Der Neanderlandsteig

„Wandern ist die vollkommenste Art

der Fortbewegung,

wenn man das wahre Leben

entdecken will.“

 

(Elizabeth von Arnim)

 

Der Neanderlandsteig ist ein 235 km langer Fernwanderweg in Nordrheinwestfalen, der – anders als viele andere Fernwanderwege – insgesamt einen großen Rundweg darstellt, der in 17 Etappen erwandert werden kann.

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Im Düsseltal

Er umkreist das Neandertal bzw. den Kreis Mettmann, der zwischen den Großstädten Düsseldorf, Leverkusen, Wuppertal und Essen liegt. Offiziell startet die gegen den Uhrzeigersinn verlaufende Runde in Haan-Gruiten mit Etappe 1.

Das Wegezeichen ist ein geschwungenes weißes N auf rotem Grund, die Zuwege sind farbverkehrt markiert.

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Im Ittertal bei Haan-Hüslberg

Manch einer wird vielleicht denken, dass es in dieser dicht besiedelten Gegend unmöglich ist, idyllische Wanderwege zu finden. Doch, die gibt es, ebenso wie grandiose Aussichten über weite bewaldete oder bewirtschaftete Felder und Hügel, aber der Weg ist tatsächlich nicht fernab der Zivilisation. Man streift immer wieder Ortschaften und wird streckenweise auch von Verkehrslärm, z.B. vom Rauschen einer nahen Autobahn begleitet. Für die Wanderung einzelner Etappen ist es von Vorteil, dass durch die Zivilisationsnähe meist eine sehr gute Nahverkehrsanbindung besteht und man dadurch die Länge der jeweiligen Etappen gut auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen und variieren kann. Vom Anspruch her ist dieser Weg mit „leicht“ einzustufen, weil er nur wenige Höhenmeter hat.

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in Gruiten Dorf

Ich habe im Februar 2017 begonnen, diesen Fernwanderweg in einzelnen Etappen zu erwandern, mal alleine, mal mit meiner Wanderfreundin Kathi. Begonnen habe ich mit der offiziell letzten Etappe 17 in Haan-Hülsberg, dann liefen wir einen Teil von Etappe 16 und Etappe 1 und danach folgte wieder allein der Rest von Etappe 1 und Etappe 2.

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Zwischen Koxhof und Neviges

Ich werde hier meine Wanderberichte nach und nach veröffentlichen.

Literatur:

Es gibt einen Wanderführer aus dem Droste Verlag, geschrieben von Manuel Andrack, welcher auch Pate dieses Fernwegs ist (ISBN 978-3-7700-1495-8). Herr Andrack schreibt sehr humorvoll, seine selbstgezeichneten Wegeverläufe sind ein nettes Gimmick, aber als Kartenmaterial überhaupt nicht zu gebrauchen. Hinweise auf Bushaltestellen etc. werden nur für den Start- und Endpunkt angegeben. Desweiteren findet man Adressen zur Einkehr sowie Sehenswürdigkeiten, aber keine Übernachtungsmöglichkeiten.

Auch aus dem Rother Verlag gibt es einen Wanderführer.

Weitere Informationen und Informationsmaterial gibt es auf https://www.neanderland.de/service

 

Der Bergische Weg

„Wandern ist

eine Tätigkeit der Beine –

und ein Zustand der Seele.“

(Josef Hofmiller)

 

Der Bergische Weg ist ein zertifizierter Qualitäts-Fernwanderweg in Nordrheinwestfalen. Die Strecke misst 263 Kilometer. Der Weg verläuft von Norden nach Süden vom Essener Baldeneysee im Ruhrgebiet durchs Bergische Land bis zum Drachenfels in Königswinter am Rhein. Und natürlich ist der Weg auch in umgekehrter Richtung markiert.

