farbtupfer im Winterwald

Dieses Mal fuhr ich direkt von zu Hause aus mit dem Bus zum Start in Bonn-Heiderhof und ging zu dem Punkt am Waldfriedhof, wo ich im November zuletzt die Etappe beendet hatte. Sofort war ich von einem wunderschönen Wald umfangen.

Bäume mit kuriosen Formen begeisterten mein Naturauge. Continue reading „Circum Bonnum – der Bonnpfad (5)“

RheinBurgenWeg (4) – die Etappe dauerte laaaaange :-)

Unterwegs von Namedy nach Bassenheim

4. Etappe des RheinBurgenWegs

20, 2 km, gpx-Track bei Komoot

 

Gewandert in zwei Kurzetappen:

29. Juli 2017 von Namedy – Miesenheim (10,3 km)

15. Februar 2019 von Miesenheim nach Bassenheim (9,9 km)

 

Die langweilige Etappe

Warum diese Überschrift? Tja, zwischen den beiden Teilen der vierten Etappe lagen knapp anderthalb Jahre. Der erste Teil bis Miesenheim war bis auf die schöne Aussicht am Hochkreuz nicht so berauschend und ich hatte lange keine große Motivation, die fehlenden 9,9 km bis Bassenheim noch dranzuhängen. Alternativ wollte ich lieber entlang der wunderschönen Nette von Plaidt bis Weißenthurm laufen und dann ab Bassenheim weitermachen. Aber auch aus dieser Idee ist bis heute nichts geworden. Da ich 2018 neben dem Schreiben meines Buches noch so viele andere Wanderprojekte hatte, musste erst wieder ein neuer Winter hereinbrechen, in dem ich mir den zweiten Teil vornahm. Es ging ausschließlich über freies Feld. Da kamen die ersten sonnigen Tage im Februar 2019 gerade recht!

1_Namedy

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in Namedy

Ich startete in Namedy und lief über hübsche kurvige Waldwege den Hügel hinauf. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich vergessen hatte, den integrierten Akku meiner Kamera aufzuladen. So musste ich leider die meisten Fotos mit dem Handy machen. Damals hatte ich noch keine gute Handykamera… Tut mir Leid.

 

Von einer Schutzhütte aus hatte ich einen schönen Blick auf den Rhein. Das gefiel mir!

Ein toller bunter Schmetterling, ein Russischer Bär, flog über die Wildblumen am Wegesrand. Fliegend leuchtete er orange, sitzend zeigten die Flügel fast nur noch das schwarz-helle Muster und bildeten die Form eines Dreiecks. Sehr schön!

14_Russischer Bär Continue reading „RheinBurgenWeg (4) – die Etappe dauerte laaaaange :-)“

RheinBurgenWeg (3) – mit erster Wildschweinbegegnung!

Unterwegs von Bad Breisig bis Namedy

3. Etappe des RheinBurgenWegs

15,6 Kilometer mit ↑620 Hm und ↓610 Hm (Angaben laut Komoot)

gewandert am 13. März und 9. April 2017

gpx-Track bei Komoot

Auch hier habe ich wieder zwei Kurzetappen mit Unterbrechung in Brohl-Lützing daraus gemacht. In meinem Wanderführer von U. Poller und W. Todt aus dem Idee Media Verlag werden die Etappen etwas anders eingeteilt als in Flyern, auf Outdooractive oder auf der Homepage des Fernwanderwegs (www.Rheinburgenweg.com). Die offizielle 3. Etappe geht nämlich bis Andernach, angeblich 19,5 km, aber laut Komoot sind das  allerdings nicht bis in die Stadt hinein. Der Endpunkt ist mitten im Nirgendwo. Um zum Bahnhof zu gelangen, kämen weitere 3 km hinzu. Deshalb hielt ich mich lieber an meinen Wanderführer.

Die 3. Etappe hat mir körperlich ziemlich viel abverlangt. Es war der Tag der Berge. Dennoch freute ich mich darüber, denn endlich wurden die Wege felsiger und es taten sich hübsche Aussichten auf den Rhein auf. Ab hier konnte ich sagen: Der Rheinburgenweg ist genauso schön wie der Rheinsteig!