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Im Tal der Düssel bei Wülfrath

Ich bin schon 67 Kilometer auf dem Bergischen Weg gewandert, aber ich bin nie gezielt eine Etappe gelaufen. Der Bergische Weg war einfach häufig mein Wegbegleiter: auf dem Rheinsteig (im Siebengebirge), dem Natursteig Sieg (bei Stadt Blankenberg), auf Wanderungen an der Wahnbachtalsperre (der Trinkwasserversorgung des Bonner Raums), auf dem Bergischen Streifzug Nr. 13 bei Bensberg und zuletzt auf weiten Strecken des Neanderlandsteigs (Blogbeitrag folgt). Der Bergische Weg hat eine sehr schöne Wegeführung, wie ich bisher entdecken konnte, obwohl er durch eine der dichtbesiedelsten Regionen Europas führt. Continue reading „Der Bergische Weg“

Rheinsteig (6, 14, 16 & 20) – „Nachsitzen“

Unterwegs auf dem Rheinsteig zwischen Bonn und Bad Honnef

Draußen ist es grau in grau. Der 31. Dezember. Windig, aber mild. Bis zur gemeinsamen Silvesterfeier mit Freunden ist noch viel Zeit und da ich gerade im „Schreibflow“ bin, dachte ich mir, könnte ich eigentlich mal die Etappen zusammen fassen, die ich am Anfang meines Rheinsteigabenteuers ausgelassen hatte. Ich war mit meiner ersten Etappe ja in Bad Honnef gestartet und hatte danach aber so eine Rheinsteigsehnsucht entwickelt, dass ich die davor liegenden Etappen ab dem Bonner Marktplatz unbedingt noch nachholen wollte. Also, Nachsitzen! Aber ein schönes!

Ich habe diese offiziellen 1. & 2. Etappen des Rheinsteigs aber in meinen Berufsalltag so eingepasst, dass es mehrere kürzere geworden sind, die ich hier – für Menschen, die auch gerne kürzere Touren laufen – so beschreiben möchte. Achtung: Sie sind zwar chronologisch aufgeführt, also zeitlich so, wie ich sie gewandert bin, aber das entspricht nicht der Reihenfolge des Wegs.

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Waldmythenweg – Bergischer Streifzug 23

Unterwegs auf dem Bergischen Streifzug Nr. 23

12,8 km
gelaufen am 03. Oktober 2017
gpx-Track unter: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/bergisches-land/waldmythenweg-waldbroel–mit-hunden/106576675/

Das Wetter ist uns an diesem Tag der Deutschen Einheit nicht besonders hold. Kalt und überwiegend regnerisch präsentiert sich das Bergische Wanderland, in dem es 24 Premium – Themenwege gibt, von denen Doris und ich heute einen erwandern wollten: den Waldmythenweg bei Waldbröl.

„Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter ist eine Welt voller Märchen und Wunder.“  (Theodor Heuss)

„Dieser Streifzug geht den faszinierenden Mythen des Waldes auf den Grund. Dabei gibt es auf den insgesamt elf Infotafeln am Wegesrand geheimnisvolle Wesen zu entdecken, von denen die Menschen seit Jahrtausenden annehmen, dass sie im Wald zu hause sind: Kobolde, Zwerge, Feen, Elfen, Riesen oder auch der böse Wolf.“ (Auszug http://www.bergisches-wanderland.de)

Die Fahrt durchs Bergische zum Startpunkt an der Vierbuchermühle gestaltete sich noch recht schön, aber kaum sind wir ausgestiegen und haben unsere Wanderstiefel geschnürt, geht ein heftiger Regenschauer hernieder. Wir stellen uns erst einmal bei den Angelhütten am nahgelegenen Teich unter und warten ab.

Am Dach des Unterstands entdecke ich interessante Insekten, bestimmt 10 Stück. Was sind das für Tiere?

Libellen im Larvenstadium? Continue reading „Waldmythenweg – Bergischer Streifzug 23“

Lyrikweg Much

Unterwegs auf dem Lyrikweg um Much, bzw. dem Panorama-Rundweg Much

10 km
gelaufen am 10. September 2017

gpx-track: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/region-koeln-bonn/lyrikweg-much-panorama-rundweg-much-/112421750/

Meine Wandergruppe fand sich an diesem Sonntag im September mal wieder zusammen, um einen neuen Wanderweg zu erkunden: den Lyrikweg Much. Dieser Wanderweg, mit einem weißen Kreis markiert, führt einmal um das Städtchen Much im Bergischen Land herum. Da auch diese Stadt wächst, gibt es mehrere Neubaugebiete in den Randlagen von Much (neben dem Hauptort Much gibt es noch einige Dörfer, die zu Much gehören), so dass der Weg viel durch diese hindurchführt. Muss man mögen.

Ich hatte schon einmal etwas von einem Panoramaweg Much gehört. In der ausgedruckten Wegbeschreibung des Lyrikwegs, den eine Wanderfreundin mitgebracht hatte, stand bereits in der Überschrift, dass wir den grünen Stelen mit der Wegmarkierung Panorama- Rundweg folgen sollten. Aha, beide Wege wurden also zusammen gelegt bzw. folgen derselben Route!

Da es sich um einen Rundweg handelt, kann man natürlich an jeder Stelle in den Weg einsteigen. Empfohlen werden aber zwei Startmöglichkeiten: der Parkplatz Walmwiese an der K46 oder das Hotel FIT Nähe der Ansiedlung Berghausen. Wir wählten letzteres, an dem gerade ein fröhlich-lautes Fest im Garten stattfand und wir nur mit Glück noch einen freien Parkplatz ergattern konnten.

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Auf ging es, sanft hinab durch die Wiesen mit Continue reading „Lyrikweg Much“

„Dörferweg“ – Erlebnisweg Sieg

Der Dörferweg, einer der Erlebniswege im Siegtal

gelaufen am 13. August 2017

13,1 Km

Rechts und links des Weitwanderwegs Natursteig Sieg sind auch zunächst 17 Rundwege, sogenannte „Erlebniswege“ entstanden, die meist einem bestimmten Thema zugeordnet sind und auf denen es interessante Informationen auf Schildertafeln zu lesen gibt. Auf manchen Erlebniswegen habe ich auch auf der Mitte der Strecke, beim „Bergfest“, eine Stempelstation gefunden.

Eitorf hatte keinen Erlebnisweg ‚abbekommen‘ und der Natursteig Sieg verläuft hier auf der anderen Siegseite. Möglicherweise verirrten sich nicht genügend Touristen hierher? Da es sich aber bei Eitorf um einen nicht unbedeutenden Ort im Siegtal handelt, wünschte man sich für die Stadt auch einen Erlebnisweg. Und dieser wurde mit dem Dörferweg nachträglich 2016 noch eingerichtet. Deshalb fehlt dieser neue Weg bisher noch in vielen Siegtal-Broschüren oder auch im Wanderbuch zu den Erlebniswegen aus dem Bachem Verlag.

Meine Wandergruppe hat sich den Dörferweg heute unter die Füße genommen. Continue reading „„Dörferweg“ – Erlebnisweg Sieg“

Rheinsteig (1) – die ersten Schritte

Unterwegs auf dem Rheinsteig von Bad Honnef zur Erpeler Ley

gelaufen am 2. August 2015, erster Teil der offiziellen 3. Etappe, meine persönliche Etappe 1
14,1 km (inkl. Zuwege und „Abwege“)

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Wer meine anderen Berichte vom Rheinsteig gelesen hat, weiß, dass ich vor 2 Jahren den Entschluss gefasst hatte, einen Weitwanderweg komplett zu laufen und mir für dieses Projekt den Rheinsteig ausgesucht habe, weil der fast vor meiner Haustüre startet. Ein Vorteil, so einen Weg nicht in einem Stück zu gehen, liegt in der Möglichkeit, den Steig in allen Jahreszeiten wahrzunehmen. Nun möchte ich von diesen ersten Schritten berichten.

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Der Rheinsteig – mein Traumsteig

Mein Weitwanderprojekt von 2015 bis 2017

Ich bin den 320 km langen Rheinsteig mit all seinen Aufs und Abs vom 3. August 2015 bis zum 5. August 2017 gewandert. Immer nur in einzelnen Etappen. Wie es dazu kam, könnt ihr lesen unter „Wandern ist für mich…“

Da ich dieses Blog erst Ende Juli 2017 gestartet habe, veröffentliche ich jetzt nach und nach die Berichte meiner einzelnen Etappen. Ich habe nicht nur die offiziellen 21 Etappen gebraucht, sondern insgesamt 28, weil ich mehrere Abschnitte verkürzt habe. Anfangs war ich noch nicht so fit und 10 km pro Strecke reichten mir völlig aus.

Auch bin ich nicht mit der offiziellen 1. Etappe vom Bonner Rathaus gestartet, da ich anfangs keine Lust hatte im Siebengebirge zu laufen, wo ich die Wege schon zu kennen meinte.

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