01 Mariensäule über Breisig

Berg um Berg

Ich hatte für den ersten Teil mit 6 km bis Brohl-Lützing einen Nachmittag eingeplant. Ich parkte in Bad Breisig hinter den Römerthermen direkt am RBW. Dann ging es direkt für 1 km den 1. (kleinen) Berg „Augustenhöhe“ hinauf, aber nur bis zur Mariensäule. Hier die Aussicht:

02 Blick auf den Rhein

Nur wenige hundert Meter weiter hieß es wieder absteigen. Berg 2 mit der Burg Rheineck lag schon in Sicht.

08 der zweite Berg in Sicht

Kurz streifte ich den Ort Rheineck und überquerte den Vinxtbach. Der Bach ist historisch bedeutend, den er markierte die ehemalige im Römischen Reich die Grenze zu Niedergermanien.

10 Vinxtbach

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RheinBurgenWeg (2) – Durch eisigen Winterwald

Unterwegs von Remagen nach Bad Breisig

Etappe 2 des RheinBurgenWegs

15,7 Kilometer mit ↑271 Hm und ↓277 Hm

GPX-Track bei Outdooractive

Es ist schon anderthalb bis zwei Jahre her, dass ich die Etappen 2 – 4 des RheinBurgenWegs (RBW) gelaufen bin, der mir eine liebe Alternative geworden war, als ich nicht genügend Zeit hatte, an meinem damaligen Projekt Rheinsteig weiter zu machen, weil z.B. die Anfahrt so weit war, dass es sich für einige Stunden am Tag nicht lohnte.

karte_gastgeber
Karte_Gastgeber (von einem Flyer)

Da ich in Zukunft noch weitere Etappen dieses Fernwanderweges laufen und hier veröffentlichen möchte und keine Lücken mag, hole ich die Beschreibung der inzwischen gewanderten Etappen in Kurzform nach.

21. und 22. Januar 2017

Ich hatte jeweils nur einen halben Tag Zeit und so nahm ich mir für beide Tage nur kurze Wanderetappen vor und Continue reading „RheinBurgenWeg (2) – Durch eisigen Winterwald“

Mein Ahrsteig – die 8. und letzte Etappe

Unterwegs zwischen Bad Neuenahr-Heimersheim und Sinzig sowie Erinnerungen an eine frühere Wanderung bis zur Ahrmündung am Rhein.

12,3 km (bis zur Mündung sind es rund 3 km mehr), 240 hm, gpx-Track

gewandert am Freitag, dem 23. November 2018

 

Doch wieder allein…

Der anvisierte Wandertermin mit Jutta wurde von den Meteorologen als sehr verregnet angepriesen. Doch einen Tag vorher, am Freitag, sollte es noch einmal wunderschön sein. Da ich zurzeit freitags frei habe, nahm ich die Schönwettervariante und zog wieder alleine los.

Auch heute morgen war es heftig kalt, doch sollte sich die Sonne bald durchsetzen. Ich parkte an meinem Ziel in Sinzig. Neben dem Schloss, an der Jahnstraße, befindet sich ein kostenloser Parkplatz und wenige Schritte daneben, an der Barbarossastraße endet offiziell der Ahrsteig. Dies wird mit einer hübschen Bank angezeigt, auf der der Wegeverlauf eingeschnitzt wurde.

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Ziel (oder auch Start) des Ahrsteigs

Einhundert Meter weiter Richtung Straßenkreisel befand sich eine Bushaltestelle, von wo ich mit dem Bus nach Bad Neuenahr-Heimersheim fahren konnte. Alternativ kann man Heimersheim auch mit der Bahn erreichen, jedoch nur von Remagen, nicht von Sinzig.

Die weiß-rote Kirche in Heimersheim erinnert mich sehr an die schöne Kirche St. Peter in Sinzig. Nach 1,6 km war ich wieder dort, wo ich letztes Mal aufgehört hatte.

Nun ging es auf zur letzten Etappe: hinaus aus dem Ort, hinein in die Felder. Unter einer Unzahl von Starkstromleitungen hindurch erreichte ich einen Weg oberhalb von Heimersheim mit wunderschönem Weitblick. Die Ehlinger Ley kann ich gut ausmachen, ein Plateau oberhalb der Ahr. Continue reading „Mein Ahrsteig – die 8. und letzte Etappe“